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Fußball und so

Ich wiederhole einen Wunsch, den ich schon vor rund zwei Jahren mal in ähnlichem Kontext formuliert hatte: ich würde heute abend sehr gerne ein gutes und faires Spiel sehen. Und mich freuen, wenn ich der super-sympathischen deutschen Mannschaft auch Sonntag abend die Daumen drücken darf. Dann wär noch schön, wenns endlich mal wieder „müllert“, wenn wer auch immer „ins Finale“ stürmt, die Wade und damit die Defensive hält sowie genesene Knie das Mittelfeld stabilisieren, die Taktik der Trainer aufgeht. Und ganz klar: Morgen ist ein „Neuer“ Tag. Denn diese Sicherheit brauchen meine Nerven, das Spiel vom Wochenende hängt mir immer noch nach 🙂

Schneckentempo

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Heute war ein lahmer Baustellentag – ein bisschen geschuldet der Tatsache, dass ich gestern abend Partygirl gespielt habe und erst in den frühen Morgenstunden ins Bett gekrochen bin … Aber aktuell muss ja zu meiner Entschuldigung ohnehin der Putz trocknen, ich kann nicht streichen. Insofern ist so ein kleines bisschen Schneckentempo auch mal „nett“. Für den Abend wünsch ich mir ein schönes Spiel, gute Pässe, viele verwandelte Torchancen … und bitte bitte kein Schneckentempo auf dem Platz. Und auch wenig italienische Schwalben 🙂

Spruch zum Wochenende: Kritik

Ich möchte mich heute und auch in Zukunft nicht zum Brexit äußern, der mich gedanklich aber sehr beschäftigt. Deshalb ein kleiner Gedanke aus den vergangenen Tagen:

Ja, ich bin Gutmensch, habe tatsächlich aus dem Herzen heraus Mitleid, auch mit Superstars, die Millionen im Fußball verdienen. Die sich manchmal menschlich, öfter auch kindisch genannt, verhalten. In diesen Tagen sind selbst Couch-Potatoes nicht um ein vernichtendes Urteil verlegen. „Bringt keine Leistung“ ist da sicher noch eine sehr harmlose Variante der konstruktiven Kritik … Ich mag gute Fußballspiele, zittere oft mit. Und bin in meinen EM-Studios auch leidenschaftlich dabei, würde mir sicherlich öfter eine eierlegende Wollmilchsau aka verlässlicher Goalgetter wünschen. Und trotzdem hab ich Verständnis, dass es auch mal nicht klappt. Man(n) nicht mit dem Ergebnis zufrieden ist, ungläubig staunt, dass trotz des persönlichen Einsatzes kein Erfolg dabei rumkommt … Und mag den kleinen Herrn Götze, der zu Kritik den so treffenden und durchaus philosophischen Spruch „Mal ist man der Hund, mal ist man der Baum.“ gesprochen hat …

Das mit der EM

Eine kleine Randnotiz an diesem spielfreien Donnerstag zum Thema EM mit Kindern: Endlich laufen die Spiele der deutschen Nationalmannschaft zu einer Uhrzeit, zu der auch (meine Paten)kinder wachbleiben und schauen dürfen, ohne dass Schule bzw. Kindergarten (eigentlich ja die Laune der Mini-Fans) darunter leidet. Auch Patentanten schaffen es durch einen Termin in der Stadt ausnahmsweise und „endlich mal wieder, wir sehen dich viel zu selten!“, dabeizusein. Kurzer, aber wichtiger Exkurs: gemeinsame Fußballabende sind seit der WM2006 im eigenen Land mit Winzling Monsieur geschätzte Tradition. Insofern werde ich schon beim Eintreffen mit Spannung, Spaß und statt Schokolade Alben voll bunten Bildchen begrüßt. „Schau mal, mir fehlt nur noch der und der …“. Was für eine Freude, fast jedes Unternehmen hat irgendein Sammelheft auf den Markt gebracht, hab ich schon als Kind geliebt. Und wie wir anno dazumal kennen sowohl Mademoiselle als auch Monsieur samt den besuchenden Zwillingsfreunden jeden, also wirklich jeden Spieler. Nach einer kurzen Raubtierfütterung mit Wiener Würstl, Semmeln und gesunden Brotaufstrichen gehen alle in Position, natürlich muss noch das Outfit angepasst werden, Fahnen, Käppis, Shirts … Anpfiff. Die Zwillingsjungs machen es sich auf ihrem Papa bequem, das große Patenkind kuschelt sich an mich. Bis zum Tor gehts grade so, dann treiben ihn die vorhandenen Reste an den Tisch, immer wieder eine Semmel nach der anderen wird vertilgt. Das macht Bauchschmerzen. Egal ?!? Das Interesse für das Geschehen auf dem grünen Platz schwindet trotzdem von Minute zu Minute. Langweilig … Irgendwann bleiben die Erwachsenen zurück, die 4 eifrigsten Fans haben sich in ein Kinderzimmer zurückgezogen, spielen, tauschen noch mal Bilder aus, …

Die Papas amüsieren sich über weibliche Kommentare zum Spiel, das nach 90 Minuten dann auch vorbei ist. Die Zwillingsjungs sind müde, wollen heim. Und, wie ist es ausgegangen? „1:1“ kräht der ältere der zwei, „Nein, 1:0“ antwortet die Zwillingsmama. „Egal, hauptsache die Deutschen haben gewonnen“, urteilt fachkundig Monsieur 🙂