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Der Buchhändler ihres Vertrauens 

Es gibt diese Abende im Freundeskreis, die sich aller Vorfreude wert erweisen. An denen gemeinsam geschlemmt, getrunken, gelacht und genossen wird. Manchmal aber noch viel mehr. Kürzlich durften wir zu viert einen Abend beim kleinen Italiener in der Nachbarschaft genießen. Hier geht’s chaotisch zu, aber das Ambiente ist stimmungsvoll, man kennt sich und das Essen ist köstlich. Ein kleiner Geheimtipp, hierherzukommen. An einem großen Tisch drinnen sitzen mindestens 10 fröhliche Mädels aller Altersklassen. Unser reservierter Platz ist damit belegt. Macht nix, es ist eine erste laue Sommernacht, wir bleiben vor der Tür. Zwei Mädels erscheinen zum Rauchen, schon vorher ist uns das angeregte Tuscheln aufgefallen. Jetzt lächelt die hübsche Blonde unseren Freund an und stellt ihn der Freundin als „Buchhändler meines Vertrauens“ vor. Er errötet, in der Hinsicht ist er – übrigens schon seitdem ich ihn vor 20 Jahren kennen lernen durfte – sehr schüchtern. Ich hab später „beherzt“ ein ganz klitzekleines bisschen eingegriffen. Und am Ende eines unglaublichen Abends haben sich die beiden  – immerhin – mit einem verlegenen Grinsen, einem flüsternden „bis bald“ und sogar einer kleinen Umarmung verabschiedet. Hach. Das hat den ohnehin wundervollen Abend noch perfekter gemacht – und ich muss ergänzen: da war noch nicht abzusehen, dass wir noch weiterziehen, es noch lustiger wurde und wir wirklich erst im Morgengrauen auseinander gehen sollten. Aber auch das war wertvoll und darf nicht unwiederholt bleiben, weil wir langsam in dieses Alter  kommen, indem so eine Nacht eine Woche „Schlecht-Beieinander“-Sein nach sich zieht … Insofern: auf baldiges Wiedersehen!

Spruch zum Wochenende: Mann / Frau

„Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann. Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau.“
(Margaret Thatcher)

Das lass ich mal so stehen – und wünsche euch ein schönes Wochenende, an dem ich viel zu tun und wenig zu sagen habe 🙂

Klischees von Männern und Frau’n

Herrlich – auch wenn ihr vielleicht nicht jedes Wort versteht: Monika Gruber über das vieldiskutierte Thema: Mann und Frau. Ohne Punkt und Komma. Oder was auch immer. „Als Frau bist du moralisch immer auf der sicheren Seite. … Als Mann kannst du heutzutage nur verlieren.“ Aha?

#Wasanderswäre

Bin bei Wolke Rosa über ein nachdenkliches Blogstöckchen gestolpert, die Geschichte dazu lest ihr am besten direkt dort nach. Nach dem Lesen fing das Gedankenkarussel an – und deshalb mach ich hier weiter. Ich finde es ja prinzipiell spannend, über völlig aburde, da unmögliche, Dinge zu philosophieren. Deshalb: los gehts –

Was wäre anders in deinem Leben, in deinem Alltag, wenn du ein Mann wärst?
Mein Papa hätte einen erstgeborenen Sohn gehabt, das hätte so im dörflich-bayrischen Leben der 70er schon etwas an seinem Ansehen verändert. Ob wir 5 Kinder wären wage ich zu bezweifeln, meine Mutter wollte zwar viele Kinder, aber war ja schon so, dass nach 3 Mädels unbedingt noch ein Bub hergemusst hat. Jetzt war ich nie sehr damenhaft, im Gegenteil: wollte seit ich mich erinnern kann lieber ein Junge sein. Meine Kindheits-Freunde wären also wahrscheinlich die gleichen Jungs aus der Nachbarschaft gewesen. Hm, ob ich auch schon mit 9 verliebt gewesen wäre? Mein erster Kuss, ja, der wäre definitiv anders gewesen, denn ich wäre der unerfahrene Junge gewesen, dem seine Freunde vorher erzählt hätten, dass man mit der Zunge möglichst wild im Mund gegenüber herumrühren solle. Ansonsten wär ich wahrscheinlich ein äußerst mittelmäßiger Fußballer geworden, hätte genauso wenig gewusst, was ich mal werden will – alles reine Spekulation.

Was tust du nur deshalb, weil du eine Frau bist?
Ich beantworte die Frage, warum ich keine Kinder habe. Das ist glaube ich echt so ein Frauending? Also ich weiß nicht, ob die Frage auch so häufig an Männer gestellt wird? In jedem Fall bekomme ich sie regelmäßig zu hören – und statt einfach lächelnd „Weil es so ist“ zu sagen gebe ich Antworten, versuche es begreiflich zu machen. Wissend, dass es meine Entscheidung ist, und deshalb niemand anderen zu interessieren hat …

Was tust du nicht / welche Dinge lässt du lieber, weil du eine Frau bist?
Eigentlich nichts, ich hatte mal eine Phase mit hohen Hacken, das lass ich aber seit meinem Bänderriss schön wieder sein:-)

Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt?
Ich gehe nicht gerne shoppen, im Gegenteil. Bin fast nie geschminkt oder zurechtgemacht, laufe aber noch lange nicht schlampig herum. Und was mich richtig nervt, ist, dass ich als weiblicher Single „einfach zu wählerisch“ bin, mich für was Besseres halte … Gehts noch?

Erzähle von einer Situation, in der du bemerkt hast, dass es von Vorteil ist, zur Gruppe der Frauen zu gehören.

Ich habe mein Studium als Bedienung finanziert und definitiv spendiert man(n) einer weiblichen Bedienung Trinkgeld

Gibt es Situationen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt?

Das ist doch immer sehr vom eigenen Blickwinkel und der Einstellung abhängig? Wenn ich mich selbst über mein Frau-/Mannsein definieren möchte, dann wird auch meine Umgebung auf mich als Frau/Mann reagieren? Oder eben nicht.