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Projekt ABC #F wie Frühling

Um mich herum macht sich gefühlt die Ungeduld breit. Das Warten auf den Frühling wirkt in diesem Frühjahr 2021 anders, gewaltiger. Jeder – mich eingeschlossen – sehnt sich nach Draußenzeit, Frischluft, dem „Ausschlagen der Bäume“. Es gibt das schöne Lied „Veronika, der Lenz ist da …“. Da war also auch früher schon viel Hoffnung in dieser Jahreszeit des sich entwickelnden Jahreskreislaufs. Ich persönlich freu mich auf die Explosion der Natur, alles wie immer, aber vielleicht spüren wir alle ein kleines bisschen mehr die wohltuende Wirkung des Neubeginns …

Danke für den schönen Schreibimpuls an den Wortmann.

Eine kleine Geschichte

So süß, was meine Arbeitskollegin mit ihrer – wenn ich mich recht erinnere – 7jährigen Nachbarin erlebt, deshalb wird das hier mal festgehalten:

meine Kollegin hat immer schon ein Herz für und deshalb eine Menge Katzen. Eine davon ist aus Stoff, heißt Trudy und darf eigentlich ein äußerst geruhsames Leben auf der Couch verbringen. Seitdem das quirlige Nachbarsmädchen sie dort entdeckt hat darf das Sofatier aber auch öfter mal raus, mit in die Nachbarschaft und dort kleine Abenteuer erleben. Jedes Mal sehr spannend, was der Stofftiger dort erlebt, das muss sie ihrem Frauchen dann jedes Mal ins Ohr flüstern – was beim Nachbarsmädchen für große staunende Augen sorgt.

Kürzlich durfte Trudy sogar bei ihrer kleinen Freundin über Nacht bleiben. Weil die nämlich zwei Wochen in den Urlaub fährt und „wir uns dann ja richtig lang nicht sehen.“ Beim Zurückbringen hat Trudy ihrem Frauchen aber ins Ohr geflüstert, dass sie zu gerne mit in den Urlaub kommen würde. Und wisst ihr was, da ist sie jetzt. Natürlich schicken die zwei Reisenden dem Frauchen täglich ein Foto, auf dem Trudy richtig dolle Abenteuer erlebt. Also am Strand, bei den Surfern. Und so.

Zu süß. Bin schon gespannt, ob sie jemals wieder auf ihr langweiliges Sofaplätzchen ziehen mag, oder ob sie jetzt die kommenden wilden Jahre mit dem demnächst Nachbars-Teenager verbringen wird? 😉

Spruch zum Wochenende: Alle Tage

„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Das wäre auch mein Plan, damit sind die Tage doch schon ganz gut mit Inhalt befüllt? Und was soll ich sagen: mit etwas Überlegen und einer zeitgemäßen Interpretation: klappt bei mir gefühlt täglich 🙏

Und dann hab ich quasi in letzter Minute noch eine kleine, wichtige Erinnerung: auch wenn es schon heute ist: ich lese vor! Und nicht nur heute, sondern so oft es geht. Du auch? 😉

Worte zur Wiesnzeit

Ich hab festgestellt, dass es mich in den letzten Jahren immer weniger aufs Oktoberfest zieht. Und das, obwohl ich dort so viele bezaubernde Motive fürs Fotografenherzerl finden dürfte. Mal sehen, ob ich dieses Jahr eine kleine Runde drehen werde, wie jetzt schon traditionell eher auf der Oidn Wiesn und draußen herum. In die Zelte und vor allem zum Feiern zieht es mich weniger. Und da stolpere ich über diesen immer noch aktuellen Poetry Slam, ja, da find ich mich gedanklich wieder: