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Sonntagsfreude: Familienspaß

Manches „muss“ etwas trotz Pause für die Ewigkeit festgehalten werden: mein Papa und ich haben heute die kurende Mutter besucht. Alles sehr entspannt, denn die Tochter fährt, der Vater gibt die Wegeanweisungen. Der Besuch im Kurbetrieb verläuft sehr ruhig, beim Rausgehen treffen wir die Nachbarn, stimm: deren Schwester bzw. Tante teilte sich schon das Taxi bei der Hinfahrt. Nach einem kurzen Ratsch treten alle die Heimreise an, es läuft gut. Wir fahren in einen Ort, plötzlich brüllt mein Vater: „Warum bist du nicht abgebogen?“ …

Und ich muss schon wieder kichern, offensichtlich dachte er nach 5 eindeutigen verbalen Hinweisen seinerseits vorher für ihn genug Anweisung gegeben … nur leider „kenne“ ich seine Schleichwege-Abkürzungen eben noch nicht intuitiv 😂😉😂

Und mit Rückwärtsgang sind wir dann ganz entspannt wieder auf „seinem“ Weg angekommen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Das mit den Schmerzen

Meine Mutter neigt nicht wirklich dazu, bei Schmerzen frühzeitig was zu sagen? Nachdem sie die letzten 4 Wochen offensichtlich nie schmerzfrei war durfte ich sie Freitag dann doch zum Spezialisten bringen. Etwas am Bein, nein … dummerweise ist es die Hüfte. Genauer gesagt ist zwar noch minimalst Knorpel vorhanden, eigentlich gibts aber keinerlei Stoßdämpfer mehr, der Oberschenkelkopf schürft in die Beckenpfanne … Gut, das  hat ihrt die Frau Doktor heute im Fragen-Antwort-Gespräch ganz folgerichtig erklärt: So etwas kommt nicht plötzlich. SIe ist anscheinend sehr schmerzresistent.

Das Hüftgelenk (also beide) sei schlicht das am stärksten belastete Gelenk im menschlichen Körper, wird durch die Millionen Schritte im Lauf eines Lebens eben stark beansprucht. Hätte aber auch noch ein paar Millionen Schritte länger herhalten können – so viel geht sie schließlich nicht. Unsere Hoffnung: dass ihr die verschriebene Bewegungstherapie hilft, schmerzfrei zu werden, um dann ein neues Hüftgelenk zu bekommen …  Daumen drücken.

Familiengeschichten: Die Versorgungsfrage

Kürzlich meinte mein Vater beim Frühstück zu seiner Frau, dass es ihm schon recht wäre, wenn seine Ehefrau ihn überlebt. Nicht, dass jetzt jemand falsche Schlüsse zieht. Er macht sich einfach Gedanken, wie er die kommenden Jahre ernährungstechnisch versorgt werden möchte – und da ist ihm die Kochkunst meiner Mutter (die sich bedingungslos seinen Vorlieben anpasst) schlicht lieber als die meine, die sich doch mehr an den Aspekten einer gesunden Ausgewogenheit orientieren möchte …

Obwohls gar nicht zum Lachen ist

Dem Papa meiner Freundin Andrea gings vor ein paar Wochen gar nicht gut, sein Hals hat quasi dicht gemacht. Nach quälender Unsicherheit konnten Untersuchungen im Ausschlussverfahren zum Glück klarmachen, dass es „nix Schlimmes“ ist. Trotzdem musste viel rausgeschnitten werden und er hatte einen Luftröhrenschnitt. Hat da also jetzt eine Stelle, die gut gepflegt werden muss.

Meine Namensvetterin Doris, Ehefrau des Kranken und Mutter meiner Freundin, wurde kürzlich von dieser instruiert, beim Fachpersonal nachzufragen, wie das mit dem Sprechen besser funktioniere, da der Papa ja gerne mehr Konversation betreiben würde. Im nächsten Telefonat war der Vater weiterhin unverständlich am Telefon – auf Rückfrage, warum sie denn nicht nachgefragt habe, meinte die treusorgende Ehegattin: „Ach, der redet doch auch so schon viel zu viel!“ – denn zugeben, dass sie es – wie so vieles in letzter Zeit – einfach vergessen hat? Nein, natürlich nicht …