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Sonntagsfreude: Hygge

Inspiriert von meinem dänischen Freund Mads, der mir mal seine Lebenseinstellung so beschrieben hat, mach ich es mir die Tage hyggelig, gemütlich, genieße das renovierte Zuhause, terminfrei, stressfrei – eine bewusste Auszeit, um  wahrzunehmen, wie schön wir es uns gemacht haben. Klein und fein – und irgendwie sogar mein. Nebenher schau ich die Bilderflut aus der Renovierungsphase, die irgendwann mal ein Bau-Bilderbuch werden soll. Aber nicht sofort und jetzt. Denn heute ist Hygge.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Short Stories Jahreszeiten

Bine fragt, wie es so ist, mit den Jahreszeiten und mir. Gute Frage, denn dieses Jahr sehe ich viele jahreszeitlichen Phänomene unter ganz neuen oder besser „anderen“ Gesichtspunkten:

Wer ein neues Dach braucht sehnt die ersten warmen Tage des Frühjahrs anders herbei, ärgert sich über Regen, weil noch nichts dicht ist. Die Handwerker waren schnell, es hat trotzdem eingeregnet – aber hinterher konnte durch die Wärme, ja Hitze des späten Frühlings alles wieder gut trocknen. Ein Glück!

 An den heißen Tagen hab ich in unserer „Dachbodensauna“ schwer geschwitzt, da wären mir die aktuellen Temperaturen sehr viel lieber gewesen. Gab ja durchaus schon Sommer mit kühlen 15-20 Grad … Hm. Lief gut sonst, bis August – wenn alle Handwerker Betriebsurlaub machen. Und die Baustelle dadurch stilllegen.

Die Herbstwochen brachten viel zusätzliche Arbeit, weil wir uns notwendigerweise entschieden haben, 4 weitere Zimmer und einen großen Gangraum neu zu verputzen. Jetzt gerade wären die angesagten warmen Herbsttage bitter nötig, damit der Putz trocknen kann. Und überhaupt alles, vor allem der Estrich, denn wenn erst mal die Fliesen drin wären …

Ja, dann ist bald Winter. Mich beruhigt, dass die Heizung funktionsfähig ist. Insofern: noch 1000 kleine Kleinigkeiten zu tun, so ein Haus renoviert sich leider überhaupt nicht von selbst. Aber wir sind schon weit gekommen. Jetzt wäre etwas warmer Oktober goldrichtig, gerne gefolgt von einem milden November und Dezember. Ja, Wunsch versus Wirklichkeit …

Und nächstes Jahr? Freu ich mich auf alle vier Jahreszeiten, um sie aus dem Blickwinkel des Dann-hoffentlich-nicht-mehr-Renovierers sehr intensiv und viel draußen zu genießen 😉

 

Short Stories: Gemütlichkeit

P1000405Nach dem ganzen Wiesn-Getümmel tut es richtig gut, ruhige Abende auf der Couch zu verbringen. Ganz gemütlich, eingewickelt in eine kuschlige Decke. Am besten nach einer entspannenden Badewanne. Noch besser nach einem Spaziergang durchs raschelnde, kunterbunte Herbstlaub. Klappt bei Sonne, aber auch bei Nieselwetter oder Nebel … Gemütlich kann es allein sein, aber auch mit einem Kreis lieber Menschen. Manchmal gehört ein guter Tee, duftender Kaffee oder lecker Kuchen dazu. Manchmal reicht ein Kerzenlicht aus, um es gemütlich zu haben. Und an Tagen wie heute wäre es wunderbar gemütlich, sich eine Bank mit tollem Ausblick zu suchen, um den ganzen schönen Spätsommertag lang zu sitzen, Sonne, Wärme und Farben zu bestaunen. Fällt mir gerade ein: besonders gemütlich ist es, am Kamin oder Kachelofen zu sitzen, am schönsten, wenn man die Flammen beim Flackern beobachten kann. Und total gemütlich kann auch sein, an einem trüben Tag einfach im Bett zu bleiben und ein Buch zu lesen. Herrlich!

Ja, ich stimme zu: Herbst ist die Zeit, um es sich schön gemütlich zu machen. Diesen Monat wollen Andrea und Bine wissen, wie Gemütlichkeit bei jedem von uns so aussieht? Auf dem Sofa eingemümmelt mit einer Tasse Tee oder lieber stundenlang im Café über einen Latte sitzen und mit Freundinnen die neuesten Neuigkeiten austauschen oder vielleicht ein lustiger Spieleabend mit der ganzen Familie vor dem Kamin. Beim Nähen, beim Backen oder beim herbstlichen dekorieren der vier Wände … wie macht ihr es euch diesen Herbst gemütlich?

Premierenstimmung

Auch alte Wiesn-Hasen wie ich haben jedes Jahr erste Male. Erleben. Premieren, entdecken etwas Neues. Das muss nicht zwingend neu sein, man hat es schlicht noch nicht erlebt, nicht gesehen, wäre gar nicht auf die Idee gekommen. So ging es mir bei meiner ersten Frühstücksverabredung auf dem Oktoberfest. Klar, ich war schon oft Weißwurstfrühstücken. Ich war auch schon sehr früh auf der Wiesn. Aber in diesem Jahr hab ich mich zum ersten Mal mit zwei lieben Freundinnen zu einem echten Frühstück verabredet. Morgens um 10 Uhr im Café Kaiserschmarrn.

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Wir hatten einen Tisch für uns, auch wenn’s ganz schön voll war. Und wir haben jede ein anderes Frühstück geordert: power-Frühstück mit Bircher Müsli, Obst und einer Honig-Vollkornsemmel. Wiesn-Frühstück mit Brot, Croissant, Ei, Käse, Schinken, Marmelade, Schlemmer-Frühstück mit Obst, Frischkäse, Käse, Brot, Croissant und Marmelade. 2 hätten locker für uns 3 gereicht, wir ham’s nicht geschafft. Dazu gabs Kaffee oder Tee. Wir haben es sehr genossen.

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Mit uns waren einige Freundinnen-Runden da, die das entspannte, freundliche Ambiente wohl ähnlich schätzen, dazu viele Familien. Uns ist aufgefallen, dass es viele Münchner waren, die wohl Rischart kennen und auf die Wiesn folgen. Auch ein paar Männer, die kräftig gefrühstückt haben, um sich für die Strapazen des Oktoberfesttages zu stärken. Wir 3 haben uns supernett mit 2 Seniorinnen unterhalten, beide aus dem hohen Norden stammend, aber seit den 60er Jahren in München lebend. Mit vielen Erinnerungen an vergangene Zeiten, die aber auch heute noch viel erleben und sehr abenteuerlustig erschienen.

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Um 12 Uhr startet die Band, die Musik kommt ohne großartige Verstärkung aus, die Musiker thronen hoch über der Bar, ich bin sicher, dass hier im kleinen Zelt im Lauf des Nachmittags tolle Stimmung war. Wir haben es vorgezogen, noch eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Und das Flair draußen zu genießen. Und ich hab sogar geschafft, noch ein paar Bilder von den Brauereigespannen zu schießen. Und bei einer Bloggerfreundin, die auf der Wiesn arbeitet, Hallo zu sagen 😉

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