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Sonntagsfreude: Kommuniontag

Gibt ja bei Feierlichkeiten gefühlt oft jemanden, der das Haar in der Suppe finden will … Schade eigentlich, denn mal ganz ehrlich: am Kommuniontag geht’s ums Kommunionkind, nicht um die Gäste. Schön, dass der Sohn meines Cousins und seine kleinen Mitstreiter heute von morgens bis abends im Mittelpunkt standen. Der Pfarrer hat sich beim Festgottesdienst und in seiner Ansprache ausschließlich auf die Kinder konzentriert, das Aprilwetter hat mit seinen kleineren Schneeschauern nur beim Essen gestört, sonst gabs Sonnenschein – und dass es etwas kühler war hat witzigerweise keines der Kids gestört (dafür die Damen, die durch ihr frühlingshaftes Outfit erbärmlich frieren mussten … Selber schuld?) Und was in Erinnerung bleiben wird? Die Geschenke? Das leckere Essen? Bei den Mädels, ob die Frisur gepasst hat? Bei den Jungs: die werden sicher noch lange den aufziehen, der vor lauter Nervosität 2 mal rausgehen musste und beinahe seine erste Kommunion verpasst hätte … Der arme Kerl.

Ich hatte ein sehr besonderes Erlebnis: gestern hab ich die Kacheln, die wir auf dem Speicher gefunden haben, sauber gemacht und sortiert. Dabei hab ich dieses Einzelstück gefunden und mich spontan gefragt, wie kommt die zu uns ins Haus?

 

Dann sitzen wir heute im Wirtshaus, und was meint ihr, was mir am dortigen Kachelofen ins Auge sticht? Fast der ganze Ofen aus „meiner“ Kachel. Beantwortet zwar meine Frage nicht, aber ich fands besonders.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita, bei ihr gibt’s heute ein Blütenmeer.


Durchhalten

 Habe einen interessanten Gedanken gelesen: selten haben Menschen mehr To-Do-Listen, mehr zu kochen, zu backen, einzukaufen, zu planen, zu organisieren, als in den Wochen vor Weihnachten. Noch mal putzen, festlich dekorieren, beliebig viele Plätzchensorten, das Menü für die Festtage, die Silvesterparty, ….und dann wären da noch die Geschenke für die Liebsten. Und noch ein paar berufliche Kleingkeiten, Jahresabschluss, Planung, Weihnachtsfeier. Arztbesuche. Alles ganz schön viel für die sogenannte „stade Zeit“. 

In meinem Fall hab ich meinen zweiten vorweihnachtlichen Urlaubstag. Auch ich habe Pläne und viel vor. Zum Glück spare ich mir den üblichen vorweihnachtlichen Stress, in diesem Jahr wird es weder Weihnachtspost noch Geschenke geben. Ich hoffe, das enttäuscht niemanden. Aber mir ist gerade wichtiger, dass wir bald keine Baustelle mehr haben. Und zum Glück empfinde ich körperliche Arbeit als äußerst entschleunigend und meditierend. So fällt mir das Durchhalten nicht gar so schwer. 

Was heute nur wirklich nervt: all die kleinen Haken, Schrauben, Aufsätze und so viel mehr, die beim Umzug der Eltern ganz logisch in Kisten verpackt wurden, um hinterher einfach und systematisch auffindbar und einsetzbar zu sein, wurden irgendwann in der Übergangswohnung mal von irgendwem ausgepackt und nicht mehr sehr logisch irgendwohin geräumt. Und jetzt find ich nix. Und suche und suche, statt Schritt für Schritt wieder „aufzubauen“. Grummel.

