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Mein Herz tanzt #2

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Lieber Rea Garvey,

du bringst mein Herz zum Tanzen. Are you ready to rock? Danke für einen unvergesslichen Abend, danke für eine Band, die in jeder Sekunde gerockt hat. Danke für die Menschen, die du in deinen Konzerten zusammenbringst. Danke für deine Worte und Gedanken, über Menschlichkeit, über ein Miteinander, über Freundschaft, über das Wesentliche. It’s a good life. Ich hab dich nicht zum ersten Mal live erlebt, im Gegenteil. Zum Beispiel noch als Teil von Reamonn, 2007 an gleicher Stelle im Zenith. War eine ähnlich kalte Winternacht. Auch ganz schön gut. Aber sonst alles ganz anders. Keine Frage, das jetzt bist du. Das ist deine Musik. Deine Harmonie, deine Worte, deine Aussage. Ich liebe das besondere Timbre deiner Stimme, ich mag das Kraftvolle, das du vom ersten bis zum letzten Ton durchziehst. Die Mischung aus so vielen Stilen. Was hast du jeden, der da war, mitgenommen in deinen Kosmos, der voll Musik und Leben ist. Deine Bühnenpräsenz ist, trotz Affentanz, so kraftvoll, so positiv. Plakate und Banner irritieren dich, trotzdem hast du Zeit für Emilys großes Kompliment gefunden. Und irgendwie hat sie damit das in Worte gefasst, was so viele denken: „Rea Garvey, du bist der Größte“. Vielleicht jetzt nicht so die Größe an und für sich, aber deine Selbstverständlichkeit, dein Humor, die Wertschätzung für deine Konzertbesucher, jeden Mitwirkenden. Deine Aufmerksamkeit, die Details, aber auch das Unerwartete.

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Deine geplante Überraschung: plötzlich bist du mitten in der Halle, kletterst zum Techniker hoch. Dann ungeplant der Lauf mitten durchs Publikum zurück zur Bühne, einen Meter an uns vorbei. Fast hätt ich dich berühren können, war aber zu abgelenkt von dem netten Security-Mann, der dir mit einer winzigen Taschenlampe … ja, was genau, den Weg geleuchtet hat? Wozu? Du weißt ganz genau, wo du hin willst. Ganz ehrlich: ich bin stolz, dass ich deine Musik schon so viele Jahre verfolgen darf. Schön, wenn ein Musiker sich bei seinem Publikum bedankt, mit Worten und Zugaben. Viel besser, wenn man einem Künstler durch seine eigenen Worte etwas zurückgeben kann: And I know that I’ll miss you when you’re gone (As you go).

Mein Herz tanzt weiter:

– weil der Körper noch so sehr im Rhythmus schwingt und ich mich einmal mehr vor Musikern verneige, die so viel Spaß an ihrem Konzert hatten, dass man es gesehen, gehört und gespürt hat.

– weil 6 von 7 Schwestern extra aus Irland zu einem Konzert des Bruders anreissen. Das war ein besonderer Konzertabend!

– weil der Moment, als der Dutt aufgelöst wurde, von so vielen mit Schmachten und Seufzen begleitet wurde 🙂 …

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Was für ein intensiver Konzertabend. Was haben wir gehört, gesehen, gefühlt, gestaunt, geliebt, gelacht. Und jeden einzelnen Augenblick ganz tief genossen. Und mein Herz tanzt, vor Glück, vor Freude, vor Erinnerung. Voll Dankbarkeit. Voll Vorfreude.

