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Short Stories: Tradition

Dezember – das Jahr geht zu Ende, die Tage sind kurz (auch wenn der kürzeste Tag endlich hinter uns liegt!!!), oft wird die Zeit knapp. Noch so viel, was zu erledigen wäre … Mit den Berufsjahren habe ich mir angewöhnt, mich auszuklinken, keinen Druck aufzubauen. Das „perfekte“ Geschenk belastet nur. Stattdessen gehe ich traditionell am 24. vormittags Geschenke kaufen. Ich kann mich noch zu gut an den Ursprung dieses Brauchtums erinnern: den Vorabend hat ein Christkindlmarktbesuch mit meinen Cousins und ein paar Freunden eingeläutet, es wurde eine sehr lange Feiernacht. Am nächsten Morgen musste ich mein Auto in der Stadt abholen – zwei wahre Gentlemen haben mich an einem tiefwinterlich und vor allem bitterkalten Dezembermorgen zwar hingefahren, freikratzen musste ich das komplett zugefrorene Fahrzeug aber selbst… Und weil ich danach wach war habe ich tiefenentspannt alle Einkäufe erledigt. In den Geschäften gut gelaunte Verkäufer und nette Menschen, keine Hetze, keine Eile, kein Stress. Das habe ich seitdem so gehalten – wir schenken uns in der Familie traditionell nur Kleinigkeiten, insofern ist es leicht, für jeden an einem Vormittag etwas zu finden, was ihm gefällt. Das Feiern am 23. heißt übrigens noch heute Familienfest, obwohl es eigentlich eine nette Freunde-Runde ist. Dabei war ich leider die letzten Jahre nicht so konsequent, möchte aber auch diese Tradition in diesem Jahr wieder beleben, denn: war schon immer gut so und soll es auch bleiben.

In diesem Monat fragen Andrea und BineTradition. Habt Ihr welche? Was darf im Dezember auf gar keinen Fall fehlen, ausfallen, anders sein? Erzählt mal!

Glück g’habt

Meine letzten 24 Stunden, frei interpretiert nach einem Liedtext von Schmidbauer und Kälberer (wer mag, kann hier das Original nachlesen):

Glück ghabt, in den letzten Tagen Papas Geburtstag gebührend und sehr ausgiebig gefeiert.
Glück ghabt, wunderschöne Erinnerungen und Bilder im Kopf.
Glück ghabt, gestern abend noch nett mit der Familie zusammengesessen und einen Moment gemeinsam nachgespürt.
Pech ghabt, Auto überhitzt im Stau, Standstreifen, Panne.

Glück ghabt, ich hab nette Begleitung dabei.
Glück ghabt, wir nutzen die Zeit zum Bilderschauen.
Glück ghabt, irgendwann kommt endlich der ADAC.
Pech ghabt, er kann nicht zaubern, wir werden abgeschleppt – mein Auto steht jetzt einsam bei einer Vertragswerkstatt.
(er hat uns mitten in der Nacht im Niemandsland noch nicht mal zu einer Haltestelle gefahren … die Heimfahrt mit Taxi und Öffentlichen war ein Graus und sauspät wars auch!)

Glück ghabt, die Werkstatt meines Vertrauens, die den kleinen Franzosen in und auswendig kennt, kümmert sich jetzt um alles. Und sogar Riesen-Glück, denn da ich immer brav warten lasse holen die mein Auto kostenlos ab, reparieren und es kostet wahrscheinlich/hoffentlich nicht ganz so viel.

Vom ADAC war ich heute nacht leider nicht begeistert, 2 vollbepackte Mädels nach Mitternacht in einem menschenleeren Gewerbegebiet auf ein Taxi verweisen? Ich hab mich schlau gemacht: er muss uns natürlich nicht weiterhelfen. Aber für mich als basis-hilfsbereiter Mensch ist sein Verhalten schlicht nicht nachvollziehbar. Egal: alles in allem bin ich jetzt erst mal der Meinung, dass sich alles gut fügen wird.

