Schlagwort-Archive: frühling

Schneemanntag und Maulwurfshügel

… Und weit und breit nix, noch nicht mal Flocken. Schon etwas traurig für die Kids und kindgebliebene Erwachsene wie mich, dieser viel zu milde Winter hat bisher noch nicht genug Futter für alles, was im Schnee, und nur im Schnee Spaß macht, gebracht? Da stapfen die Kindergartenkinder mollig in Schneeanzüge verpackt durch braune Matsche, statt wunderbar pappigen weißen Schnee zu formen, Schneemann oder -Frau zu bauen, sich mit Pulverschnee zu beschmeißen, eine richtige Schneeballschlacht, sich einreiben, einen Schneeengel hinterlassen, Skulpturen oder einen Berg bauen … Da bleibt wirklich zu hoffen, dass es jetzt irgendwann losgeht? Mein Schweizer Patenkind rutscht beim Skikurs grad fast auf dem Gletscher rum, Schneemangel, auch in den Alpen … Echt schade, oder? Und heute ist auch noch der Welttag des Schneemanns – kann gar nicht gefeiert werden, außer Herr Schneemann vegetiert seit einem Jahr in irgendeiner Gefriertheke?
Wen der milde Winter zu freuen scheint sind die Maulwürfe, auf Wiesen, in Gärten überall frische Hügel. Und jetzt les ich grade, dass es dazu eine alte Bauernregel gibt: Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, bleibt der Winter bis zum Mai. Hm, also erst mal sollte er jetzt langsam mal kommen, der Herr Winter… Und bis Mai? Ohne Worte.

Frühlingsgefühle

Ich sinniere gerade vor mich hin, ob bei den Temperaturen Frühlingsgefühle aufkommen oder nicht? Aktuell höre ich rundrum nur: „Ich hab schlechte Laune.“ „Depressionen – wo man hinsieht.“ „Will weg in die Sonne, wenigstens ein paar Tage. Ne, besser nicht – sonst bin ich hinterher nur noch schlechter drauf.“ „Bin chronisch müde, wenns wenigstens warm wäre …“

Es scheint, als ob der nicht vorhandene Frühling alle, sagen wir es mal ganz diplomatisch, etwas negativ gelaunt macht? Milde Temperaturen gibts nicht, Sonne viel zu wenig – wie ist das denn nun mit den Frühlingsgefühlen: kommen die trotzdem Jahreszeitbedingt? Oder eben nicht? Beim Stöbern stolpere ich über diese Glosse in der Stuttgarter Zeitung: Bloß keine Frühlingsgefühle. Und grinse vor mich hin, denn: leicht gesagt, dass alle weniger motzen sollen. Stimmt auch, dass man sich selbst schließlich nicht ewig schimpfen hören kann. Nur: wenns jetzt noch nicht mal Frühlingsgefühle gibt, was hilft dann gegen dieses chronische Nichtvorhandensein von Frühlingsstimmung?

Weitergedacht: angenommen, es kommt tatsächlich kein Frühling mehr, wenig Sonne, dann dezimiert sich doch hoffentlich auch mein natürlicher Feind Nummer 1. Die liebliche Nacktschnecke, die sich – statt das Unkraut, das ich für sie stehenlasse – lieber an meinen köstlichen Kräutern und Erdbeeren sattfrisst. Und mich in den vergangenen Sommern zu einem erbitterten Jäger ohne eine Spur von Schneckenliebe gemacht hat. Diesen Gedanken hab ich auf der Suche nach den Frühlingsgefühlen auch in diesem Blogbeitrag gefunden, viel Spaß beim Lesen und Mitschmunzeln.

 

Spruch zum Wochenende: Frühlingsblumen

„Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters“ (Khalil Gibran)

…weils irgendwie so schön passt – und (m)einer stillen Hoffnung Ausdruck verleiht:

Noch nicht ganz Frühling im Wald, aber bald
Noch nicht ganz Frühling im Wald, aber bald – copyright by meinesichtderwelt

 

Frühlingsgedichte

Ich bin eben über zwei wunderschöne Gedichte/Kindergedichte von Annette Andersen gestolpert: „Frühlings Wunderwelt“ und „Lob auf den Frühling“.

Frühling, du darfst gerne kommen. Ich freu mich auf dich. Auf Sonne, auf blühende Blumen, endlich wieder Farben satt, auf duftende Natur, Kinderlachen im Garten, auf die Wunder des Wachsens, auf Vogelzwitschern, steigende Temperaturen, draußen sein – einfach auf die Frühlings-Wunderwelt!