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PC-Doc

Seit dem Wochenende ist mein Lieblings-Laptop bei einem Spezialisten, ein richtig cooler Typ, lange Haare, Pferdeschwanz, Ramones-T-Shirt, sah aus, als ob er damals mit den Jungs in der Garage mal eben angefangen hätte, an Festplatten zu schrauben. Ich hege die stille Hoffnung, dass der ihn wieder zum Laufen bekommt. Eventuell tuts ja schon ein neuer Akku? Meine Daumen sind gedrückt. Feste xxx

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Ansonsten genieße ich den Traum-Frühlings-Montag. Hab sehr viel Energie, die sich am liebsten durch die Sonne bewegen würde. Die Gedanken im Kopf schlagen Rad, machen Purzelbäume, flattern von Blume zu Blume. Und richtig: tue mich etwas schwer, konzentriert zu arbeiten 😉

Erinnerungstag

Wir gehen in meiner Familie „gut“ mit unserem Verlust um. Sprechen, tauschen Erinnerungen lebendig aus, sind offen, lachen oft gemeinsam. In der Ecke des Küchentisches steht ein Bild meiner verstorbenen Schwester. Sie ist jung gestorben, aber wir behalten sie in unserer Mitte – ein Stück weit lebendig. Für uns ist das normal, es gehört zu unserem Leben. Für Außenstehende mag es manchmal sonderbar anmuten. Da ich selbst mit gelebter Erinnerung schon immer besser klarkomme, als mit Totschweigen, kann ich auf Irritation in solchen Situationen gut eingehen. Und ich habe bislang niemanden erlebt, der nach Erklärung gar nicht damit umgehen konnte. Im Gegenteil.
Heute ist ihr Geburtstag, 35 Jahre wäre sie geworden. Ich stelle mir nie die Frage, wie sie heute wohl wäre. Tief in mir drin bin ich überzeugt, dass sie sich nicht sehr verändert hätte. Natürlich wäre sie 15 Jahre älter, aber ihr Wesen, ihr so liebevoller Charakter, hätte sich einfach mit ihr und den Jahren weiterentwickelt. Wo und wie sie leben würde, das hätte sich aus ihren Erlebnissen in diesen 15 Jahren ergeben.
Jeder in unserer Familie hat seine eigene Verlustgeschichte, irgendwie haben wir es trotzdem gemeinsam geschafft, ihren Tod zu verarbeiten. Und daraus haben wir familiäre Traditionen gebildet. Zu denen auch der unkomplizierte Umgang mit Erinnerungstagen gehört, also Geburtstag und Todestag.
Insofern hab ich heute morgen eine frühlingshafte Autofahrt durch die Heimat gemacht, um bei ihrer alten Freundin, die mittlerweile einen süßen, kleinen Laden betreibt, ein paar Blümchen zu besorgen. Dieses Jahr passend zum Wetter einen kunterbunten Frühlingsstrauß. Den meine Mama am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein zum Grab gebracht und an der besten Stelle platziert hat. Auf dem Friedhof trifft sie immer jemanden zum Ratschen, sie fühlt sich dort wohl, kümmert sich liebevoll um die Grabgestaltung. Das hilft ihr und meinem Vater.
Wir Geschwister haben andere Wege. Jeder so, wie er es am besten findet. Genau wie sie sich immer einen eigenen Weg gesucht hat. Sie war besonders. Nicht nur für mich. Auch ein Grund, warum wir sie niemals totschweigen werden.

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„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.“
(Astrid Lindgren)

Tagesbeobachtungen

Was für ein schöner frühlingshafter Tag war das heute? Auch wenn mein Kopf gerne Winter hätte, heute hat der Deutsche Wetterdienst verkündet, dass es dieses Jahr nix mehr wird. Meine Beobachtungen des Tages unterstützen das:

– heute morgen hab ich ganze Scharen von Zugvögeln in den Norden fliegen sehen. Wo sie den Sommer verbringen werden …

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– in der Mittagspause waren die Menschen am See in frühlingshaften Outfits unterwegs. Die Kinder bevölkern den Spielplatz, fahren Fahrrad, sitzen sogar schon wieder im Sand. Auf dem Rückweg Hab ich einen Vorgarten voll Blumenwiese entdeckt …

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– zum ersten Mal seit 3 Monaten hab ich das Büro verlassen und es war noch hell. Ok, das liegt auch daran, dass ich heute EINMAL pünktlich Schluss gemacht hab. Ist aber ein gutes Gefühl, morgens und abends Sonnenlicht zu haben. Tut gut.

Na gut, dann wird’s eben Frühling. Und das ist ja neben Sommer, Herbst und Winter auch meine liebste Jahreszeit 😉

Schneemanntag und Maulwurfshügel

… Und weit und breit nix, noch nicht mal Flocken. Schon etwas traurig für die Kids und kindgebliebene Erwachsene wie mich, dieser viel zu milde Winter hat bisher noch nicht genug Futter für alles, was im Schnee, und nur im Schnee Spaß macht, gebracht? Da stapfen die Kindergartenkinder mollig in Schneeanzüge verpackt durch braune Matsche, statt wunderbar pappigen weißen Schnee zu formen, Schneemann oder -Frau zu bauen, sich mit Pulverschnee zu beschmeißen, eine richtige Schneeballschlacht, sich einreiben, einen Schneeengel hinterlassen, Skulpturen oder einen Berg bauen … Da bleibt wirklich zu hoffen, dass es jetzt irgendwann losgeht? Mein Schweizer Patenkind rutscht beim Skikurs grad fast auf dem Gletscher rum, Schneemangel, auch in den Alpen … Echt schade, oder? Und heute ist auch noch der Welttag des Schneemanns – kann gar nicht gefeiert werden, außer Herr Schneemann vegetiert seit einem Jahr in irgendeiner Gefriertheke?
Wen der milde Winter zu freuen scheint sind die Maulwürfe, auf Wiesen, in Gärten überall frische Hügel. Und jetzt les ich grade, dass es dazu eine alte Bauernregel gibt: Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, bleibt der Winter bis zum Mai. Hm, also erst mal sollte er jetzt langsam mal kommen, der Herr Winter… Und bis Mai? Ohne Worte.