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Nichte 3.0

Alles gut gegangen. So, wie es in diesen Zeiten gut sein kann. Alle hatten wir insgeheim langsam gehofft, dass sie früher kommen könnte … ich kann aber verstehen, dass sie noch ausgenutzt hat, in der Sicherheit von Mamas Bauch auszuharren. Weil in den Tagen vor der Geburt dann doch alles, was wir so kennen, in Frage gestellt wurde …

Tatsächlich klappte alles wie geplant, wie schon bei 2.0 ist die Tante angereist, damit Papa bei Mama sein konnte und danach seine neugeborene Tochter wenigstens kurz zum ersten Mal in den Armen hatte. Weil die Großeltern fallen umständehalber aus. Und weil ja keine Besucher mehr in Krankenhäuser dürfen… In seiner Ansprache hat der bayerische Ministerpräsident am selben Tag später bekräftigt, dass die Väter zu ihren Ehefrauen und Neugeborenen sollen dürfen. Insofern konnte der stolze Papa dann später doch noch mal für eine Stunde seine zwei Mädels besuchen.

Die anderen beiden motzen natürlich, weil sie jetzt das Schwesterchen nicht sofort sehen, anfassen, streicheln usw. dürfen … aber das ist so. War zu früheren Zeiten übrigens auch so, und bei uns gabs nicht mal Handy oder gar Videotelefonieren. Unfassbar. Egal. Trotzdem wollten sie sooooo gerne. Und haben dann aber auch alle zwei das Ego zurückgestellt. Hui. So vernünftig können große Schwestern sein. Jawoll.

Alle anderen bleiben aus bekannten Gründen in den Ferne. Und gesund. Hoffentlich. Und Punkt.

Meine Schwester ist so früh möglich aus der Klinik gegangen, um unnötige Kontakte zu vermeiden. Isoliert ist man mit einem kleinen Baby sowieso, aktuell mehr als sonst, da eben keine neugierigen Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn vorbeikommen … für ein Neugeborenes aber auch eine ruhige Ausnahmezeit zum Ankommen in unserer sonst nie stillstehenden und alles andere als leisen Welt?

Familiengeschichten: Die Versorgungsfrage

Kürzlich meinte mein Vater beim Frühstück zu seiner Frau, dass es ihm schon recht wäre, wenn seine Ehefrau ihn überlebt. Nicht, dass jetzt jemand falsche Schlüsse zieht. Er macht sich einfach Gedanken, wie er die kommenden Jahre ernährungstechnisch versorgt werden möchte – und da ist ihm die Kochkunst meiner Mutter (die sich bedingungslos seinen Vorlieben anpasst) schlicht lieber als die meine, die sich doch mehr an den Aspekten einer gesunden Ausgewogenheit orientieren möchte …

Spruch zum Wochenende: Königsgemüse


Ich halte ich es mit dem Volksmund: „Bis Johanni nicht vergessen: sieben Wochen Spargel essen.“ Auch wenn die weißen Stangen edle Namen wie „Königsgemüse“, „essbares Elfenbein“ oder „Edles von der Stange“ tragen und Klasse 1 Qualität etwas teurer ist, es geht auch günstig. Wer in einer Spargelregion lebt genießt den Vorteil, direkt beim Erzeuger Suppen- oder Bruchspargel zu bekommen. Da kostet das Kilo oft nur einen Bruchteil, der Geschmack bleibt aber der gleiche.

Ich liebe das köstliche, leicht bittere Aroma des Stangengemüses. Am liebsten klassisch mit etwas zerlassener Butter oder Pesto, manchmal dürfen es aber auch Experimente sein. Dazu bringt er meinen Stoffwechsel auf Trab und für alle Figurbewussten: 100 Gramm Spargel haben gerade mal 20 Kalorien 🙂

Gesund essen im Studium

Samstag gönne ich mir etwas Auszeit und „studiere“ die Heimatzeitungen der Region. In einer Hallertauer Zeitung aus der letzten Woche bin ich durch einen Artikel mitten in einem der größten Probleme meiner Studienjahre gelandet: dem gesunden Essen. Damals, in den 90ern, war nicht mal das Salatbüffet eine geeignete Alternative, wenn man wie ich Glutamat nicht gut verträgt. Die warmen Gerichte waren, wenn nicht komplett Fertiggerichte, dann zumindest mit einer Sauce versehen, und die hat sich immer sofort auf den Magen geschlagen. Salatdressings etc. dasselbe. Meine Alternative war damals, mir ein „Pausenbrot“ mitzunehmen, falls ich das vergessen habe gabs ja den Bäcker. Auch nicht immer eine gute Alternative, denn selbst auf belegten Semmeln wird ja oft eine butterähnliche Streichmasse mit was auch immer geschmiert … Kurz: mein Studentenleben war entweder freiwilliger Verzicht, teuer oder eben gut vorbereitet. Gesund war das alles nicht wirklich.

Den Artikel gibt es auch online, er fasst die aktuelle Bewegung in den Mensen zusammen. Paradebeispiel ist die Uni Bayreuth, die sogar einen Frischraum hat, in dem weder Convenience-Food noch Tiefkühlware auf dem Teller der Studenten landet. Das nenn ich zeitgemäß. Für mich ist es auch einmal mehr eine Erinnerung, dass alles eine Frage von gutem Zeitmanagement ist. Auch beim selber kochen und bei den Arbeitspausen ist mit etwas Vorbereitung gut möglich, nicht immer zum schnell verfügbaren, nicht selbstgemachten Fast Food zu greifen. Schadet nicht, sich das mal wieder zu verinnerlichen …