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Sonntagsfreude: Muss ja nicht immer die Sonne scheinen …

… aber schön wärs schon. Gestern wie heute sind mir wohl nur ein paar Stunden Sonnenschein am Vormittag vergönnt. Egal. Man kann auch rausgehen, wenn sie nicht scheint. Und eine Runde mit meinem neuen Hundefreund Gustl drehen. Und dabei eine vollkommen neue Strecke in der Heimat kennenlernen. Und stauen, wie sich die Perspektiven nur ein paar Kilometer weiter komplett verändern können. Leider war’s gestern null bildertauglich, ich werde aber bestimmt bald mal bei passender Gelegenheit Fotos nachreichen …

Bevor ich jetzt gleich auf altbekannten Wegen Sonne tanken gehe noch ein kurzer Gedanke zum Thema alte Freundschaften: Freitag Abend hab ich mit der Mädelsrunde einen so entspannten Start ins Wochenende gefeiert, bei Pizza und Pasta (mein Soulfood forever) geschlemmt. Nur die Nachspeise war dann doch zu viel, aber man kann nie genug gemeinsame Zeit mit lachen und alten wie neuen Erinnerungen zubringen. Ich sag nur: wir drei sind und bleiben die Kleckermeister 😂

Gestern hab ich den neuen Hundefreund Gustl besucht, und sein Frauchen. Zum letzten Mal länger geratscht haben wir beim Prinzessinnen-Picknick auf der Baustelle, jetzt hab ich den Gegenbesuch abgestattet, das neue Haus und den neuen Ausblick kennengelernt. Und meine alte Freundin und ich sind in Uralt-Erinnerungen aus Kinderchortagen eingetaucht. Was waren wir Hippies? Teenager-Philosophie im Café in Salzburg, Tretbootfahren bei Sturmwarnung auf dem Chiemsee und Brotzeitpause während der Pfarrerpredigt im Treppenhaus der Chorempore. Wir wilden Hühner, damals …

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Sonntagsfreude: Sonne satt

Ich mag den Winter, wegen mir könnte es gerne noch etwas kalt bleiben … da aber wohl in den nächsten Tagen Tauwetter einsetzt hab ich Sonne, Schnee und blauen Himmel noch mal sehr für Draußen-Zeit genutzt. Gestern für die Einkaufstour mit meiner Mama, die sie sich gewünscht hat. In der nahen Kleinstadt hat sie im Geschäft ihres Vertrauens zwar nicht den Mantel bekommen, wegen dem wir hinsollten. Aber sie hat eine schöne und vor allem molligwarme Daunenjacke gekauft, und einen Pulli, in den sie sich spontan verliebt hat. Und eine neue Jeans. Dass ich auch was gefunden habe muss ich wahrscheinlich nicht betonen …

Heute Nacht war sternklare Sternschnuppennacht. Kann man nach einem etwas sonderbaren Abend noch mehr genießen. Heute Vormittag haben wir schon eine schöne Runde durch glasklare Luft in den Hallertauer Wäldern gedreht, danach waren mein kleiner Bruder und seine Verlobte zu Besuch. Und eben hab ich eine zweite Sonnenrunde gedreht – und zum Abschluss des Wochenendes den Eisstockschützen beim Schieben der Stöcke zugeschaut und -gehört. Eine eigene Sprache – und sogar ein Stock ist kaputtgegangen. Da mussten alle Herren gleich ein „Stock-kaputt-Bier“ trinken …

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita

Hoffnungsschimmer [*.txt]

p1110590„Tempo, die Damen. Ich habe ein dringendes Bedürfnis – dass ihr euch immer noch alle „erst mal anziehen“ müsst. Haaaallllooo!!!! ICH – WILL – RAUS – JETZT.

Diese Warterei macht mich fertig, dabei drückt es mich, ah, etwas kann ich schon Dampf ablassen. Wenigstens. Aber das reicht noch nicht. Endlich. Jetzt muss ich es noch über die ganze Wiese schaffen, da darf ich ja nicht – mein Hoffnungsschimmer: das nächste Feld ist nur 100 Meter entfernt. Also lass ich die lästige Herde gleich mal den Hang runterrutschen. Ha, ha, ha – da purzeln sie hinter mir her.

Normalerweise mag ich ja gar nicht, wenn mir jemand zuschaut, aber heute mach ich für euch eine Ausnahme …

Hui, das hat gut getan. Was ihr euch jetzt schon wieder aufhaltet mit Tüte, um meinen großen Berg in den Abfall zu schmeißen. Phhhh. Weeeeiiiiter gehts, ich muss meine Herde mal etwas antreiben. Also loooooos, flott.

p1110491Schnee ist ja schön und gut, aber wo bitteschön sind meine Zapfen. Ich muss mich da jetzt mal durchwühlen, weil so ganz ohne Zapfen. Langweilig … Und jetzt ist auch noch die mit der großen Kamera dabei, die permanent stehen bleibt. Haaaalllllooo, weiter – ich bin der Chef dieses Spaziergangs.

Endlich ein Hoffnungsschimmer, sie sammeln Zapfen in einer Tüte. Äh, also, ihr könnt mir auch gerne schon welche werfen, ich bin schon soooo ungeduldig. Ha, hab einen. Die Tüte hat ein Loch. Herde, Tempo, ich zieh mal, damit wir endlich zu meiner Zapfenwiese kommen. Mir ist soooooo langweilig …

Endlich da: laufen, schnappen, suchen – laufen, schnappen, suchen – laufen, schnappen, suchen – laufen, schnappen, suchen – laufen, schnappen, suchen – und von vorne. Nochmal. Dieses Schneedings scheint meine begleitenden Frauchen sehr vom Werfen abzuhalten. Weiter, los, los, los.

Wie, schon Schluss? Also, wenn ihr schon schlapp macht, dann such ich mir eben selber noch ein paar Zapfen, selbst ist der Hund. Jawoll. Und wenn ich muss, werf ich mir die sogar. So. Da schaut ihr, was? 

p1110533Brrrr. Ich muss mir die Eisklumpen aus den Pfoten beißen. Kann kaum mehr laufen. Und jetzt hab ich mich sicher schon xmal im Schnee gewälzt, damit das kalte Zeug von meinen Barthaaren und von den Ohren verschwindet. Aber das wird und wird nicht besser.

Gut, ich habe einen Hoffnungsschimmer: zuhause wartet meine – eigens für mich gekaufte, superbequeme Matratze vor dem großen Westfenster auf mich. Da ists immer sooo schön warm. Da tau(ch) ich gleich ab — Määädels, Tempo, ich will jetzt heim. Was die immer mit schöner Wintersonne und so haben. Heim gehts …. wuff.“

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Der Ich-Erzähler dieses Beitrags zum ersten [*.txt]-Beitrag 2017 – das erste Wort lautet „Hoffnungsschimmer“ – ist Herr Frodo, mein großer Hunde-Spaziergehfreund, mit dem ich öfter mal durch die heimischen Wälder streifen darf. In Begleitung seines Frauchens. Ihm begegnen unterwegs viele Hoffnungsschimmer – uns auch, aber da er der Chef-Gassigeher ist hab ich die selbstverständlich ausgeblendet.