Schlagwort-Archive: garten

Sommerduft

Es scheint, als ob sich meine Geruchs-und Geschmacksnerven im letzten Jahr weiterentwickelt hätten? In jedem Fall nehme ich Düfte, Gerüche und Geschmäcker noch intensiver wahr, als das immer schon der Fall war. Besonders positiv ist das in diesen Wochen, denn ich kann an keiner noch so kleinen Blüte vorbeigehen, ohne ihren Duft ganz deutlich zu riechen. Manchmal fast zu viel in dieser Zeit, in der sich Regen und Sonnentage abwechseln. Das macht die unterschiedlichen Gerüche ja noch um ein zigfaches intensiver … Diesen Aspekt genieße ich aber unwahrscheinlich und wandle etwas langsamer auf meinen Wegen, weil es ja überall etwas zu erschnuppern gibt … Wald, Wiesen, Sträucher, Blüten, Gärten, gibt fast nichts, wo ich nicht so was von intensiv Geruchsknospen entdecke.

Und ja, wer fragen wollte: auch in die andere Richtung ist das Extrem deutlicher ausgeprägt Also auch die eher unangenehmen Geruchsentwicklungen nehme ich mehr wahr, also gewisse körperliche Absonderungen oder ähnliches. Aber: da ich ja nicht so übermäßig viel unter Leute gehe lässt sich das zum Glück etwas begrenzen 😉

Es ist Sommer

Und wann, wenn nicht jetzt, ist der richtige Zeitpunkt für eine ausgiebige Wasserschlacht? Keine Ahnung. Gestern haben sich in jedem Fall die beiden großen Nichten (angestachelt von ihrer Tante, meiner Schwägerin, der geliebten Ehefrau des „Opfers“) „spontan“ gedacht, dass sie ihren Onkel gepflegt im Plantschbecken untertauchen könnten … Am Ende war er zwar patschnass – aber alle beteiligten Mädels ebenso. Im Planschbecken war irgendwann kaum mehr Wasser, drumrum umso mehr – und zum Glück gabs da noch einen Wasserschlauch, sonst wär das viel zu schnell rum gewesen!!!

Ich hab „nur“ fotografiert, was gar nicht so einfach war, weil wir alle mindestens 30 Minuten soooo viel lachen mussten 😉 Gelernt: man muss nicht ans Meer, an den See oder eine große Reise machen: den Sommer haben wir, direkt vor der Haustür. Nichts wie mitten rein ins himmlisch schöne Sommergefühl …

Geburtstage feiern …

Wenn man so lang auf so viel verzichtet hat. Wenn man dann aber den so lang ersehnten eigenen Geburtstag in greifbarer Nähe hat. Wenn die Vorfreude von Tag zu Tag steigt. Wenn sowieso ein Besuch bei den Großeltern überfällig ist, weil Oma und Onkel ja auch Geburtstag haben … und überhaupt: wenn es einfach Zeit ist. Und dann auch noch die sinkenden Zahlen einfach stimmen. Dann kann man seinen 4. Geburtstag auch mehr als einmal feiern. Vorher. Am Geburtstag. Und danach auch noch.

Und so hat es Nichte 2.0 gehalten, sich über alles soooo sehr gefreut. Vielleicht tatsächlich noch ein ganz kleines bisschen mehr, weil, na ja, weil halt …

Leider konnte die sonst fürs Partyprogramm zuständige Tante nur bei der Familien-Vorfeier dabei sein. Das war aber auch schon ganz ok so. Wobei aktuell immer noch wichtiger ist, dass die Tante und der Onkel mit den Kuhweiden da sind, weil das sogar noch seltener und dadurch kostbarer ist… Insofern kann ich nur Beobachtungen aus 2. Hand weitergeben: 4 auch so um die 4 Jahre alte Mädels haben einen sonnigen Nachmittag im Garten verbracht. Es gab kein Gezicke, sehr viele strahlende Gesichter und ganz viel „oh, ist das schön, dass wir uns sehen!“

Und ganz viel Hoffnung ist da, auf einen gesunden Sommer, auf Kindergarten, auf Spielen mit Freunden im Garten und auf dem Spielplatz – weil es eben schon schön wär. Kann ich so was von gut verstehen …

Paula und das Wiesel: Vorlesegeschichten aus der Nachbarschaft

Heute hört Paula ganz fasziniert den Nachbarsmädels zu, die haben nämlich eine Video-Telefonkonferenz mit der Tante. Und da erzählt die doch, dass sie kürzlich bei einem Spaziergang von einem kleinen Tier so richtig geärgert worden ist, das jedes Mal, sobald sie die Kamera scharf hatte, wieselflink davongewetzt sei. „Stellt euch vor, kein einziges Bild hab ich scharf bekommen, dabei hätt ich euch zu gern gezeigt, wie lustig das bei dem winzigen Tierchen aussieht, oben schön braun, unten noch ganz weiß vom Winterkleid. Die Wiesel wechseln nämlich nach den Jahreszeiten ihre Fellfarbe – im Winter weiß wie der Schnee, das Jahr über braun – so können die sich immer gut verstecken.“

Paula denkt nach und grinst, denn wenn das Wiesel wirklich so flink ist, wie die Tante erzählt, dann bräuchte es eigentlich gar keine Tarnung. Das Hundemädchen trottet müde vom Zuhören davon und sucht sich ein schönes Sonnenplätzchen zum Schlafen. Als sie eben am Wegdösen ist muss sie kurz blinzeln und – was war das? War da was? War wohl nichts. Sie schüttelt sich und legt den Kopf auf die Pfoten. Als sie immer noch am Suchen nach der bequemsten Lage ist sieht sie wieder „etwas“ – ja, ganz deutlich, da hüpft etwas wieselflink in das Dickicht am Teich zurück. Paula überlegt – und während sie nachdenkt flitzt es jetzt ganz deutlich zu sehen in die andere Ecke des Gartens. Und zurück. Und auf die andere Seite. Und auf die Terrasse. Und wieder herunter. Und zurück ins Dickicht.

Paula lächelt. Da hat die Tante nicht übertrieben. Fast schneller als man schauen kann und schlau – und tatsächlich ist das kleine Wiesel obenrum fast braun, nur der Bauch blitzt weiß hervor. Paula freu sich, „ich hab schon spannende Mitbewohner. Kein Wunder, dass die Tante das nicht fotografieren konnte. Mal sehen, ob wir uns oft zu Gesicht bekommen und vielleicht ergibt sich ja mal ein Plausch? Ich würde mich freuen!“