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Distanz [*.txt]

Einen Meter, mindestens, manchmal auch mehr – brauche ich, zwischen mir und Menschen, die ich nicht kenne. Diese Distanz hilft mir, erst mal anzutesten, ob ich den anderen „riechen“ kann. Mit seiner Energie klarkomme. Näher sollte mir ein Fremder besser nicht kommen. Das ist mein persönlicher Abstand. Und ich respektiere das auch bei anderen. Näher kommen kann man sicher immer noch. Später. Wenn man sich schon beschnuppert hat. Oder auch nicht.

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Ein Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 16. Wort lautet “Distanz”.

Schwermut [*.txt]

Manchmal
als ob sich ein eiserner Ring ums Herz krampft,
als ob mit einer Sekunde alles in Traurigkeit verharrt,
als ob es kein Vorwärts und auch kein Zurück gibt,
als ob nichts mehr ist, wie es war oder sein soll.
Als ob nichts und niemand helfen kann –
nicht mal das Ich.

Mutlosigkeit –
fehlt Hoffnung, fehlt Mut,
fehlt Licht, Luft und Liebe,
fehlt Funke, Glaube, Glück.

Manchmal
macht nichts Sinn,
macht das Leben es schwer,
macht alles das Leben schwer.
keine Freude.

Irgendwann
funkelt ein Stern, schnurrt eine Katze,
blitzt ein Lächeln, fliegt ein Schmetterling vorbei,
scheint die Sonne, leuchtet das Gras,
und das reicht aus, nichts ist mehr schwer und mutlos.

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Ein Beitrag zu Dominiks herausforderndem [*.txt]-Projekt, das elfte Wort lautet Schwermut.