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Mittagspause am See

Es gibt diese Tage, an denen man mit den ganzen lieben Kollegen zur Mittagspause ins Restaurant geht. Ein Tisch beim Italiener ist reserviert, mit freiem Blick einmal über den kompletten Ammersee. Die Sonne scheint, der Himmel strahlt weiß-blau, ein laues Lüftchen weht, die Temperatur ist angenehm … Dann wird die Pause zelebriert, mit gutem Essen, guten Gesprächen – und immer wieder schweift der Blick ab, gleitet über den in allen Farbnuancen schillernden See, die unterschiedlichen Boote, die Seevögel. Und beobachtet die Menschen am See, die entweder ganz langsam oder ganz schnell ins doch kalte Wasser springen … Was hab ich diese Stunden heute genossen!

Warum man das nicht öfter macht? Kann ich euch sagen: weil es hinterher so gut wie unmöglich ist, sich wieder auf die Aufgaben zu konzentrieren. Man möchte einfach nur wieder raus, weiter auf den See schauen, und das „dolce far niente“ genießen ….

Und warum es davon kein Foto gibt kann ich auch  beantworten: weil ich offline war, vollkommen ohne iPhone. Sogar ohne Kamera 😉

Abendhimmel-Phänomen

Ich arbeite jetzt seit knapp 2 Monaten am schönen Ammersee – und beobachte hier ein Phänomen, das ich, geboren, aufgewachsen und lebend im Voralpenland, sonst noch nirgendwo so intensiv wahrgenommen geschwiege denn überhaupt bemerkt habe. Vielleicht hat jemand eine Erklärung für mich? Fast täglich zur Dämmerung gibt es für einen kurzen, mittlerweile sehr kostbaren Moment einen Lichtspot auf das Ostufer. Kloster Andechs leuchtet dann regelrecht mythisch auf, erscheint wie ein gleißend weißer Punkt. Das bewaldete Ufer strahlt in vielen Facetten von Rot-, Rosa-, Brauntönen. Aus dem Norden schiebt sich eine Wolkenwand, meist ganz in Grau in Richtung Berge vor. Dazwischen ist bis zur Spitze des – heute mal fast überdeutlich sichtbaren Alpenkamms -fast jede Farbschattierung zu sehen. Das ist kein leuchtend roter Abendhimmel, es ist aber auch kein winziges Farblicht, sondern es bewegt sich irgendwo dazwischen. Blau, Weiß, Rosa, hellblau, Rot, Lila, Pink, Gelb, Grau, Grün. Dabei leuchtet der See in ganz irren Farbschattierungen zwischen Schwarz und Blau und Grün.

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Alles ganz schön schön.

 

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Zum Anschauen.

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Beim Fotografieren lässt es sich leider von meinem Bürofenster aus nicht wirklich einfangen. Ich probiers fast täglich, aber bislang trifft das Resultat nie die Realität, die ich mit meinen leuchtenden Augen bewundere. Schade eigentlich.

Bin wie gesagt über jeden Erklärungsansatz dankbar, denn so richtig finde ich dazu nichts im wörldweiwebb?

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Farbiger Tag

Was war das heute für ein farbenfroher bunter Tag? Ich hoffe, ihr wart alle draußen und habt diese traumhaften Farben genossen? Schon beim ersten Blick heute morgen – war ziemlich früh, ich bin immer noch krank, huste  morgens meistens irgendwann so, dass ich davon dummerweise aufwache … – war ich einfach nur fasziniert, konnte mich an den Farben kaum sattsehen. Die Sonne, ein glühender Ball inmitten von verschiedensten Rottönen, fein abgestimmt mit orangenen und den ersten warmen Gelbtönen. Im Lauf des Vormittags dann das warme Strahlen der Sone, das die Welt eigentlich immer in etwas ganz Besonderes verwandelt? Wenn das so zum Fenster reinscheint taucht es auch die Zimmer, das Haus, jeden Raum in etwas ganz besonderes, verändert die Welt auch innen von Minute zu Minute.

Und den Nachmittag hab ich zwar wieder zum Teil verschlafen, aber das was ich gesehen habe, war schlicht TOLL: ein ganz feiner Schleier über der Landschaft, aber satter blauer Himmel, und darunter die eigentlich karge Winterlandschaft, die trotzdem in vielen Farben erstrahlt. Ich war ganz fasziniert, das sich vor allem am späten Nachmittag im beginnenden Abendrot die komplette Alpenkette abgezeichnet hat. Ganz deutlich sogar. Und wie schon die letzten Tage war das Abendrot nicht ein Farbton, sondern irre viele unterschiedliche Nuancen – an Tagen wie heute müsste man Maler sein? Oder zumindest die Kamera permanent im Anschlag haben, um  jeden Farbton einzufangen?

Obwohl: manchmal probier ich das ja aus und ganz oft stelle ich fest, dass die Natur es doch um Klassen schöner gezeigt hat. Also besser beide Augen auf und jeden Augenblick ganz tief in die Seele aufsaugen.