Schlagwort-Archive: freizeit

Sonntagsfreude: Messezeit

Diese Woche ist mir aufgefallen: meine Messezeit hat sich verändert. War klar, aber das, was sich ändert, ist nicht einfach nur der Zeitraum. Es ist auch der zeitliche Aufwand, den ich investieren muss. In meinem früheren beruflichen Leben war Weihnachten, und dann war bis März Messezeit. Für die eine, alles umfassende Messe im Jahr. In meinem neuen beruflichen Leben beginnt die Messezeit im November und endet im Mai – ja, die letzte Woche war vorbereitungsintensiv, denn ich werde die kommenden Tage auf der Messe sein. Aber das war jetzt gerade mal eine Woche, trotzdem bin ich abends – zwar etwas später – nach Hause gekommen. Und es waren für den Umfang „normale“ Arbeitszeiten. Und „normaler“ Aufwand. Manchmal bin ich eben noch dankbarer für meine – für mich immer noch neue – Umwelt.

Die Nichten haben trotzdem Zeitlang und quengeln, schließlich haben sie mich schon ewig nicht mehr gesehen. Also planen „wir“ jetzt schon mal das nächste Mädelswochenende. Mein Argument, dass man mir evtl. ein paar freie Tage zur Erholung nach dem Messewahnsinn gönnen möge? Wurde zwar zähneknirschend gehört, ob akzeptiert? Mal sehen. Bis dahin trainieren die beiden. Schließlich läuft im TV Skispringen. Da sind sie wie der Rest meiner Familie große Fans. Und wie einst meine Geschwister – iiiich war natürlich viiiiel zu erwachsen für so was – haben sie sich im Wohnzimmer eine weitläufige Skisprungschanze gebaut und springen fleißig miiiiiiit 😉

Spruch zum Wochenende: Letzter Schultag

Heute haben die schulpflichtigen Patenkinder ihre Zeugnisse bekommen – und jetzt ist sie endlich da, die langersehnte heißgeliebte Ferienzeit. Hurra.

Dazu hab ich einen passenden Spruch von Stefan Rogal gefunden: „Durch drei Monate Ferien bleibt gewährleistet, dass Kinder in der Schule Gelerntes auf jeden Fall wieder vergessen.“ In meinem Fall hat die Auszeit immer sehr nachgeholfen, vor allem den Lernstoff der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer in Nichts aufzulösen, und mit meinem Latein wars auch immer rasend schnell zu Ende … 😉

Tantenpflichten

Die große Nichte macht in den Pfingstferien einen Reitkurs. Blöd nur, dass sie grad bezüglich Motzen und doofem Verhalten eine nennen wir es mal Attitüde hat, die ihre Eltern ihrer 7jährigen nicht durchgehen lassen. Und ihre Mama deshalb nicht wie vermutet nur gedroht hat, sondern sie tatsächlich konsequent nicht zum Reitkurs fährt.

Praktisch ist es dann aus Nichtenblickwinkel durchaus, wenn die Tante Zeitressourcen hat, über die sie zur Ferienzeit quasi frei verfügen kann. Also mit einer tatsächlich netten Bitte und vielen vielen Liebesschwüren. Mir gegenüber passt ihr Verhalten, insofern mach ich gern Fahrdienst. Und in dem üppigen Zeitfenster dazwischen unternehmen Nichte 2.0 und wir zwei erwachseneren Mädels was miteinander. Tolles Ferienprogramm für klein und groß. Und das bei tollem Sommerwetter, Herz, was willst du mehr?

Sonntagsfreude: Urlaubsgefühle


Ich muss schon etwas grinsen, denn das schlechte Gewissen, gekündigt zu haben und immer noch nicht zu wissen, wie es weitergeht – das bleibt seit Tagen aus. Ich habe die letzten Tage und Wochen – endlich mal wieder – viele Menschen getroffen, und merke: ich habe aufgehört, „es“ zu erklären. Sondern gebe einfach nur noch den Status Quo weiter. Und dass es mir damit gut geht, muss ich nicht mehr erklären. Man sieht es mir an. Schon in den ersten Urlaubstagen meinte eine Freundin: „Du siehst aus, als ob dir eine Riesenlast von den Schultern genommen wurde – du gehst wieder viel aufrechter und unbelasteter …“


Das zieht sich durch. Und ich nutze meine Zeit, es laufen Bewerbungen, ich führe Gespräche. Dazu sehe ich Freunde, die ich lange nicht getroffen habe. Ich kümmere mich um mich, tue, was ich lang nicht geschafft habe, verbringe Zeit auf dem Stadt-Balkon und im Garten auf dem Land, lese Bücher, genieße meinen Urlaub dahoam …


Und daneben entsteht gerade eine kleine Idee, aus ein paar Gedanken ist ein Konzept geworden, das ich als ersten Entwurf aufs Papier bringe. So richtig nichts tue ich also nicht, aber es ist meine Form von Auszeit – und es tut mir gut und fühlt sich deshalb richtig an.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“