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Ab nach draußen – auch bei Kälte und Regen

Andrea sammelt Gedanken, warum es auch bei Kälte und Regen gut tut, draußen zu sein. Und da denke ich zurück an mein Leben mit Hund. Da gab es schlicht keine Option, drin zu bleiben. Der Herr musste raus. Und ich mit. Ja, da gehört manchmal etwas mehr Überwindung dazu, vor allem, wenn es sehr regnet, sehr stürmt. Wenn es grau ist, man ins Schneetreiben muss …

Aber immer – ungelogen – gibt es den Moment, in dem es sich einfach nur gut angefühlt hat. Das Wetter tritt in diesem Augenblick in den Hintergrund, der Körper konzentriert sich auf Atmen und Bewegung, gelangt dadurch ins Gleichgewicht von Körper und Seele. Und das Weiterlaufen befreit. Tut gut. Macht alles leicht. Zufrieden.

Ich denke an meine Gespräche mit dem Herrn Hund. Der musste sich bei solchen Wetterlagen einiges anhören, vor allem im Shietwetter. Wenn ich dann leise und glückselig wurde gabs öfter mal das Hundezwinkern, „Siehst du, und deshalb musst du mit mir raus!“

So in der Art agiert übrigens auch der menschliche Gassifreund …

PS: meine Lieblingserinnerung sind die bitterkalten Wintertage mit Tiefschnee. Was hab ich verflucht, dass der Herr Hund immer die tiefsten Schneeverwehungen durchpflügen wollte – er irgendwo, ich bis zu den Hüften mittendrin. Dann hat er mich rausgezogen, wir sind weiter durchs Winterwunderland gestromert. Und Stunden später kam das Menschenkind mit roten Backen rundherum zufrieden lächelnd nach Hause, mein tierischer Begleiter auch, aber bei dem hat’s keiner gesehen 😉

Münchner Balkongeschichten 2017

Heute war ein langer Arbeitstag, der vorletzte für diese Woche und vor dem Urlaub. Das Perfektionisten-Ich hat das gechillte Sommer-Ich ausgestochen … deshalb sitze ich, pappsatt nach einer großen Portion Pasta randvoll mit abendlichen Glücks-Kohlenhydraten, auf meinem lauschigen Balkon. Zur Abwechslung bin ich nicht allein, tatsächlich zähle ich ganze 5 Mit-Draußensitzer. Schön, so, diese laue Sommernacht, die uns alle nach draußen treibt.

Doch … Moment mal: eine kleine Irritation gibt’s. Schließlich „kenne“ ich die Nachbarschaft. Im Haus mit Namen, im nahen Nachbarhaus die Gesichter. Und da sitzt der zwar noch neue, aber mir bekannte Herr Nachbar statt wie gewohnt mit der bekannten Frau Nachbarin mit einer mir Unbekannten. Sehr nett plaudernd, laut lachend.

Als die beiden mich bemerken verschwinden sie in der Wohnung, Rollos runter … vor etwa 20 Minuten verlässt die mir jetzt nicht mehr ganz Unbekannte das Haus. Vor so 10 minuten kam die mir Bekannte nach Hause. Jetzt sitzen die beiden mir Bekannten draußen. Schweigend.

Ich hab dazu auch nix zu sagen und konzentrier mich jetzt lieber auf den Abendstern, den sieht man so gut von meinem Balkon aus …

Sonntagsfreude: Junitage

img_0099… und Nächte. Gute Tage. Die Sonne scheint, warm, oft sogar heiß. Die Nächte sind kurz und lau. Oft sternenklar. Angenehm, sofern alle Türen und Fenster weit offen stehen, kühle Nachtluft uns schlafen lässt …

Es ist Sommer geworden. Um uns herum, aber auch in uns drin. Wir haben die Müdigkeit des Winters abgeschüttelt, den Frühling abgestreift. Verbringen die Zeit draußen.

Jeder wie er mag, allein oder gemeinsam. Die Mischung machts. Wir leben den Tag und feiern die Nacht. Gestern. Heute. Morgen.

Es gibt Gespräche, die kann man nur im Sommer führen, an einem Abend auf dem Balkon, in einer Nacht im Freien. Mit Beobachtungen, wie sie nur jetzt möglich sind. In dieser Jahreszeit, in diesen Tagen, Wochen, Monaten wird manches klarer. Was sonst verborgen liegt.

Ich mag den Sommer. Diese Woche war so voll von Sommergefühlen. Randvoll.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.