Das mit der Dekade

Wie schnell doch 10 Jahre vergehen – wobei: da ist so wahnsinnig viel passiert, in diesen 10 Jahren. Also so gesehen: wieviel doch in 10 Jahren drin steckt. Jetzt hat der Große also die erste Dekade seines Lebens „hinter sich“, hat seine ganz eigene Kindheit erlebt. Und wohl oder übel muss man sich dann als große Freundin klarmachen: ab sofort ist er auf dem Weg vom Kind zum Teenager. Vor uns liegt die Pubertät, es gab schon erste Gefühle für ein Mädchen, die anders waren, als bei allen anderen. Aber da gehört ja noch einiges mehr dazu, so ab jetzt eben. Den Geburtstag gestern? Hat er mit Legospielen verbracht – also nicht mit dem, was ich so als Kind unter Lego verstand. Da gibts jede Menge Computerspiele. Und Bausätze für komplizierte Fluggeräte und all so was . Jungskram eben. Morgens waren da schon Geschenke zum Auspacken angehäuft. Von wem was und wie und überhaupt? War am späten Nachmittag schon gar nicht mehr so klar, aber immerhin Konzerttickets für Revolverheld dabei. Und es gab sein Lieblings-Sandwich zu Mittag. Oma und Opa kamen zu Besuch. Und in der Schule musste sogar der Direktor kommen, weil aus einem Schimpfwort ein heftiger Streit zwischen zwei Mitschülern wurde, den der Lehrer nicht mehr deeskalieren konnte … Samstag geht es mit 9 Freunden ins Kino.

Eigentlich wollte er ja gern die Neuverfilmung des kleinen Prinzen sehen, aber das fanden die anderen uncool. Wie gut, dass deine Mama und deine Patentante mindestens genauso uncool wie du sind, den Film werden wir uns dann einfach irgendwann vor Weihnachten alle miteinander ansehen. Denn wir teilen mit dir die Vorliebe für dieses kleine Büchlein, die Sehnsucht nach der Zeit zum Träumen. Und irgendwie trifft das auch grade zum 10. Geburtstag so besonders gut, laut Kurzinhalt soll der Film zeigen, wie sehr eine Mutter „alles“ durchorganisiert, aus dem Kind soll ja mal etwas werden. Nicht auf dem straffen Stundenplan steht die kindliche Zeit zum Träumen. Bis der Nachbar einen Papierflieger schickt. Und damit beginnt als Film im Film die Geschichte vom kleinen Prinzen, der einen in der Wüste abgestürzten Piloten trifft. Mit einfachen, kindlich-philosophischen Weisheiten erklärt er auf berührende Weise, was im Leben wichtig ist. Hach, da freu ich mich jetzt schon drauf, den mit euch zu schauen.

Alles Liebe zum 10. Geburtstag, mein großer Kleiner

[kinderkram] 6 – Adventszeit

kinderkramViel von dem, was heute fest zur Adventszeit gehört, ist keine alte, über Jahrhunderte gepflegte Tradition, sondern entstand seit dem 19. Jahrhundert. Seitdem ist der Adventskranz, das Schmücken der Häuser, der Adventskalender mit 24 kleinen Überraschungen für jeden Tag und vor allem Kerzen bzw. Beleuchtung für viele Familien fester Bestandteil der Wochen vor Weihnachten. Und natürlich die Suche nach Geschenken, die mitunter stressig werden kann. Wie auch das Backen von vielen unterschiedlichen Sorten von Plätzchen. Und die Vorbereitungen für die Festtage, an denen „viel zu viel zu viel“ gegessen und getrunken werden muss. Das muss vorab eingekauft und geplant werden. Und und und. Ganz wichtig ist, dass jeder es so macht, wie es für ihn passt. Und es schadet nichts, wenn man innerhalb einer Familie, hm, nennen wir es mal demokratisch darüber abstimmt, welche Rituale zur Adventszeit dazugehören. Und auch wichtig sind, wertgeschätzt werden. Denn wenn sich alle darüber einig sind, dann kann auch jeder ein kleines bisschen beitragen – und es bleibt nicht die ganze Arbeit für einen allein.

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Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um den Adventskalender. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist hiermit herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: Wie haltet ihr es mit der Adventszeit? Habt ihr einen Adventskalender? Wie fandet ihr das als Kind? …