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Familiengeschichten: Die Versorgungsfrage

Kürzlich meinte mein Vater beim Frühstück zu seiner Frau, dass es ihm schon recht wäre, wenn seine Ehefrau ihn überlebt. Nicht, dass jetzt jemand falsche Schlüsse zieht. Er macht sich einfach Gedanken, wie er die kommenden Jahre ernährungstechnisch versorgt werden möchte – und da ist ihm die Kochkunst meiner Mutter (die sich bedingungslos seinen Vorlieben anpasst) schlicht lieber als die meine, die sich doch mehr an den Aspekten einer gesunden Ausgewogenheit orientieren möchte …

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Spruch zum Wochenende: Königsgemüse


Ich halte ich es mit dem Volksmund: „Bis Johanni nicht vergessen: sieben Wochen Spargel essen.“ Auch wenn die weißen Stangen edle Namen wie „Königsgemüse“, „essbares Elfenbein“ oder „Edles von der Stange“ tragen und Klasse 1 Qualität etwas teurer ist, es geht auch günstig. Wer in einer Spargelregion lebt genießt den Vorteil, direkt beim Erzeuger Suppen- oder Bruchspargel zu bekommen. Da kostet das Kilo oft nur einen Bruchteil, der Geschmack bleibt aber der gleiche.

Ich liebe das köstliche, leicht bittere Aroma des Stangengemüses. Am liebsten klassisch mit etwas zerlassener Butter oder Pesto, manchmal dürfen es aber auch Experimente sein. Dazu bringt er meinen Stoffwechsel auf Trab und für alle Figurbewussten: 100 Gramm Spargel haben gerade mal 20 Kalorien 🙂

Gesund essen im Studium

Samstag gönne ich mir etwas Auszeit und „studiere“ die Heimatzeitungen der Region. In einer Hallertauer Zeitung aus der letzten Woche bin ich durch einen Artikel mitten in einem der größten Probleme meiner Studienjahre gelandet: dem gesunden Essen. Damals, in den 90ern, war nicht mal das Salatbüffet eine geeignete Alternative, wenn man wie ich Glutamat nicht gut verträgt. Die warmen Gerichte waren, wenn nicht komplett Fertiggerichte, dann zumindest mit einer Sauce versehen, und die hat sich immer sofort auf den Magen geschlagen. Salatdressings etc. dasselbe. Meine Alternative war damals, mir ein „Pausenbrot“ mitzunehmen, falls ich das vergessen habe gabs ja den Bäcker. Auch nicht immer eine gute Alternative, denn selbst auf belegten Semmeln wird ja oft eine butterähnliche Streichmasse mit was auch immer geschmiert … Kurz: mein Studentenleben war entweder freiwilliger Verzicht, teuer oder eben gut vorbereitet. Gesund war das alles nicht wirklich.

Den Artikel gibt es auch online, er fasst die aktuelle Bewegung in den Mensen zusammen. Paradebeispiel ist die Uni Bayreuth, die sogar einen Frischraum hat, in dem weder Convenience-Food noch Tiefkühlware auf dem Teller der Studenten landet. Das nenn ich zeitgemäß. Für mich ist es auch einmal mehr eine Erinnerung, dass alles eine Frage von gutem Zeitmanagement ist. Auch beim selber kochen und bei den Arbeitspausen ist mit etwas Vorbereitung gut möglich, nicht immer zum schnell verfügbaren, nicht selbstgemachten Fast Food zu greifen. Schadet nicht, sich das mal wieder zu verinnerlichen …

Sonntagsfreude: Durchatmen 

Das Warten hat ein Ende, Nichte 2.0 ist in der 37. Schwangerschaftswoche gesund angekommen. Alle sind sehr erleichtert, war nämlich keineswegs selbstverständlich. Meine Schwester hat 5 Monate der Schwangerschaft liegend verbracht … war für sie und alle anderen drum rum nicht ohne. Die Laune hat doch sehr gelitten. Umso schöner, dass das jüngste Familienmitglied jetzt da ist, gerade noch im Krankenhaus von allen gebührend bestaunt wird. So viel Lächeln, so viel Freude, so viel Glück. Am schönsten ist, zu sehen wie meine Schwester trotz Kaiserschnitt schon wieder – zwar noch sehr unter Schmerzen – so wunderbar mit dem Baby klarkommt und die Kleine ihre Mama anlächelt …

Jedes neue Leben ist ein Wunder, die ganze Familie ist für dieses winzige Wunder sehr sehr dankbar. Dass alle ins Baby restlos mit Haut und Haaren verliebt sind muss ich nicht betonen? Gestern war Hochbetrieb im Krankenhaus, Oma, Opa, Tanten, Onkel, Cousine, Cousin. Nicht zu vergessen das „Personal“: stolzer Papa, noch viel stolzere große Schwester. Die durchaus darauf schaut, dass jeder von der kleinen Schwester entzückt ist. Wie süß!

Und jetzt darf das kleine Wunder aufgepäppelt werden, damit die 2,5 Kilo Geburtsgewicht schnell mehr werden. 

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – der in dieser Woche noch dankbarer ist, für das Leben, und für das Glück, dass ein neues Leben entstehen und uns alle bereichern darf.