Schlagwort-Archive: feiern

#Sonntagsfreude – Geburtstage feiern

Alle feiern Geburtstag, meine Mama, mein Bruder, meine Tante, meine liebe Nachbarin – und die Brigitte, die feiert auch. Also hab ich mich von der Zeitschrift inspirieren lassen und meiner Familie eine 3stöckige Torte gebacken. Nach diesem Rezept.
Allen, die daran gezweifelt hätten, sei gesagt: hab ich auch. Das Bild beweist: ich kann’s. Und die investierte Arbeitszeit sagt mir deutlich: beim nächsten Mal lieber wieder einfach nur lecker Kuchen, eine Stunde sollte reichen. Hab alles in allem mit Einkaufen bestimmt 7 Stunden investiert … Und weniger zeitintensiver Kuchen schmeckt auch. Meine Sonntagsfreude: jetzt gibts Geburtstagskaffee mit Torte. Und danach eine Runde Erholung für die Zuckerbäckerfee 😉

20140525-140531-50731330.jpg

Mehr Sonntagsfreuden könnt ihr <a href=“http://hier nachlesen.

Kann man auf der Wiesn nüchtern sein und Spaß haben?

Diese Frage höre ich Jahr für Jahr. Manchmal trinke ich aus Höflichkeit mit, weil Menschen schier nicht fassen können, warum sonst man auf die Wiesn gehen sollte, als sich zu betrinken. In meinem Fall kann ich sagen: mir schmeckt Bier nicht, ich trinke generell eher selten, mein Verlangen nach Alkohol ist sehr klein. Auch außerhalb der Wiesnzeiten gehe ich nicht mit der Absicht los, mich – um mal Jugendsprache zu verwenden – wegzuschütten. Warum genau sollte ich also auf der Wiesn trinken? Weil das die meisten anderen Besucher tun? Kein guter Grund, wie ich finde. Da es mir weder Spaß macht noch ich immer das tue, was andere tun oder von mir erwarten: ich bleibe meistens nüchtern. Und hab riesig viel Spaß.

Mir gefällt das Oktoberfest, ich beobachte viel, singe und tanze gern, flirte viel, genieße die Stimmung, schmunzle, lächle die meiste Zeit. Und wo sonst gibt es die Gelegenheit, über die kleinen Unfälle anderer Menschen so aus vollem Herzen zu lachen? Die haben sich über Stunden zulaufen lassen, voll Absicht, wenn sie dann restlos betrunken einschlafen, vom Tisch fallen, torkeln, stolpern, dann lache ich sie gerne aus. Das ist nicht böse gemeint, aber es sieht einfach meistens soooo lustig aus. Und sie tun sich ja nicht weh dabei, oder spüren es zumindest nicht 😉

Klar werden viele Wiesnhits gespielt, klar ist nicht jeder Titel mein Geschmack, klar gibt es nettere Umgebungen, um zu feiern. Aber darum geht’s nicht: es ist Wiesnzeit. Klar ist es anstrengend, wenn man sich Betrunkene vom Hals halten muss, klar wird’s irgendwann schwierig mit der Kommunikation, klar bekomme ich auch die unschönen Seiten mit, sehe viel, was ich nicht sehen will. Aber: ich bin nüchtern, ich kann gehen, wann und wie ich will. Manchmal könnte sich eh keiner erinnern, ob ich mich verabschiedet hab. Und manchmal bleib ich trotzdem, weil ich Spaß habe, auch wenn keiner mehr was davon mitbekommt. Und ich bin sicher, da bin ich nicht der einzige Wiesnbesucher, der das gerne nüchtern mitmacht. Weil auch das Spaß machen kann 🙂

Meine alte Freundin, die Diskokugel

An diesem Wochenende hat meine alte Kindergartenfreundin ihren Geburtstag gemeinsam mit ihrem Mann gefeiert. Die beiden sind beinahe gleich alt, knapp 20 Tage Unterschied. Im Telefonat eine Woche vorher hatte sie schon prophezeit: es wird bestimmt spiegelglatt oder total verschneit. So wars dann auch, was die Anreise – sagen wir mal – zumindest erschwert hat. Also auch meine, ich hab auch kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, abzusagen. Weil so im bayerischen Hinterland, mit den kleinen Straßen, Hügeln, überall Verwehungen … Mit 20 konnte uns das Wetter nicht davon abhalten, überall dahin zu kommen, wo wir hinwollten. Hm, selbst ich werde älter , … egal, ich hab mich trotzdem auf den Weg gemacht, es war stellenweise ganz schön glatt, aber ich bin heil angekommen.

Die Party fand ganz gediegenen, wunderschön dekorierten Raum statt. Nach draußen sanftes Licht, große Fenster, alles also gut einsehbar, sehl hell und einladend. Die beiden Geburtstagskinder standen zur Begrüßung in einem Meer von Sektkelchen, haben wirklich jeden Gast persönlich begrüßt. Im Raum dann 3 lange Tischreihen, sauber aneinandergereiht. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich innerlich schon auf einen langen, langweiligen Abend eingestellt habe, denn die anderen Gäste, die bereits brav Platz genommen hatten, und die Raumaufteilung hat eben schon eine gewisse, nennen wir es mal so, konservative Signalwirkung.

Zum Glück hab ich sie dann entdeckt: mitten im Raum, genau über der mittleren Tischreihe, funkelte und glänzte meine alte Freundin, die Diskokugel. Ich musste also nur das Essen und die anschließenden Stunden überstehen, bis das gesetztere Publikum sich verabschiedet hat – und dann wars wieder meine Welt: an der Bar, mit guter Musik, mit richtig netten Menschen, mit toller Stimmung.

Und am Ende bin ich wieder mal viel zu spät nach Hause gekommen (geschlittert, denn es war in den Morgenstunden dann tatsächlich spiegel-spiegel-glatt), nach einem Abend voll ganz außergewöhnlich schöner Überraschungen: ein tolles Gespäch mit einem seelenverwandten Musiker, eine wunderbare Wiederbegegnung mit der Cousine meiner Kindergartenfreundin, die eigentlich auf Mallorca lebt, aber gerade zu Besuch war, und das Kennenlernen des neuen Lebenspartners einer alten Bekannten, die sich für die Liebe und damit gegen Zuhause entschieden hat. Und jetzt in Tirol glücklich ist! Und dazwischen waren einfach so viele funkelnde, glänzende Augenblicke, so viele Momentaufnahmen, so viel Lachen, so viel Genuss, so viel Spaß. Ich freu mich immer noch, dass ich nicht abgesagt habe und dass ich mitgefeiert habe, denn vor allem die Stunden nach Mitternacht haben wir alle (auch und vor allem meine Kindergartenfreundin samt Ehemann) mit unserer gemeinsamen alten Freundin, der Diskokugel, einfach nur abgefeiert, wie in alten Zeiten! Bis zum nächsten Mal 🙂