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Mischen [*.txt]

Manchmal wär ich gern Maler, würde das, was mein Auge sieht und mein Herz fühlt, als Kunstwerk auf eine Leinwand bringen, würde die Farben im genau richtigen Verhältnis mischen, mit dem Pinsel sowohl fein als auch facettenreich zeichnen, mit meinen Händen Neues, Großes, Einzigartiges erschaffen …

Oder mit verschiedenen Materialien experimentieren, Holz und Stahl, Stoff und Ton, Stein und Leder, Lehm und Plastik … Die wilde Mischung machts.

Manchmal wär ich gern Zauberer, der Wirklichkeit und Phantasie kombiniert. Für das Auge unsichtbar vermischt er durch kleine Tricks das, was wir sehen wollen, es aber nicht wahrnehmen können. Und begeistert uns, versetzt uns in Staunen.

Oder ein Koch, der seine Zutaten im richtigen Verhältnis auswählt, durch die richtige Mischung verführt er uns, gewährt unserem Gaumen eine Geschmacksexplosion. Verschafft uns einen unvergleichlichen Genussmoment.

Manchmal würde ich gerne das perfekte Mixtape aufnehmen, Musik auswählen, meine Stimmungen und Gefühle zu einem Gesamtkunstwerk arrangieren. Oder noch besser selbst komponieren …

Oder als Schreiber die richtigen Formulierungen finden, eine treffende Mischung aus Idee und Spannungsbogen, eine prägnante Reihenfolge kombiniert mit Wortwitz, so dass eine lesbare Geschichte draus wird …


Schreiben – lesen – konTXTualisieren: das 4. Wort im kreativen Schreibprojekt Projekt.txt für 2018 lautet: Mischen.

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Ich sehe was, was du nicht siehst

Ich frage mich zur Zeit öfter, ob wir, also die bezaubernde Nichte und ich, in späteren Jahren auch noch so begeistert „Ich sehe was, was du nicht siehst …“ spielen werden? Irgendwie hab ich den Eindruck, dass, was ich früher gerne als probates Mittel gegen Langeweile ins Spiel gebracht habe, immer mehr und immer lieber von ihr eingesetzt wird. Damit ich mich nicht langweile? Auf alle Fälle entdecken wir beide durch die Augen der Spielpartnerin immer wieder Dinge, über die wir sonst wohl hinweg gesehen hätten …

Auf meinem Weg

… es ist Sommer. Die Sonne scheint von morgens bis abends über den üppigen Feldern, alles grünt, unterschiedliche Nuancen, von saftig bis trocken. Alles schimmert, weich, gelbe Sprenkel. Darüber der Himmel. Sommer, Gefühle, Durchatmen, Freiheit.

… vor dem buddhistischen Tempel an der großen Straße eine Begegnung, eine Prozession. Ganz vorne wandelt der Mönch, schillernd orange. Ihm folgen in weiß gekleidete Menschen. Einer nach dem anderen. Sie folgen seinem Weg, dem Friedensweg. Über ihnen schweben die landenden Flugzeuge, aus aller Welt.

… am Horizont zeichnen sich deutlich die Berge ab, die ganze nördliche Alpenkette strahlt in den Himmel hinein. Vorne die Kulisse der Weltstadt mit Herz, der Olympiaturm, die Frauenkirche, … Oder ein See. Oder eine Bilderbuchlandschaft. Ein schöner Ort. Eine schöne Stimmung.

Der Weg ist das Ziel. Es fühlt sich gut und richtig an, auf der Welt und achtsam zu sein, wertschätzend mit dem Leben umzugehen.

Sonntagsfreude: Ostern

Die Fastenzeit ist beendet – und damit auch mein Projekt „Digital Detox“. So richtig konsequent war ich nicht wirklich, auf Instagram beispielsweise sogar aktiver als sonst so … aber gut, isso. Und es war so oft der Wunsch in mir, „das“ aufzuschreiben, „das“ festzuhalten. 

Deshalb heute die kleine Geschichte vom doppelten Ostereierfärben 2017: der erste Versuch am Mittwoch hat wunderschöne Farben auf dummerweise wachsweichen Eiern (das mit dem Eier auf dem Holzofen kochen lassen wir dann also mal wieder …) gebracht.


Ergo mussten die möglichst schnell weg. Hat bei der bezaubernden Nichte sogar zu einem tränenreichen Anruf geführt.

Deshalb wurde gestern unter vollem Familieneinsatz nachgefärbt. Und wieder mit Blüten verziert.

Et voila, die gibt’s heute zum Osterbrunch.

Und der Osterhase ist schon seit gestern im Einsatz, der arme Kerl hat aber auch zu tun …

Euch allen ein frohes Osterfest mit einem braven Osterhasen 🐇🥚🐣🐥 und erholsame freie Tage 

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.