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Das mit dem „dankbar sein“

Das mit dem dankbar sein ist nicht immer gleich. Es gibt Phasen im Leben, da erfüllt einen tiefe Dankbarkeit, fürs Leben, für die Tage, für die Gesundheit, für Glück, für kleine Augenblicke. In anderen Phasen ist es nicht so. Ob man dann weniger Grund hat, dankbar zu sein? Oder weniger aufmerksam ist? Wie auch immer, mich erfüllt seit Wochen tiefe Dankbarkeit. Für die Menschen, die mein Leben reich machen, die mir wunderbare Impluse schenken, mich an- und wahrnehmen, die gerne Zeit mit mir verbringen. Und offen sind, mit mir gemeinsam das kleine Glück im Augenblick zu genießen. Die sich dafür mit mir bedanken können … Ja, das erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Ich bin dankbar für diese Zeit, für dieses Leben, das ein sehr intensives Erleben ist. Für die Gefühle und Gedanken, für das bewusste Wahrnehmen. Für meine Fähigkeit, aufmerksam dafür zu sein. Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens – hoffentlich bleibt mir dieses Gedächtnis lang erhalten … Mehr Gedanken zum Thema Dankbarkeit habe ich hier gefunden. Oder ihr lest bei Mara Stix bzw. den anderen Beiträgen nach, s. unten.

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Dieser Text ist ein Beitrag zur Blogparade #Dankbarkeit.

Spruch zum Wochenende: Gefühle

„Das Tolle an Gefühlen ist, dass sie niemals ausgehen. Man weiß: man wird jeden Morgen mit Gefühlen aufwachen, das ganze Leben lang, bis man stirbt.“ (Björk)

Intuition, Gefühle, Gedanken, was war das gestern für ein intensiver Abend, zwei alte Freundinnen, beste Freundinnen. Und wie immer bleibt alles in unserem Leben spannend, aufregend. Ich bin so neugierig darauf, wo unser Lebensweg noch hinführen wird – und auf die bevorstehenden Entscheidungen. In ein paar Jahren werden wir wieder zusammensitzen und reflektieren, wofür wir in der Gegenwart die Impulse setzen – schön.

Mein Herz tanzt #2

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Lieber Rea Garvey,

du bringst mein Herz zum Tanzen. Are you ready to rock? Danke für einen unvergesslichen Abend, danke für eine Band, die in jeder Sekunde gerockt hat. Danke für die Menschen, die du in deinen Konzerten zusammenbringst. Danke für deine Worte und Gedanken, über Menschlichkeit, über ein Miteinander, über Freundschaft, über das Wesentliche. It’s a good life. Ich hab dich nicht zum ersten Mal live erlebt, im Gegenteil. Zum Beispiel noch als Teil von Reamonn, 2007 an gleicher Stelle im Zenith. War eine ähnlich kalte Winternacht. Auch ganz schön gut. Aber sonst alles ganz anders. Keine Frage, das jetzt bist du. Das ist deine Musik. Deine Harmonie, deine Worte, deine Aussage. Ich liebe das besondere Timbre deiner Stimme, ich mag das Kraftvolle, das du vom ersten bis zum letzten Ton durchziehst. Die Mischung aus so vielen Stilen. Was hast du jeden, der da war, mitgenommen in deinen Kosmos, der voll Musik und Leben ist. Deine Bühnenpräsenz ist, trotz Affentanz, so kraftvoll, so positiv. Plakate und Banner irritieren dich, trotzdem hast du Zeit für Emilys großes Kompliment gefunden. Und irgendwie hat sie damit das in Worte gefasst, was so viele denken: „Rea Garvey, du bist der Größte“. Vielleicht jetzt nicht so die Größe an und für sich, aber deine Selbstverständlichkeit, dein Humor, die Wertschätzung für deine Konzertbesucher, jeden Mitwirkenden. Deine Aufmerksamkeit, die Details, aber auch das Unerwartete.

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Deine geplante Überraschung: plötzlich bist du mitten in der Halle, kletterst zum Techniker hoch. Dann ungeplant der Lauf mitten durchs Publikum zurück zur Bühne, einen Meter an uns vorbei. Fast hätt ich dich berühren können, war aber zu abgelenkt von dem netten Security-Mann, der dir mit einer winzigen Taschenlampe … ja, was genau, den Weg geleuchtet hat? Wozu? Du weißt ganz genau, wo du hin willst. Ganz ehrlich: ich bin stolz, dass ich deine Musik schon so viele Jahre verfolgen darf. Schön, wenn ein Musiker sich bei seinem Publikum bedankt, mit Worten und Zugaben. Viel besser, wenn man einem Künstler durch seine eigenen Worte etwas zurückgeben kann: And I know that I’ll miss you when you’re gone (As you go).

Mein Herz tanzt weiter:

– weil der Körper noch so sehr im Rhythmus schwingt und ich mich einmal mehr vor Musikern verneige, die so viel Spaß an ihrem Konzert hatten, dass man es gesehen, gehört und gespürt hat.

– weil 6 von 7 Schwestern extra aus Irland zu einem Konzert des Bruders anreissen. Das war ein besonderer Konzertabend!

– weil der Moment, als der Dutt aufgelöst wurde, von so vielen mit Schmachten und Seufzen begleitet wurde 🙂 …

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Was für ein intensiver Konzertabend. Was haben wir gehört, gesehen, gefühlt, gestaunt, geliebt, gelacht. Und jeden einzelnen Augenblick ganz tief genossen. Und mein Herz tanzt, vor Glück, vor Freude, vor Erinnerung. Voll Dankbarkeit. Voll Vorfreude.

God bless

PS: irgendwie haben die Konzertfreundin und ich einen guten Lauf? Ich freu mich drüber! Sehr! Bis zum nächsten Mal 🙂

[kinderkram] 2 – Heimat

kinderkram„Heimat ist kein Ort, es ist ein Gefühl.“ Kinder definieren Eltern, Familie, Wohnung und Ort als Heimat. Oder? Meine Patenkinder sind gerade zurück nach München gezogen: der Große empfindet es als Heimkommen. Mademoiselle dagegen hatte erst mal große Sehnsucht nach der Schweiz. Mittlerweile ist sie angekommen, geht gerne in den Kindergarten, besucht Freunde. Liebt diesen Flecken Erde und seine Bewohner. Es ist einfacher, sich heimisch zu fühlen, wenn man verstanden wird. Dazu gehören auch Sprache, Kultur, Erziehung oder Brauchtum. Unterwegs genieße ich die Schönheit der Welt. Freue mich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In dem Moment, in dem ich zurück bin, spüre ich: ich bin daheim. Wer sich in seiner Umgebung nicht wohl fühlt, wird sich nie heimisch fühlen. Auch wenn er immer da bleibt, wo er geboren und aufgewachsen ist. Heimat kann überall auf der Welt sein, man muss aber offen sein, sich darauf einlassen können.

Heimat ist, wo ich die Luft gern atme, die Umgebung und die Menschen mag, die um mich sind. Heimat ist, wo ich mit mir allein sein kann, wo ich verstanden werde, wo ich mich entfalten kann. Wo mich die Leute akzeptieren, wie ich bin.
Heimat erdet.

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Kurz und knapp ein paar meiner Gedanken rund um das Thema Heimat. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist hiermit herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: Was macht Heimat aus? Ist es mehr ein Ort? Oder ein Gefühl? Ist Heimat wichtig? Was gehört zum Heimatgefühl? Ist Heimat da, wo man geboren wird? Und alles, was euch sonst noch zu Heimat einfällt …