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Schwammerlsuche

Samstag durfte ich die bezaubernde Nichte und den Opa in den Wald begleiten. Mit dem Traktor, natürlich hatte sie den bequemen „echten“ Beifahrersitz mit großem Kissen – ich durfte auf die andere Seite, wo kein Mitfahrer geplant ist, also den schmalen Streifen am Fenster. Genau richtig für den Mini-Tanten-Hintern …

Irgendwo zwischen Regen und Sonnenschein waren wir dann an Opas geheimsten Pilz-Hotspots unterwegs. Und haben auch gut was gefunden. Iiiich ja eher weniger, mehr noch der Opa – aber eigentlich nur das Adlerauge, das durch die geringere Körperhöhe noch näher am Boden ist. So kams, dass wir doch mehr als eine Stunde fröhlich einen Pilz nach dem anderen aus Mangel an einem Eimer in einem Handtuch gesammelt haben. Daneben haben wir noch den riesengroßen Fuchsbau inspiziert, der recht neu am Hang ist. Und auf dem Heimweg war tatsächlich endlich mal wieder der Herr Reiher, der im alten Baum neben dem Fischweiher „wohnt“, zu Hause, stand bis übers Knie im Tümpel. Und zwar seelenruhig minutenlang …

Musik am Mittwoch: Schönste Zeit

Manchmal begegnet mir Musik, die mich wie ein Flügelschlag ganz sachte berührt – ich vergess sie wieder. Beim nächsten Mal zuhören und beim übernächsten Mal bleibt sie mehr in Erinnerung. Und irgendwann bleibt sie im Kopf, wird abgespeichert, gemerkt. Mir gefällt, wie ein Musiker Text und Melodie so einfach und schön miteinander verwoben hat. Kein Wunder, dass Bosse längst kein Geheimtipp mehr ist? Und live „unglaublich“ sein soll? Heute höre ich seine „Schönste Zeit“ in dieser Akkustik-Version. Und träum mich gerade ins Jahr 1994: „Es gab nur dich und mich da draußen, große Felder und Seen doch vielmehr nicht. Es war 1994 und wir wussten nicht wohin. Also gingen wir in dein Bett. Und wir teilten uns unseren Walkman,
das erste Bier, mein Mofa und den Frust. Im Nachtbusfenster der Mond; der erste Kuss war Erdbeerbowle und Spucke,
wie ein Polaroid im Regen: leicht verschwommen….“ Das war wirklich eine schöne Zeit 🙂