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Garten-Kino

Der Garten im neuen Zuhause der Nichten ist der Hit, wenns um tierische Beobachtungen geht. Die zur Familie gehörenden Hasen sind zwischenzeitlich ins ausbruchsichere Winterdomizil umgezogen – und auch die Hornissen scheinen ihr Vogelhaus bereits verlassen zu haben. Weiterhin leben die beiden Igel im hinteren Gartenbereich, wo ihnen die bezaubernde Nichte eine Vielzahl von Unterschlupfmöglichkeiten aufgeschichtet hat.

Vor allem Vögel aller Größen und Gattungen bereichern das Entertainmentprogramm rund ums Haus. Dazu gehören diebische Elstern ebenso wie trällernde Amseln oder freche Spatzen. Hin und wieder schauen auch Tauben vorbei.

Am Wochenende hab ich jetzt eine ganz aufgeregte Nachricht bekommen, Sonntag haben die Damen während des Mittagessens sogar ein Eisvogel an der Vogeltränke erspäht – selbst wenn’s „nur“ ein sehr ähnlich aussehender Bienenfresser war, sensationell, was da an natürlichem Kino-Programm auf der anderen Seite des Fenster geboten wird?!

Fotos gibts nicht von dem seltenen Besucher, auf ein kindlich-lautes „Booh“ reagieren tierische Protagonisten doch recht eindeutig mit Flucht woandershin 🤔😊😉

Ein Hauch von Sommer

Statt in Schwimmbad, See oder zumindest im kühlen Schatten verbring ich meine Sommer-Tage im Büro. Auch bei Temperaturen um die 30 Grad. Und da schwurbelt es im Kopf, anstatt dass strukturierte Gedanken rauskommen. Heute war eine Pause mit der lieben Kollegin am See drin, einfach, weil es sein musste, wir wenigstens etwas Schatten gebraucht haben, plus Frischluft. Gerade kühle ich ab, sitze auf dem Balkon und lausche. Unglaublich, wieviele Grillen hier mitten in der Stadt zirpen. Die Fenster sind weit geöffnet, damit ein Hauch von Sommer durchwehen kann, frische Abendluft rein, abgestandene Hitze raus. Ach, Sommer, du fühlst dich gut an. Kannst du nicht noch etwas bleiben? Auch mal für ein paar Tage, oder so?

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (5)

Ich habe einen Mitfahrer. Seit kurzem, ich vermute, seit letzter Woche. Da ist er – oder vielleicht auch sie – mir zum ersten Mal aufgefallen. Noch als Teil der Gruppe, die Mittwoch oder  Donnerstagabend die offene Autotür als Einladung missverstanden hatte. Ich konnte schnell eine Taktik mit geöffneten Fenstern entwickeln, die geholfen hat, alle ungebetenen Gäste wieder loszuwerden. Bis auf den einen. Der gestern, vollkommen unerwartet, einen Angriff auf mich gestartet hat. Natürlich während der Fahrt. Und immer wieder aus dem Hinterhalt zugestochen hat, überall. Wenn ich ihn entdeckt habe, hab ich natürlich zugeschlagen, wollte ihn schließlich nicht weiter an mich rankommen lassen. Was für ein doofer Mitfahrer. Fast wäre er schuld gewesen, dass ich mitten auf der Autobahn an einer Fahrbahnverengung einen sehr gewagten Schlenker gemacht habe … Bislang hätte ich ja gelacht, wenn ich irgendwo gelesen hätte: Unfallursache Mücke. Nach gestern abend habe ich meine Meinung geändert: mein Mitfahrer ist mehr als hartnäckig und ausdauernd. Ich habe dutzende juckende Stellen davongetragen – und als ich angehalten habe, um mich zur Wehr zu setzen hat er sich feige versteckt. Da half dann nur, die letzten Kilometer mit weit geöffneten Fenstern zu fahren, das hält ihn in Schach …

Das mit der Hitze

Das war ein heißer Tag heute, als Kind hätte ich den vermutlich im und ums Planschbecken verbracht? Als Jugendliche hab ich mich bei solchen Temperaturen morgens in den Bikini geworfen und einen Tag auf der Liege „gegrillt“. Ganze Tage in der prallen Sonne, zwischendurch mal kurz ins Wasser, aber eigentlich nur, um danach weiterzu“bräunen“. Das pack ich seit Jahren gar nicht mehr, am See oder im Schwimmbad verziehe ich mich auf einen Schattenplatz. Oder schwimme. Im Garten bleib ich ebenfalls unter den Bäumen. Oder bleibe so wie heute auch in der prallen Mittagshitze einfach im Haus. Ja, so ändern sich die Zeiten? Gerade genieße ich den lauen Sommerabend, an schlafen ist – obwohl ich nach zwei viel  zu langen Feiernächten echt durch wäre – bei den Temperaturen noch nicht zu denken. Hab alle Fernster und Türen auf und hoffe auf etwas Abkühlung. Solang sitz ich im Garten und genieße den Sommer: höre den Nachbarn zu, die dasselbe tun. Rieche den Grill, der gegenüber zum zweiten Mal heute angeworfen wird. Schaue in den Himmel – und denke mal zur Abwechslung nichts. Schön.