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Glückspilz-Momente (12): Inkognito

Wenn die beste Freundin „inkognito“ in Bayern ist und ich ganz selbstverständlich zum geheimen Plan ihrer Auszeit in der schönsten Stadt gehöre …

Wenn das Wetter uns so gar nicht nach draußen treibt, wir erst die Bier-Seeligkeit im Augustiner an der Martinskirche und anschließend eine Kulinarische Neu- oder besser Wiederentdeckung genießen …

Wenn wir im besonderen Ambiente des Café Belstner von vorzüglichen Torten und Kaffee-Spezialitäten überrascht werden, das so unterschiedliche „um uns herum“ erst ausgiebig bestaunen und schließlich in Gesprächen ganz bei uns landen …

Wenn wir alle ein innerliches Dankeschön an die Oma der besten Freundin sagen, die ihre Enkeltöchter schon vor Jahrzehnten in dieses Juwel eingeladen hat …

Wenn die paar Stunden sich einmal mehr wie unendlich viel Zeit, dabei vollkommen ohne den alltäglichen Termindruck, angefühlt haben – und ich lächelnd vom Parkplatz einen dankbaren Blick auf das nächtliche Landshut werfe, das zwar noch nicht leuchtet, aber die Lichterketten für die Adventszeit warten schon auf ihren Einsatz …

Dann war das ein wunderbarer Glückspilz-Moment im November. Und Punkt.

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Ein Beitrag zu den Glückspilz-Momenten im November 2017. Danke an die Initiatorinnen Petra, Maire und Mel für den schönen Impuls, Glückspilz-Momente in dieser so treffenden Rubrik festhalten zu dürfen.

Mucksmäuschenstill [*.txt]

Weit oben droben, auf etwa 1.900 Metern, ganz allein. Der Stille lauschen. Den Wolken zusehen, wie sie ohne ein Geräusch zu machen dahinziehen. Wie sie sich an den Berggipfeln vorbeischleichen, ins Tal hinunterwehen oder in den Himmel entschweben. Einen Greifvogel beobachten, wie er minutenlang majestätisch kreist, lautlos. Ein Flugzeug fliegt über die Gipfel, nicht zu hören. Nur der Windhauch ist etwas scharf, vernehmbar. Auf der Alm, auf den Weiden des Bergrückens, hin und wieder bimmelt eine Kuhglocke. Hört man ein Pferd schnauben, ein Huhn scharren oder ein Lämmchen blöken. Nichts stört. Es ist himmlisch ruhig. Mucksmäuschenstill. Pst. Leise. 

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Ein Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 9. Wort lautet „Mucksmäuschenstill „. Und aktualisiert für dieses Schreibprojekt, das sich dem Thema „Stille, die der Mensch ist“ widmet und damit genau mein erlebtes Stille-Gefühl einfängt: Stille in mir, damit ich die Stille um mich wahrnehmen kann.

Münchner Balkongeschichten

Den Feiertag heute hab ich nach einer schönen Vormittags-Hunde-Gassirunde an der Schlossmauer auf meinem Balkon verbracht. Hatte mich auf dem Heimweg zum ersten Mal seit langem mit aktuellem Lesestoff an der Tankstelle meines Vertrauens eingedeckt. Das erwartetete Lesevergnügen blieb spätestens beim neuen, als so ganz anders positionierten Frauenmagazin dann leider aus – dafür wurde es um mich rum „nett“:

Die neue Nachbarin führte unüberhörbar ein Mutter-Tochtergespräch, ihre Frau Mutter ist mit ganz vielem in der Wohnung nicht einverstanden, da und da und da …. muss dringend nachgebessert werden. Und Punkt.

Darüber hat sich das junge Paar gegenüber erst köstlich amüsiert. Ehe er irgendwann meinte, da hätte die Mutter durchaus recht, das würd ihn auch stören, seit sie eingezogen sind. Da hat sie ihm dann aber mal gehörig gesagt, dass sie das jetzt richtig uncool findet. Darauf haben sich die beiden gefetzt – und wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Nach zwei ruhigen Srunden begann dann im Nachbarsgarten geschäftiges Treiben. Seit 5 traf Familie nach Familie ein. Gefühlt mindestens 10 Kinder, die meisten noch Babies. Das wa der Zeitpunkt, an dem meine tollen Kopfhörer zum Einsatz kamen. Die sorgen dafür, dass ich von den Geräuschen nichts mitbekomme.

Die hat meine Nachbarin gegenüber leider nicht, sie sitzt jetzt seit einer Stunde etwas angespannt. Ihr Balkon liegt auch recht offen zum Lärm … Sie hofft, wie ich, dass die Kleinkinder jetzt bald mal nach Hause müssen. Und wir einen ruhigen Feiertagsausklang draußen verbringen dürfen …

Spruch zum Wochenende: Regeln

„Es gibt ein paar Regeln: Keine Löcher in die Wände, keine Haustiere, kein Lärm, kein Radio oder Hi-Fi nach 20 Uhr an Wochentagen, nach 22 Uhr an Wochenenden, keine Kochplatten und kein männlicher Besuch. … Stimmt etwas nicht?“
„Ich glaube nicht, dass ich ein Jahr lang ohne Kochplatte auskomme.“
(aus Mona Lisas Smile)

Regeln fürs Wochenende? Keine. Lieber einfach nur genießen, dass endlich Wochenende ist und man tun und lassen kann, was man will.
Euch allen eine schöne freie Zeit!!!