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Sonntagsfreude: Spontan

Für dieses Wochenende hab ich spontan ganz viel Ich-Zeit geplant. Extra-viel, weil die letzten Wochen gefühlt immer Menschen um mich waren. Und wir wissen alle, manche bringen Energie, viele kosten mich Energie. Und dann darf ich ohne Verpflichtungen auch mal ganz spontan tun, was mir guttut. Zum Beispiel nach langer Zeit ungestört mit der Kamera durch den Garten stromern – zufällige Passanten Lächeln, lachen oder schütteln den Kopf, wenn sie mich da liegend, meine Position um Millimeter verändernd ausbalanciere … – Im Fokus: Blüten, Knospen, Bienen, Farben, Natur. Himmlisch ist das Spektakel, das sich jedes Jahr auf unserer Erde ganz unauffällig, aber so wohltuend vor uns ausbreitet. Also Augen auf und hingeschaut.

Einen schönen Sonntag wünsch ich euch.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Musik am Mittwoch: Bussi Baby

Herr Luther, der uns den gestrigen freien Tag geschenkt hat, soll zu seinen Lebzeiten vor 500 Jahren gesagt haben: „Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht.“ Stimme ich uneingeschränkt zu.

Als ich noch Ferien hatte

Was früher die Ferien waren ist heute der Urlaub? Seh ich nicht ganz so, denn schon mal allein 6 Wochen Sommerferien machen meinen gesamten Jahresurlaub aus. Dazu hatte ich als Schülerin ja noch mal je zwei Wochen zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten … Ja, ich vermisse manchmal dieses Gefühl von mehr freier Zeit. Was mir an ein paar freien Tagen aber noch viel mehr auffällt: ich hätte gern mal wieder nichts vor. Einfach in den Tag hinein abhängen, keine Verabredungen, Erledigungen und Pflichten. Nichts zu tun, einfach mal so richtig langweilen. Kein Buch, das gelesen werden will, kein Arztbesuch, den ich am freien Tag mache, weil es sonst zu sehr stresst, kein Gerümpel, das sich durch die Renovierung angesammelt hat und mal entsorgt werden will, keine Ausflüge, keine Verpflichtungen, … Hab’s gestern versucht, hab mir so fest vorgenommen, nichts zu tun, hat morgens mit noch mal im Bett umdrehen immerhin ein kleines bisschen geklappt, das seh ich als Erfolg. Danach kam mir dieses Erwachsenending dazwischen: könnte hier ein bisschen geputzt werden, da ein paar Maschinen Wäsche machen, aufhängen, verräumen … Aber immerhin hatte ich auch etwas Zeit, den Schmetterlingen beim sich-Sonnen zuzuschauen. Und ich hab die Teenager-Kuh-Rasselbande auf der Weide und ihre Gruppendynamik studiert. Das ist zugegeben etwas, das mir als Kind gar nicht so aufgefallen wäre. Und ich hab ja noch ein paar Tage, um nichts zu tun 😉

Und weil so viele über den Sommer und das Wetter jammern habe ich mich mal erinnert, an früher, an die Ferien meiner Kindheit und Jugendzeit. Und da ist mir ein Sommer eingefallen, in dem es ähnlich warm wie dieses Jahr war, nur war es sogar permanent drückend schwül. So erlebten wir täglich oft mehr als ein Gewitter. Und das, wo wir doch am liebsten im Freibad abhingen, natürlich mit dem Fahrrad. Einmal hat es uns an einem Nachmittag sogar zweimal erwischt, für mich besonders schlimm, denn die neuen Espadrilles waren für die Regengüsse nicht geeignet, hab ich direkt wegschmeißen müssen, die nassen Sohlen wurden steinhart. Ein paar Tage später hat uns ein Gewitter sogar so heftig überrascht, dass meine Mutter meinen Vater im Auto ausschickte, uns abzuholen – die Räder blieben stehen ….

Sonntagsfreude: Frei

Ich habe 4 Tage am Stück frei – im Sinne von: es ist Sonntag morgen und es liegt noch das ganze Wochenende vor mir, denn morgen ist in Bayern Feiertag. 4 Tage, in denen ich durchaus irgendwas mache, denn das Gerüst ist weg, auch das Haus ist endlich wieder frei. Ich muss nicht mehr auf mehrere Meter Höhe, darf mit festem Boden unter den Füßen „rumgschafteln“. Tatsächlich habe ich die letzten Tage festgestellt, dass es die Arbeit im Job ist, die stresst, die mich müde macht. Die Arbeiten auf der Baustelle tun eher gut, sind vielleicht körperlich anstrengend, aber im Verhältnis befreiend. Nach einem Tag auf dem Bau bin ich auch erschöpft, aber anders. Trotzdem, mein Körper braucht aktuell mehr Ruhe, als sonst. Und die gönne ich mir. Außer heute Nacht, ich musste leider surrende kleine Biester jagen, die mich stechen und aussaugen wollten. Nicht mit mir, und die Tatsache, dass um halb 4 dann wirklich Nummer 13 erlegt war, ist nur so zu erklären, dass ich die beiden Nächte davor so tief und fest geschlafen habe, dass ich zu wach for nervendes Jucken war. Und ja, so viele passen in (m)ein kleines Schlafzimmer …

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.