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Sonntagsfreude: Leben schätzen

Kennt ihr das auch: wenn jemand stirbt ist Trauer für mich immer ein Impuls, das eigene Leben wieder mehr zu schätzen, intensiver zu leben? Finde ich. Oder zumindest haben sich die letzten Tage so angefühlt. Wenn das überhaupt möglich ist, dann nutze ich meine Zeit, um mit jeder Faser zu leben …

Und es war eine herrliche Woche: Freunde treffen, in schönen Städten und an schönen Orten unterwegs sein, laue Sommerabende genießen, sich von nervösen Wespen nicht stören lassen, bis spät draußen sein und dabei so ein easy living Lebensgefühl haben. Auch wenn ich viel auf der Straße und vom Verkehr genervt war, danach bin ich jedes Mal schnell angekommen und konnte in Ruhe „da sein“.

img_3348In Erding hab ich eine neue Location entdeckt, in Moosburg ein bekanntes Motiv aus neuer Perspektive gefunden, mich in Landshut in gewohnter Umgebung weit abseits des Dulttrubels pudelwohl gefühlt. Dann war ich einen Abend unterwegs im Herzen der Hallertau, um unendlich viele Bilder vom Hopfenland zu machen … Und zum ersten Mal durfte ich Übernachtungsgast im neuen Zuhause der jetzt fränkischen Nichten sein. Damit ich gut schlafen kann hab ich sogar den Coco-Hasen als Kuscheltier in mein Prinzessinnenturm-Zimmer bekommen, wir haben stundenland die beiden Igel-Mitbewohner im Garten beobachtet, ohne sie zu stören, zwei Reiterhöfe besucht, einen Döner ausprobiert und waren eeeeeendlich wieder im Schwimmbad. Ja, war einfach viel zu lang her. Und wir haben den Mädelstag sogar um einen Mädelsabend mit einem Immenhof-Film verlängert – das war schon so in etwa das, was sich die bezaubernde Nichte von ihrer Patentante eeeeeendlich mal wieder erwartet hat …

P1260625Mein liebster Begleiter in den letzten Tagen war die Mondsichel, ich war viel in der frühen Nacht unterwegs – und einmal musste ich dann doch stehenbleiben, um diesen herrlichen Halbmond zu fotografieren. Was sind das für magische Nächte in diesem endlos langen Sommer? Ich muss gestehen, dass ich sehr dankbar für meine Auszeit bin, die mir gestattet, diese Zeit so intensiv zu erleben. Und Punkt.

Eine kleine Randnotiz zum Thema Straßenverkehr: liebe Fahrradfahrer, es ist schon gefährlich genug, wenn ihr meint, schneller als Autos zu sein. Sich während des Fahrens vom Smartphone von der Aufmerksamkeit auf den fließenden Verkehr ablenken zu lassen? Ist fahrlässig und gefährdet nicht nur euer eigenes Leben. Und wer es genauer wissen will: ich habe in den letzten 4 Tagen mehr als 4 Fahrradfahrer NICHT überfahren, weil ich eben nicht auf mein Smartphone starre, sondern Auto fahre und mich auf das konzentriere, was um mich rum ist …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Glückliches Frühlingskind

Als Frühlingskind bekomme ich Anfang April auch in echt (also nicht nur youtube ;-)) telefonische Geburtstagsständchen gesungen – so auch gestern:

  • von der bezaubernden Nichte samt Eltern: „häbbi börsdai tu yu“
  • „Zum Geburtstag viel Glück – happy börsday liebe Doris“ von den Schweizer Patenkindern – mit einem dicken „mmmmmhhhhh“-Knutscher am Ende
  • die lieben Arbeitskollegen – auch Happy Birthday in allen möglichen Tonlagen mit viel individueller Note
  • die beste Freundin auf dem Anrufbeantworter, die nur ein paar Töne gesungen hat, um sich dafür zu entschuldigen, dabei wars sooo sche
  • die Konzertfreundin – hab ich direkt im Anschluss ebenfalls vom AB abgehört, um danach mit einem glücklichen Lächeln ins Bett zu gehen.

Welche Interpretation die schönste war? Kann ich so nicht sagen, ich hab mich über jeden Ton riesig gefreut. Und weil doch Frühling in der Luft liegt und man nach Monaten wieder mal ganz genau hinhört gab’s eigentlich sogar ein paar Ständchen mehr:

  • ein großartiges Vogelzwitscherkonzert
  • Hummelbrummeln
  • sachte Schmetterlingsflügel
  • Blütenschnee (der von den Kirschbäumen rieselt)
  • Sonnenstrahlen, die auf den Dächern knistern
  • Cabrio-Beschallung
  • viele viele viele Radlfahrer
  • Eislöffelkratzen vor dem Eiscafé
  • Grillanzünder
  • und natürlich die Frühlingsdüfte, die vom sachten Wind in alle Himmelsrichtungen getragen werden.

Der gestrige Tag war ein echtes Geschenk, ein Geburtstagstag mit Auszeit von allem – habe ich sehr sehr sehr genossen ❤