God bless

PS: irgendwie haben die Konzertfreundin und ich einen guten Lauf? Ich freu mich drüber! Sehr! Bis zum nächsten Mal 🙂

[kinderkram] 2 – Heimat

kinderkram„Heimat ist kein Ort, es ist ein Gefühl.“ Kinder definieren Eltern, Familie, Wohnung und Ort als Heimat. Oder? Meine Patenkinder sind gerade zurück nach München gezogen: der Große empfindet es als Heimkommen. Mademoiselle dagegen hatte erst mal große Sehnsucht nach der Schweiz. Mittlerweile ist sie angekommen, geht gerne in den Kindergarten, besucht Freunde. Liebt diesen Flecken Erde und seine Bewohner. Es ist einfacher, sich heimisch zu fühlen, wenn man verstanden wird. Dazu gehören auch Sprache, Kultur, Erziehung oder Brauchtum. Unterwegs genieße ich die Schönheit der Welt. Freue mich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In dem Moment, in dem ich zurück bin, spüre ich: ich bin daheim. Wer sich in seiner Umgebung nicht wohl fühlt, wird sich nie heimisch fühlen. Auch wenn er immer da bleibt, wo er geboren und aufgewachsen ist. Heimat kann überall auf der Welt sein, man muss aber offen sein, sich darauf einlassen können.

Heimat ist, wo ich die Luft gern atme, die Umgebung und die Menschen mag, die um mich sind. Heimat ist, wo ich mit mir allein sein kann, wo ich verstanden werde, wo ich mich entfalten kann. Wo mich die Leute akzeptieren, wie ich bin.
Heimat erdet.

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Kurz und knapp ein paar meiner Gedanken rund um das Thema Heimat. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist hiermit herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: Was macht Heimat aus? Ist es mehr ein Ort? Oder ein Gefühl? Ist Heimat wichtig? Was gehört zum Heimatgefühl? Ist Heimat da, wo man geboren wird? Und alles, was euch sonst noch zu Heimat einfällt …

Spruch zum Wochenende: Seele

P1020885„Wer die Seele eines anderen Menschen berührt, der betritt heiligen Boden.“ (Novalis)

Das muss einfach jeder wissen, denn es ist mit einer großen Verantwortung verbunden. Jeder sollte liebevoll und weise mit einem anderen Menschen, seinen Gefühlen, Ängsten, Freuden, seinem Wesen und seinem Sein umgehen. Und sich auch der Konsequenzen bewusst sein, wenn er unehrlich oder fahrlässig agiert …

Tagebücher – 100 Jahre alt

Wir leben im Jahr 2014 – vor 100 Jahren war die Situation bedrohlich, beängstigend, unsicher, unplanbar.  So unmittelbar stand der 1. Weltkrieg bevor. Der so unglaublich viel verändert hat. Immer wieder erschrecken mich die Bilder der Mobilmachung, die jungen Männer mit blumengeschmückten Gewehren, geradezu umjubelt zogen sie durch die Straßen. Als ob sie mal eben als Team bei einer Sportveranstaltung antreten wollten. Und die Abschiedsworte von so vielen waren: Spätestens Weihnachten sind wir wieder daheim …

Ich habe vergangene Woche zufällig eine  TV-Dokumentation gesehen, die unter der Überschrift „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ über die Vorgeschichte und den Aufbruch, von der Front, aus der Heimat und vom Kriesgende berichtet. Das sind keine Geschichtsbücher, die neutral über politische Geschehnisse und deren Folgen erzählen. Das ist gelebte und erlebte Geschichte. Aus privaten Tagebüchern, von Menschen aus ganz Europa, mit ihrer Sichtweise, ihren Gefühlen, Ängsten, Träumen, Sehnsüchten und Befindlichkeiten … Mir fehlt noch die letzte Folge, das, was ich bislang gesehen habe, macht mich nachdenklich, beschäftigt und bewegt mich – auch wenn es Vergangenheit ist – sehr!

Habe eben eine Seite gefunden mit den Hintergründen – alle 4 Folgen sind noch bis zum 4.6. verfügbar. Vielleicht hat noch jemand Interesse. Sind hier abrufbar. Und es gab schon vor Wochen 6 Beiträge im Radio, mehr kann man hier nachlesen/hören.