Sommermärchen 2014

So, der 4. Stern ist da. Das Dreamteam Deutsche Fußballnationalmannschaft hat ihn sich geholt, hat das Sommermärchen, das 2006 mit den Worten „Es war einmal im eigenen Land“ anfing, zu Ende geschrieben. Es ist die Erfüllung eines Kindheitstraums. Nicht wenige aus meiner Generation haben sich gestern ganz bestimmt erinnert, was sie beim Endspiel 1990 erlebt haben. Die Älteren wissen vielleicht noch, wie es war, 1974 oder 1954 Weltmeister geworden zu sein? Und glaubt man diesem Artikel, dann gehören die großen Fußballmomente zur Kette der Erinnerungen, die unser Leben ausmachen! Ein irres Gefühl, heute ist jeder müde, glücklich, hat gefeiert oder auch nicht … Was war da die letzten Wochen eigentlich los? Glaubt man den Medien, dann haben sich Trainer und Berater den Millionen Coaches und Experten im Land gebeugt, was Aufstellung anging. Glaubt man den Medien, dann hat ein Ex-Kapitän dem aktuellen Kapitän Ego-Vorwürfe gemacht. Glaubt man den Medien, dann hat es gemüllert, Manu wurde zum Libero, Mertesacker und Klose wurden jeder auf seine Weise legendär, Schweinsteiger hat geblutet, Super-Mario hat die WM entschieden – und Poldi haben wir legendäre Bilder zu verdanken.

Bei einem Blick zurück wird schnell klar: das bleibt. Alles andere gerät zum Glück schnell in Vergessenheit. Hinter spektakulären Schlagzeilen und Titelbildern von heute verschwindet morgen ein Spiel oder sogar ein Team. Das scheint so ok zu sein, denn offensichtlich hat es diese spezielle Mannschaft nicht auseinander gebracht. Im Gegenteil. Im Vorfeld des Finales war ich fast schon erschrocken, wie sehr die argentinische Nationalspieler auf Messi reduziert wurden. Und in den vergangenen Wochen habe ich einmal mehr genossen, dass es bei Interviews kein Bashing gegeneinander gab, am Ende haben alle gemeinsam, mit Höhen und Tiefen etwas geschafft, was seit 1990 keine deutsche Nationalelf mehr konnte: eine Weltmeisterschaft gewonnen. Dazu gehört jeder einzelne Nationalspieler, jeder Betreuer, ob auf dem Rasen oder auf der Bank. Die haben sich so gefreut – und auch mal geschimpft. Wie es eben ist, alles ganz normal, einfach menschlich.

Und keine Frage: der 12. Mann stand gestern spätestens in den letzten 7 Minuten der Verlängerung geschlossen hinter der Mannschaftsleistung. Heute sind „wir“ alle Weltmeister und sagen Danke. Mal sehen, ob sich dieses wunderbare Gefühl in die Verlängerung und Vorfreude auf die nächsten Spiele übertragen lässt. In diesem Sinne: Glückwunsch und Dankeschön, ich hab mich einfach nur gefreut, das miterleben zu dürfen! Und wer sich die ganze WM in 4 Minuten anschauen möchte dem empfehle ich dieses Video – ganz schön viel Emotion!

#Sonntagsfreude – Geburtstage feiern

Alle feiern Geburtstag, meine Mama, mein Bruder, meine Tante, meine liebe Nachbarin – und die Brigitte, die feiert auch. Also hab ich mich von der Zeitschrift inspirieren lassen und meiner Familie eine 3stöckige Torte gebacken. Nach diesem Rezept.
Allen, die daran gezweifelt hätten, sei gesagt: hab ich auch. Das Bild beweist: ich kann’s. Und die investierte Arbeitszeit sagt mir deutlich: beim nächsten Mal lieber wieder einfach nur lecker Kuchen, eine Stunde sollte reichen. Hab alles in allem mit Einkaufen bestimmt 7 Stunden investiert … Und weniger zeitintensiver Kuchen schmeckt auch. Meine Sonntagsfreude: jetzt gibts Geburtstagskaffee mit Torte. Und danach eine Runde Erholung für die Zuckerbäckerfee 😉

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