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1.03+04

Die Zeit rennt, und Nichte 2.0 sowieso. Aktuell viel auf Zehenspitzen und am liebsten auf und davon. So kommts dann schon mal vor, dass die fleißige Dokumentiertante nicht hinterher kommt …

  • Weil ja alle Zähne auf einmal kommen ist oben und unten meist ein strahlendes Lächeln zu sehen, außer wenn die Backenzähne schieben, klar, auch alle auf einmal.
  • Das mit dem Krippenplatz pünktlich zum neuen Schuljahr hat nicht ganz geklappt, bis zum Start Mitte Oktober kann man aber schon mal öfter mit dem Kinderwagen vorbeigeschoben werden und sehnsüchtig zum tollen Spielplatz spechten – wir sind alle gespannt, ob sie wie die große Schwester ein begeistertes Krippenkind wird?
  • Am allerallertollsten ist es, wenn viel los ist, also gern viel Besuch – grad ist so gar kein Fremdeln 😉
  • Das mit den Essen ist recht unterschiedlich, manchmal schmeckt alles, das nächste Mal nix … am besten ach,ecken die im eigenen Garten reichlich wachsenden süßen Trauben, wer will mal probieren, haps, ich war schneller …
  • Immer noch „bunkert“ sie viel vom Essen auf dem Boden oder im Kindersitz – für später. Wobei 1. der Kindersitz langsam aber sicher zu klein wird und mit den anderen auf der Bank oder auf dem Schoß sowieso viel cooler ist – und 2. sich das nicht ganz mit der eigenen Putzleidenschaft verträgt: man reiche mir Lappen und Besen, ich mach dann mal „richtig sauber“!!!
  • Die große Schwester wird liebevollst angehimmelt: Nini ist mindestens Gott, wenn nicht sogar eine ganze Götterschar. Die darf alles, sogar schimpfen. Hach, Schwesternliebe ❤️
  • Seitdem die Terrasse einen Zaun hat, wusle ich am liebsten überall rum, schon schön, so viel Platz, NUR für mich – alles, alles MEINS. Und es dauert nicht mehr lang, dann zeig ich euch, wie man über das blaue Netz, das die Treppe absperrt, drüberkommt, ich üb schon fleißig …
  • Treppensteigen, ha, kann ich – wie jetzt, ihr meint, ich bin noch zu klein? Pffffffhhhhh – hier, kuckt mal, was ihr auch immer verbieten wollt …
  • Mitten im Garten hat der Papa Gras eingesät, das wächst super – ich pflück das immer ab, toll, so ein super Spielzeug, nur für mich
  • Noch so ein tolles Spielzeug: Smartphones. Darf man am besten direkt bei ihr abgeben, sie wischt dann ganz professionell und spricht mit dem Telefon. Wen sie anruft: na Nini, oder Papa, oder Mama. Oder die Großeltern, um nach den Muhs zu fragen.
  • Die werden auch in allen Büchern gesucht, egal, ob da Bilder vom Bauernhof oder von ganz was anderem sind, Kühe sollte nach Nichte 2.0 in jedem Bilderbuch zu finden sein – sonst wird’s schnell weggelegt und ein anders genommen.
  • Die zwei Nichten haben ein neues Wochenendritual: sie kuscheln sich vor dem Frühstück in den zur Höhle umfunktionierten Laufstall und die Große liest der Kleinen was vor.
  • Ich werd gerade umgetauft: aus Coco wird sowas wie Gigi, mal sehen, was am Ende rauskommt?
  • Sich auf die Treppenstufe setzen ist großartig, und da passen mindestens die beiden Schwestern und die Tante hin. Gerne auch noch ein paar mehr. Oder mit Puppe. Die darf eh überall mit hin und man kann tatsächlich mit ihr spielen.
  • Die Augen sind wohl doch braun – hatten wir die letzten Wochen eher auf grau oder grün getippt.
  • „Na“ heißt nicht automatisch nein, aber auch. Generell bekommen wir gerade recht häufig einen kleinen Dickkopf präsentiert, sehr lautstark. Wenn was nicht nach ihrem Willen geht: ein Gebrüll, das nicht immer durch sofortige Ablenkung abtönt …
  • „Ihr“ Bus ist endlich wieder da, mit dem waren mein kleiner Bruder und seine Frau jetzt ja ewig in Urlaub. Das gewohnte Auto wurde gestern gleich wieder liebevoll erobert, und in jede Ecke gespäht, ob auch alle gut versteckten Schätze noch da sind. Ach ja, Papa, bitte einmal auf dem Fahrersitz fest gurten, sind alle an Bord? Ich fahr dann mal los, brumm brumm 🚘 😎🤗🚗
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[kinderkram] #Mode

Vielleicht erinnert ihr euch später mal an Diskussionen oder sogar Auseinandersetzungen mit euren Mamas zum Thema Klamotten. Sie will euch trotz eurer absoluten Abneigung ein T-Shirt anpreisen, findet eine unbequeme Hose aber soooo süß. Kann überhaupt nicht verstehen, warum ihr das neue Kleid nicht mögt. Und ganz generell hat sie einen ganz anderen Modegeschmack. Die anderen Kinder ziehen so doofe Teile schließlich auch nicht an.
Vielleicht orientiert ihr euch auch ein bisschen an Modemagazinen, oder daran, was bequem ist. Oder was eure Freunde anhaben. Ihr mögt Farben, die vielleicht grad nicht in sind. Ist euch aber trotzdem egal. Muss ja schließlich euch gefallen. Und wenn ein anderer was blöd kommentiert, dann zieht ihr es eben einfach nicht mehr an.
Später nennt sich das alles Trend, Mode, Stil. Das ist euch aber noch nicht so wichtig. Wirds vielleicht auch nicht. Und das ist vollkommen ok so. Muss nicht jeder alle modischen Trends mitmachen. Und Stil darf jeder seinen eigenen entwickeln.


Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um Mode. Kleidung. Und Geschmack … Der Blickwinkel einer Erwachsenen, die in ihrer Pubertät einen – aus heutigem Blickwinkel gesehen – wirklich grässlichen Modegeschmack hat. Und heute alles sehr entspannt sieht. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: wie wichtig ist euch Mode? Richtet ihr euch mehr nach aktuellen Trends oder nach Geschmack? Steht ihr eher auf zeitlose Klassiker oder darf es gerne flippig und ausgefallen sein? …

1.01

Während ich meinen 5. Kontinent besucht habe, hat sich Nichte 2.0 in ihr zweites Lebensjahr entwickelt, der erste Monat im zweiten Jahr bzw. der 13. Monat in der Zusammenfassung:

  • Sie läuft, noch etwas wacklig und kurze Distanzen, aber es klappt von Tag zu Tag besser
  • Gegessen wird alles, gerne auch gewürzt – auch so manches, was sie lieber nicht essen sollte. Nur wenn ein anderer was hat will sie das partout auch kosten. Füttern wird notgedrungen akzeptiert, eigentlich ist selber essen angesagt, da dabei aber so viel daneben geht praktizieren alle einvernehmlich eine Symbiose.
  • Schlafen ist unverändert nicht ihr Hobby, weder tagsüber noch nachts, sie wehrt sich regelrecht mit Händen und Füßen gegen das Einschlafen. Ach, wenn wir zwei doch nur tauschen könnten – ein Vormittags- und ein Nachmittagsschläfchen, für mich klingt das zu verlockend … wahrscheinlich wird sie später mal über diese Schilderung schmunzeln 😉
  • Zähne bekommen ist großer Mist, „zum Glück“ kommen anscheinend 4 Schneidezähne auf einmal, das ist besonders toll – bedeutet gerade eine Menge Drücken und blöde Schmerzen, und damit einhergehend viel Geschrei
  • Noch sind die Worte unverständlich, aber sie „spricht“ mittlerweile fast so viel und vor allem laut wie ihre Umgebung. Und versteht jedes Wort, bei Fragen nickt sie oder schüttelt energisch den Kopf.
  • Trinken ist überlebensnotwendig, toll, dass sie Durst ganz deutlich zeigt und von sich aus wirklich reichlich Flüssigkeit fordert, auch darin ähnelt sie ihrer großen Schwester.
  • In der Babyschaukel darf man sie gerne ganz wild und hoch schubsen, sie lacht und findet es großartig. In der großen Schaukel auf dem Spielplatz muss sie auch unbedingt bei jedem Besuch sitzen, allerdings hält sie sich da alleine gut fest und es darf nur ganz sacht geschaukelt werden – oder sie lässt sich von der großen Schwester guuuut festhalten.
  • Wenn die an einem Sommerbiathlon teilnimmt kann man sie übrigens mit lauten Rufen und Klatschen prima anfeuern. Also wenn man nicht zu sehr vom Geschehen rundrum abgelenkt ist. Zum Glück haben Tante Keks und Tante Coco gut aufgepasst, und rechtzeitig angefeuert …
  • Wir zwei genießen zwischenzeitlich unsere Ausflüge mit dem Kinderwagen und entdecken unterwegs ganz schön viel: Störche, Enten, Gänse, Hühner, Puten, Tauben, ein Reh, einen Hasen und ganz viele Küken. Und Hunde. Und Kühe. Eigentlich werden wir ja losgeschickt, damit sie schläft – da brauche ich aber Ausdauer. Also insgesamt muss ich mindestens 2 Stunden schieben, weil meist schläft sie frühestens so nach eineinhalb Stunden ein – wer dann stehenbleibt hat verloren: mit stehendem Gefährt werden direkt die neugierigen Äuglein geöffnet … für mich nicht schlecht, ich bewege mich und darf meine Gedanken frei laufen lassen. Also für uns beide ein perfekter „Deal“.
  • Lieblingsspiel ist gerade putzen, also einen Lappen nehmen und den Tisch abwischen, oder ihren Kindersitz, oder den Boden drunter. Praktisch, wenn man da noch „essen für später“ findet, das wird dann weggehapst.
  • Das Haar wächst, die Mama hofft, dass die Locken der großen Schwester auch bei ihr durchkommen. Egal, so oder so trägt die modebewusste kleine Dame jetzt immer eine Spange, um den Pony aus dem Gesicht zu haben.

Spruch zum Wochenende: Das erste Lebensjahr

Vor einem Jahr war die Anspannung groß, die letzten Stunden, ehe Nichte 2.0 endlich „da“ war. Ich kann mich so gut erinnern, wie der kleine Neuling Teil unserer Familie wurde. Die letzten 12 Monate waren so intensiv, jeder Entwicklungsschritt dieses ersten Lebensjahres so unglaublich spannend. Liebe und Urvertrauen, das ist, was die Zeit vor allem geprägt hat. Und was unserem jüngsten Familienmitglied definitiv von allen Seiten, vor allem von ihrer großen Schwester und ihren Eltern, entgegengebracht wird. Es bleibt spannend, aber erst mal wird am Wochenende Geburtstag gefeiert, ich hoffe, das kleine Geburtstagskind freut sich genauso drauf wie wir „Großen“. Und wir sind alle so gespannt darauf, wie sich dieser kleine Mensch weiterentwickeln wird:
„Der Anfang der Entwicklung ist der wichtigste Teil, besonders wenn es sich um ein junges und zartes Geschöpf handelt; denn dies ist die Zeit, in der der Charakter geformt wird.“ (Platon)