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Der 5. Monat

Unfassbar, aber wahr: Nichte 2.0 ist bereits beinahe ein halbes Jahr.

  • Das jüngste Familienmitglied hat die erste Fortbildung absolviert. Ja wirklich, mit Mama und Oma besuchte sie ein altes Kloster, während die Mama stundenweise mit anderen Erwachsenen zusammensaß durfte sie sich von der Oma bespaßen lassen, sie hat es sehr genossen und viel gelacht.
  • Auch in diesem Monat wurde sie viel getragen und schläft am besten auf dem Arm ein, allerdings nicht, wenn der Opa seinen Mittagsschlaf mit ihr auf dem Bauch hält – wär ja auch noch schöner, da kann man ihm gar nicht beim Schnorcheln zuschauen …
  • Toll ist es, auf der großen Spieldecke unterm Mobile zu liegen und dabei zu quatschen und strampeln
  • Auf der gleichen Decke hat auch die große Schwester noch gut Platz, und die soll gefälligst stundenlang kuscheln, schmusen, vorlesen und vorsingen – und von vorn
  • Es gab zum ersten Mal Kürbis, schmeckt, nur die Verdauung hinkt noch ein bisserl hinterher – bedeutet: der Bauch zwickt und dann muss man arg weinen
  • Am Tisch hat die bezaubernde Nichte die Seiten gewechselt und sitzt jetzt als die Große auf der Bank
  • Nichte 2.0 beobachtet das Familienessen aktuell sehr genau von ihrer Wippe in der Ecke aus, neidvoll verfolgt sie jeden Bissen, der in den anderen Mündern verschwindet – vermutlich dauert es nicht mehr lang, bis sie ihren Platz am Kinderstuhl an der Stirnseite einnimmt
  • Beim ersten Mädelswochenende war sie schon dabei, und zeitweise auch „quietschig“ gut gelaunt – wie schon ihre große Schwester liebt sie eine quietschende Giraffendame aus Frankreich
  • Alle Großeltern kommen grad im Wochenrhythmus, den Luxus genießen beide Nichten doch sehr
  • So insgesamt ist das Familienleben anders geworden, aber mit Ausnahmen haben sich doch alle vier ans zu viert sein gewöhnt und sind im Miteinander angekommen
  • Zum Glück verläuft die Gewichtszunahme kontinuierlich (trotz viel wieder Ausspucken) – aber nicht rasant, denn der Papa hat neuerdings einen Leistenbruch, und das wär schön doof, wenn die kleine Dame jetzt für ihn zu schwer zum Rumtragen wär …

Sonntagsfreude: Winterliches Tiramisu

Ich bin nicht so die Süße, aber irgendwann mal bekam ich bei einer Einladung ein winterlich-weihnachtliches Tiramisu als Dessert, das ich kürzlich erfolgreich selber als Mitbring-Nachtisch umgesetzt habe. Da es sogar von den beiden anwesenden Kindern gelobt wurde und wirklich einfach ist habe ich es für wert befunden, hier geteilt zu werden. 

Zuerst selber Apfelkompott machen: 5-6 große Äpfe schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf mit wenig Flüssigkeit und allen möglichen weihnachtlichen Gewürzen (1 Zimtstange, 4 Gewürznelken, eine Prise gemahlener oder etwas frisch geraspelten Ingwer, etwas Kardamon und Lebkuchengewürz, eine gemahlene Kugel Piment) weichkochen, vom Herd ziehen – Gewürzstangen und feste Teile rausfischen. Wer die Äpfel weniger stückig mag sollte pürieren. Jetzt 2 EL Honig, ein Pck Vanillezucker und 200g kleingehacktes Marzipan gut mit dem Kompott verrühren, sodass es schön sämig wird – auskühlen lassen.

Eine Form entweder mit Biskuitstangen, selbstgebackenem Biskuit oder mit Spekulatiuskeksen auslegen. Alles getestet und für gut befunden. Jetzt 250 g Mascarpone, 250 g Speisequark 20 % Fett und 100 g geschlagene Schlagsahne zu einer Masse verrühren, 40 g Zucker, 1 Pck Bourbon Vanillezucker und wer mag noch eine Prise Zimt zugeben. Dann abwechselnd gesamt je 2 Lagen Apfelkompott und Mascaponecreme über den Boden verstreichen, darauf achten, dass alles gut bedeckt ist.

Über Nacht in die Kühlung und durchziehen lassen, das fertige winterliche Tiramisu nach Geschmack mit Kakao oder Zimt bestäuben, lecker. Das übriggebliebene Kompott kann man entweder behalten oder ein Glas als zusätzliches Gastgeschenk einpacken. 

Mehr Sonntagsfreude lest ihr bei Rita – die sich über die Wärme an kalten Tagen freut. Ich würde mich heute am meisten freuen, wenn meine Schablonen, die ich mir kürzlich zu Dekozwecken, unter anderem für einen süßen Gruß auf dem Tiramisu-Gastgeschenk, besorgt hatte, wieder auftauchen. Sind nämlich spurlos verschwunden … und dann muss ich mich bei nächster Gelegenheit auf die Suche nach einem ähnlich fruchtig-winterlichen Orangen-Tiramisu machen, wie es im südlichen Italien gern um diese Jahreszeit serviert wird, denn das hat sich die Freundin aus Südamerika bei unserem kostbaren Mädelsabend bestellt und war begeistert. Das sollte zu wiederholen sein?