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Spruch zum Wochenende: Geschichten

„Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen – Erwachsenen, damit sie aufwachen.“ (Jorge Bucay)

Irgendwie sehr treffend, sich in diesen Tag Gedanken über „Geschichten“ zu machen. Ist eine Geschichte fiktiv, also erfunden, oder ist der Inhalt wahr? Warum erzählt jemand diese Geschichte? Hat er das selbsterlebt? Hat er die Geschichte bereits schon erzählt bekommen? Stimmen alle Fakten? Was ist wirklich passiert und was wurde dazuerfunden? Was wurde dem chronlogischen Erzählstrang hinzugefügt, damit es mehr Wirkung erzielt? Hat derjenige, der die Geschichte weiterverbreitet, selbst alle Fakten geprüft? Oder verlässt er sich auf andere? Wie ist das heute mit dem Recherchieren? Fragen über Fragen. Eine ehrliche Geschichte gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn die Antworten auf gestellte Fragen die Aussage noch unterstreichen. Oder es ist, als ob man Märchen erzählt …

Spruch zum Wochenende: Fragen

Irgendwie läuft der Straßenverkehr gerade gefühlt nicht wie sonst? Deshalb seien mir ein paar Fragen erlaubt:

Wenn ich in einer 30er-Zone „etwas“ schneller als erlaubt fahre: warum muss mich dann ein Opelfahrer hupend und aufblendend überholen?

Wenn ich an einer roten Ampel ohne Grünpfeil für Rechtsabbieger warte, warum muss der Golf hinter mir Hupen und Lichthupen, um mich dann zu überholen und bei Rot über die Ampel zu fahren (und dabei einen vollbesetzten Bus schneiden)?

Wenn ich einen LKW rechts abbiegen lasse, warum meint dann der im Gegenverkehr wartende Linksabbieger, mich schneiden zu müssen/können?

Wenn ich im Stau stehe und die Gelegenheit nutze, über Freisprechanlage mit der besten Freundin zu telefonieren, warum muss der vor mir einen Vogel zeigen?

Meine Antwort für das bevorstehende Wochenende: Lächeln. Denn: „Wir lächeln alle in der gleichen Sprache.“ (Anynomus)

Und damit das jetzt nicht so alleine steht eine nette Begegebenheit von meinem täglichen Arbeitsweg: ein netter Busfahrer hier am Ammersee nutzt seine Busbeschriftung öfter mal für motivierende Botschaften, habe mich schon vielfach über sein „GRINS“ gefreut, heute morgen fand ich toll, dass er auf seinen Fahrten auf das herrschende „SCHNEETREIBEN“ aufmerksam macht. Ich hab ihn angelächelt …

Verstehen [*.txt]

Mit dem Verstehen ist es so eine Sache – denn zum Verstehen braucht es gemeinsame Grundlagen. Das identische Verstehen von Sprache zum Beispiel, die Bedeutung oder auch Interpretation von Wörtern. Von Sätzen. Von einer Aussage.

Einer sagt: „Es geht mir gut.“ Der andere versteht: ich fühle mich wohl. Ich bin gesund. Ich bin mit mir und meinem Leben zufrieden. Es geht so …

Einer sagt: „Ich habe viel zu tun.“ Der andere versteht: ich habe zu viel zu tun. Ich habe keine Zeit.  Ich mag nicht. Mir fällt gerade keine Ausrede ein, aber ich habe keine Lust …

Einer sagt:“Ich melde mich bei dir.“ Der andere versteht: du hörst von mir. Ich rufe dich bald an. Ich melde mich später bei dir. Du hörst noch heute von mir. Ich brauche Zeit, bevor ich mich bei dir melde. Ich melde mich irgendwann bei dir, gerade hat alles andere Vorrang …

Einer sagt: „Es geht mir nicht gut.“ Der andere versteht: Ich habe Probleme. Ich brauche Hilfe. Ich brauche dich. Ich möchte gerne, dass du mir zuhörst. Anderen geht es besser als mir. Ich bin krank. Ich fühle mich nicht gut …

Kommunikation setzt, sofern es sich nicht um ein Selbstgespräch handelt, immer voraus, dass man sich unterhält, also rückfragt, wenn man nicht versteht.

Manchmal versteht das Herz, die Seele, mehr, als der Verstand jemals erfassen kann.

Manchmal verstehen die Augen, eine aufmerksame Beobachtung so viel mehr, als Worte jemals erklären könnten.

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Ein verspäteter Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 13. Wort lautet „Verstehen“.

10 x Sommerfreude

Es ist Juli – und ich freu mich so, vor allem darauf:

  • Als verkürzte Wartezeit bis zur nächsten Landshuter Hochzeit 2017 ist ab heute Abend Burgfest auf der Trausnitz – ich mittendrin unterm Vollmond
  • Unser langjähriger Organist feiert 50jähriges Jubiläum – ein Fest mit vielen alten Freunden und bestimmt der ein oder anderen Erinnerung
  • Die bezaubernde Nichte debütiert – als brave Tante geh ich also ins Ballet
  • Tollwood läuft, den ersten Abend hab ich schon erlebt und freu mich auf viel mehr davon
  • Biergartenbesuche, laue Abende, draußen sitzen, meinen Balkon genießen
  • Fortschritte auf der Baustelle, nach dem Beton ist vor dem Estrich
  • Das große Patenkind und ich besuchen unser erstes gemeinsames Konzert: Münchner Sommernachtstraum mit Feuerwerk
  • Grillabende
  • Anschwimmen – war dieses Jahr noch nicht im See
  • Vielleicht schaff ich doch noch mal ein paar Stunden im Liegestuhl im Garten, meine Beine sind so farblos ….

Bine wills wissen und fragt, worauf wir uns in diesem Sommer freuen. Und, ihr so?