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Musik am Mittwoch: Is your Love …

… big enough? Auf alle Fälle ist das Musik für einen lauen Sommerabend. Draußen sitzen, ein Buch lesen, mit Freunden leben, lachen, genießen … und Lianne La Havas lauschen. „Got so hot in the city that I forgot everything that I was looking for …“ Mag ich!

Sonntagsfreude: Besuch

Es heißt so schön: Freunde sind Familie, die man sich selbst auswählt. Die bezaubernde Nichte hat ja eine beste Freundin, mit der sie durch dick und dünn geht. Und die sie gestern zu einem Besuch auf der Baustelle mitgebracht hat. Da standen sie dann plötzlich vor mir, laut kichernd. Und wurden schnell einmal durchs Haus geführt, die Klos „markiert“, ehe es in Gummistiefeln und Matschhose zu zweit allein und unbeaufsichtigt nach draußen zu den Tieren ging. Himmlisch, so ein Dorf- und Bauernhof-Kinderleben. Das Highlight vor dem Mittagessen: Dutzende Schnecken in einer großen roten Wanne sammeln. Das war ein echtes Fest. Nach Spätzle mit Soß gab es Eis. Leider hat die Mietzekatze nicht mitgespielt und es sich auf den beiden bedeckten kleinen Damen zum Mittagsschlaf bequem gemacht … Die kam dafür später immer mal wieder dazu, wurde ausgiebigst gestreichelt und geherzt. Nach der kurzen Pause rein in die Gummistiefel und ab zu den Hirschen. Weil wir den Chefhirsch nicht gefunden haben, wurden die Besitzerjungs bei ihren Wasserspielen gestört, und schon trabten 5 Kids zwischen 3 und 9 einträchtig und teilweise in Socken rund um die Weide, auf der Suche nach dem Faultier, das sich in den Schatten im Unterstand verzogen hat. Und zurück, denn die Jungs zeigten den Mädels ein paar ihrer Highlights rund um den Hof, schließlich sind alle auf den dafür besten Baum gekraxelt und spielten Affe, Faultier, Eichhörnchen und und und. Übrigens hat die Hirschherde das Treiben aufmerksam von der anderen Seite beobachtet. Die haben sich bestimmt wie im Zoo gefühlt? Danach ging’s noch zu den Pferden, vorbei am Garten einer Freundin, die uns für den anschließenden Ausflug ins kleine Moor den Suchauftrag nach dem vor 30 Jahren steckengebliebenen gelben Gummistiefel ihres Bruders mit auf den Weg gegeben hat – den wir leider nicht gefunden haben. In der Kapelle gabs keine Streichhölzer zum Erinnerungslicht anzünden, dafür haben wir ein paar wilde Vergissmeinnicht und Kornblumen auf den Sockel der Marienfigur gestreut. Und beim Kreuz unterhalb des Kirchleins von einem Frosch beobachtet frisches Quellwasser getrunken, das soll sogar vor Krankheiten schützen und die Sehkraft stärken.

Auf dem Heimweg haben wir die Schritte von der Dorfkirche bis zu unserem Hof „gemessen“ – und final wurden die zwei dann vom Opa stilecht auf dem Traktor noch eine Runde mitgenommen, die 3 haben „angeblich“ sogar ein Rehkitz im Feld entdeckt. Danach hat meine Schwester zwei glückliche Mädels eingepackt – die abends bestimmt eine Unmenge von Bildern im Kopf verarbeiten mussten? Ich hab trotzdem einiges auf der Baustelle geschafft, wir waren zwischendurch mit Restmüll auf dem Bauhof. Eine staubige Ecke ist entstaubt und Bruder und Vater haben den notwendigen Schlitz für ein Kabel in die Wand gefräst. Und heute werd ich mich etwas von dem Freundinnen-Besuch erholen 😉

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Mehr Sonntagsfreude lest ihr bei Rita, bei der sich heute alles um Spargel dreht, lecker!

Münchner Balkongeschichten

Den Feiertag heute hab ich nach einer schönen Vormittags-Hunde-Gassirunde an der Schlossmauer auf meinem Balkon verbracht. Hatte mich auf dem Heimweg zum ersten Mal seit langem mit aktuellem Lesestoff an der Tankstelle meines Vertrauens eingedeckt. Das erwartetete Lesevergnügen blieb spätestens beim neuen, als so ganz anders positionierten Frauenmagazin dann leider aus – dafür wurde es um mich rum „nett“:

Die neue Nachbarin führte unüberhörbar ein Mutter-Tochtergespräch, ihre Frau Mutter ist mit ganz vielem in der Wohnung nicht einverstanden, da und da und da …. muss dringend nachgebessert werden. Und Punkt.

Darüber hat sich das junge Paar gegenüber erst köstlich amüsiert. Ehe er irgendwann meinte, da hätte die Mutter durchaus recht, das würd ihn auch stören, seit sie eingezogen sind. Da hat sie ihm dann aber mal gehörig gesagt, dass sie das jetzt richtig uncool findet. Darauf haben sich die beiden gefetzt – und wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Nach zwei ruhigen Srunden begann dann im Nachbarsgarten geschäftiges Treiben. Seit 5 traf Familie nach Familie ein. Gefühlt mindestens 10 Kinder, die meisten noch Babies. Das wa der Zeitpunkt, an dem meine tollen Kopfhörer zum Einsatz kamen. Die sorgen dafür, dass ich von den Geräuschen nichts mitbekomme.

Die hat meine Nachbarin gegenüber leider nicht, sie sitzt jetzt seit einer Stunde etwas angespannt. Ihr Balkon liegt auch recht offen zum Lärm … Sie hofft, wie ich, dass die Kleinkinder jetzt bald mal nach Hause müssen. Und wir einen ruhigen Feiertagsausklang draußen verbringen dürfen …