Schlagwort-Archive: feiertag

Münchner Balkongeschichten

Den Feiertag heute hab ich nach einer schönen Vormittags-Hunde-Gassirunde an der Schlossmauer auf meinem Balkon verbracht. Hatte mich auf dem Heimweg zum ersten Mal seit langem mit aktuellem Lesestoff an der Tankstelle meines Vertrauens eingedeckt. Das erwartetete Lesevergnügen blieb spätestens beim neuen, als so ganz anders positionierten Frauenmagazin dann leider aus – dafür wurde es um mich rum „nett“:

Die neue Nachbarin führte unüberhörbar ein Mutter-Tochtergespräch, ihre Frau Mutter ist mit ganz vielem in der Wohnung nicht einverstanden, da und da und da …. muss dringend nachgebessert werden. Und Punkt.

Darüber hat sich das junge Paar gegenüber erst köstlich amüsiert. Ehe er irgendwann meinte, da hätte die Mutter durchaus recht, das würd ihn auch stören, seit sie eingezogen sind. Da hat sie ihm dann aber mal gehörig gesagt, dass sie das jetzt richtig uncool findet. Darauf haben sich die beiden gefetzt – und wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Nach zwei ruhigen Srunden begann dann im Nachbarsgarten geschäftiges Treiben. Seit 5 traf Familie nach Familie ein. Gefühlt mindestens 10 Kinder, die meisten noch Babies. Das wa der Zeitpunkt, an dem meine tollen Kopfhörer zum Einsatz kamen. Die sorgen dafür, dass ich von den Geräuschen nichts mitbekomme.

Die hat meine Nachbarin gegenüber leider nicht, sie sitzt jetzt seit einer Stunde etwas angespannt. Ihr Balkon liegt auch recht offen zum Lärm … Sie hofft, wie ich, dass die Kleinkinder jetzt bald mal nach Hause müssen. Und wir einen ruhigen Feiertagsausklang draußen verbringen dürfen …

Sonntagsfreude: Familie

Zum Muttertag haben wir unserer Mama eine große Menge Dreck beschert, nicht bösartig, sondern fast der ganze Außenputz ist jetzt von den Hausmauern geschlagen. Das ist auch für sie eine Menge Arbeit, aber ich vermute, ihr war es mit am wichtigsten, dass die Fassade irgendwann wieder im neuen Glanz erstrahlt? Und ich hoffe, dass sie die Fenster nicht wirklich heute am Muttertag putzen wird … Rund um den Vatertag haben wir meinem Papa damit viel Tüftelarbeit beschert. Er musste den Traktor mit der Kanzel so rangieren, dass jeder Zentimeter der Hauswand erwischt werden konnte. Gut, zwischenzeitlich hatte diese Aufgabe für ihn auch meditativeAspekte, wenn die anderen Putz geschlagen haben soll er beim Dösen am Lenkrad beobachtet worden sein.  Und gestern haben wir einen großen Teil Bauschutt aufgeladen. Ich staune, wie er mit seinen Ü70 Schaufel für Schaufel für Schaufel schafft. Ich bin sehr an meine Leistungsgrenze gekommen … Das größte Lob gilt den beiden Brüdern, die mit schwerem Elektrogerät im wahrsten Wortsinn bis zur Erschöpfung mit Nasenbluten und an die Schmutzgrenze geschuftet haben. Von wegen: der Putz fällt von selbst. Das waren einzelne Stellen, die ja auch ausgebessert worden sind. Im Gegenteil, ein paar kleine besonders hartnäckige Flecken gibt’s noch, sonst haben wir erst mal viel Dreck gemacht. Ein Dankeschön auch an die geduldigen Nachbarn. Witzig, auch die standen gestern ganz fasziniert im Hof und haben sich ganz genau angeschaut, was da alles im Mauerwerk steckt. Auch die zugemauerten alten Fensterlaibungen. Ja, hätten wir das gewusst, dass die alle so gut erhalten sind, hätten wir vielleicht wirklich über andere Fenster nachdenken können? 😊

Mehr Sonntagsfreuden sammelt Rita.

Das mit der Wahrnehmung

Habt ihr auch so besondere Tage, die nur für euch einen Eintrag im Kalender verdienen würden? Ich zum Beipiel feiere meinen eigenen kleinen Frühlingsbeginn immer an dem Tag, an dem zum ersten Mal der Duft von Flieder in der Luft hängt. Und das war gestern. So kam es, dass ich mit einem glückseligen Lächeln in die S-Bahn eingestiegen bin. Das konnte nicht mal der S-Bahn-Fahrer, der gestern wohl eher einen Grantel-Tag hatte, mit seinem genervten Gemotze vertreiben … Im Gegenteil. Schön sind sie, meine eigenen kleinen Feiertage.

Spruch zum Wochenende: Gelassenheit

20140704-093140-34300415.jpgHeute ist Freitag, Brückentag nach dem gestrigen Feiertag, ich bin in der Arbeit. Alles an mir sehnt sich nach draußen, nach Stunden in der Sonne, nach all dem, was man bei Traumwetter so tun oder eben nicht tun möchte …

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Reinhold Niebuhr)

Hilft etwas, der Spruch zum Wochenende – und seit gestern abend picke ich mir die schönen Gedanken heraus, also den Arbeitsweg vorbei an blühenden Mohnfeldern, die Vorfreude auf die Mittagspause am See, den Heimweg durch den Sommerabend. Und merke gerade: klappt – also fast. Der Blick aus dem Fenster ist nur leider von drinnen 😉

Euch allen ein schönes Wochenende, genießt es – ob mit oder ohne Brückentag ☀