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Worüber ich mich freue

Um mich herum bemerke ich so viel kreativen Umgang mit dem ja eigentlich gar nicht Lockdown. Damit meine ich eben nicht die Verstöße dagegen, sondern das, was eben erlaubt ist.

So haben sich Bekannte, die sich monatelang „eingesperrt“ gefühlt haben, Langlaufskier und Tourenski gekauft, die sie sich bislang irgendwo in den Alpen geliehen haben – und machen das jetzt zu Hause. Andere kennen mittlerweile alle Holledauer Hügel, die sich zum Skifahren eignen. Ich beobachte Freundinnenpaare, die sich mit zwei Autos an einem Parkplatz treffen, um ausgerüstet mit einer gut gefüllten Thermoskanne und ein paar Stücken Kuchen schöne Wege bis zu einem schönen Flecken zu gehen. So ersetzen sie den bislang üblichen Kaffeeklatsch. Hab auch schon Herren mit Bier auf abgelegenen Bänken sitzen sehen. Ich kann gar nicht zählen, wieviel nur in meinem engsten Umfeld in den zapfigkalten Tagen mit Eisformationen experimentiert haben, ich und so viele mehr mit meinen Seifenblasen, Eis-Gugelhupfs, gefrorene Blüten, Teelichter in Schnee-Arrangements, da war wirklich viel geboten. Und so viele entdecken die schönen Plätze in der eigenen Umgebung – und posten da genauso schöne Aufnahmen wie sonst aus den Urlaubs-Hotspots weltweit … ja, darüber freue ich mich.

Sonntagsfreude: „Mein“ Weihnachtsbaum

Weihnachten 1995 hab ich Post bekommen, meine kleinen Freundinnen aus der Fidel-Zeit haben mir Grüße, Wünsche, Karten und kleine Überraschungen geschickt. Darunter ein sehr liebevoll-selbstgebastelter Weihnachtsbaum. Der seitdem an meiner Pinnwand hing. Und mich jedes Mal, wenn ich ihn betrachtete, an die große und vor allem so unerwartete Freude erinnerte. Durch den Umbau war die Bastelarbeit unauffindbar, ich hatte mich fast damit angefunden, dass sie für immer verschwunden war. Kürzlich haben mein Bruder und ich etwas auf dem Dachboden gesucht, dabei hab ich „meinen“ alten Weihnachtsbaum entdeckt. Der seitdem einen Ehrenplatz hat, mit einer Lichterkette beleuchtet wird und sogar einen Weihnachtsmann und Kugeln hat er bekommen. Ein bisschen darf er noch hängen, dann wird er mit in die Kisten mit Weihnachtsdekoration verpackt und darf mich ab sofort wieder jährlich zu Weihnachten überraschen. Ich freu mich drauf.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“