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Musik am Mittwoch: Wie geht’s dir eigentlich

Puh. Gänsehautalarm. Was für eine besondere Version als Duett? Wie gehts dir eigentlich? Du hast so lange nichts gesagt. Und sag jetzt nicht ist alles gut denn ich kenn dich gut genug … ich wär so gerne für dich da …

Gerade in dieser distanzierten Zeit so wichtig: „Sag, wie gehts dir eigentlich …?“ in dieser Version von Florian Künstler und Madeline Juno mehr als emotional hörenswert ❤

Sonntagsfreude: Miteinander

Zeit mit der besten Freundin ist immer kostbar, die letzten Tage waren aber noch wertvoller. 2019 war vieles anders, Ich-Zeit. Erholung. Heilung. Zum ersten Mal seit langer Zeit war unsere räumliche Entfernung nicht nur doof, sondern auch ein Hindernis. Planung nicht möglich. Gemeinsame Zeit nicht nur schöne Gelegenheit. Sondern komplex … oder sogar kompliziert. Zusätzlich Energie fressend. Nicht vorhandene Energie wohlgemerkt.

Umso schöner, dass wir diese frühen Tage des Jahres 2020 miteinander hatten. Inmitten der großen lauten Familie auch mal ein paar tiefsinnige, intime und zweisame Gespräche. Leise. Intensiv. Gnadenlos ehrlich. Wenig Neues, aber einiges, das jetzt zusammenpasst. Ein Bild ergibt. Ein Bild, über das ich mich oft gewundert habe. Unzusammenhängend. Das aber heute erklärt, warum es ihr so wenig gut getan hat. Wieviel Energie es sie gekostet hat …

Ich bin glücklich, dass neben den ernsten Themen viel Raum für Lachen, Leben, Lieben und Genießen geblieben ist. Herrlich schön war dieses gefühlt ewig lange Wochenende. Sehr energiegeladen. Gut, dass die zwei (sie und der Mo) heute früh nach Hause gefahren sind – und jetzt noch etwas Stille mit viel Nachklang genießen dürfen. Und ich auch ❤️

Und noch eines möchte ich festhalten: so viele Bilder in meinem Kopf, so viele Augenblicke und Momente, im Herzen abgespeichert. Denn trotz der wunderbaren Umgebung und der 1000 Motive hab ich keine einzige Erinnerung als Foto festgehalten … keine Zeit.

Seltene Begegnungen

Es gibt Menschen, die ich aufgrund der Entfernung unserer Wohnorte nur sehr selten sehe. Gestern habe ich nach langer Zeit meine langjährige Seelenfreundin getroffen, die in Südamerika lebt. Und bin wirklich erschrocken: sie dachte in den letzten Monaten, ich hätte uns aufgegeben … weil ich mich nicht mehr gemeldet habe.

Ja, hab ich nicht. Aber so viel an sie gedacht. Ich war im Prozess, mit mir selbst und meiner unmittelbaren Situation beschäftigt – habe funktioniert, um zu überleben. Und jetzt Entscheidungen getroffen, um wieder gut zu leben. Darüber bald mehr.

Zum Glück ist sie mir nicht böse, versteht, hat mich schon allein durch unser Zusammensein abgeholt. Statt durch die heimischen Wälder zu streifen war mein gestriger Sonntagsspaziergang ein Lauf durch die München umgebenden Wälder, auch Natur, aber bei weitem nicht so ruhig und menschenleer wie ich es sonst am liebsten habe.

Und genau da hatten wir ein Erlebnis: nur wenige Meter von uns entfernt war ein Wildschein am Wühlen, hat sich durch uns Menschen erst gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Erst als ich es fotografieren wollte ist es in die schützenden Büsche getürmt …

 

Das mit der Distanz

Ich kann Freundschaft auf Distanz. Mit etwas Nachdenken hat das auch wenig mit den Vorteilen von heute zu tun. Konnte ich schon immer, schon länger als Skype, WhatsApp & Co auch über große Entfernungen trotzdem regelmäßigen Kontakt zulassen.

Als mein damals bester Freund in den 90ern in den USA lebte haben wir uns zu regelmäßigen Telefonaten meist mitten in der Nacht verabredet (gut, lag möglicherweise daran, dass ich damals nicht den regelmäßigen Tagesablauf von heute hatte und mir Schlafen anders einteilen konnte). Klappt seit sehr langer Zeit mit der besten Freundin, die seit dem Abitur nur wenige Jahre nahe gelebt hat. Klappt mit meinem Herzensfreund, den ich heute vielleicht mal alle 5 oder 10 Jahre treffe, da sein Leben so weit von meinem entfernt spielt. Hat mit der Patenkinderfamilie in den Jahren in der Schweiz funktioniert. Klappt in alle Teile Deutschlands, nach Brasilien, New York, Brüssel, London oder Kopenhagen, wo Menschen leben, die in meinem Herzen sind. Und immer wieder merke ich, dass auch ein paar Kilometer nicht bedeuten, dass man sich öfter sieht oder sich näher steht.

Und so richtig bewusst geworden ist es mir einmal mehr beim Geburtstagsanruf bei meiner Ruhrpottfreundin: wir kennen uns seit 2002, haben über die Jahre gemeinsam gefeiert, gelacht, waren uns ganz nah, hatten kleine Auszeiten miteinander – wir hören uns oft lange nicht, aber immer, wenn es wichtig ist. Und sind immer im Herzen der anderen. 2017 wird für sie ein Jahr der Veränderung, ich darf ein Stück weit dabei sein. Und bei der Gelegenheit: Wenn jemand aus dem Ruhrgebiet eine Mitarbeiterin sucht, die ein echtes Verkaufstalent ist, von PR über Marketing und Sales bis Coaching versiert ist, mit Affinität zu Spanien und vor Lebenslust und Selbstmotivation sprüht …? Bitte gerne melden.

Und mein Herz tanzt, weil ich weiß, dass es Menschen auf der ganzen Welt gibt, die mir nah sind und auch auf Distanz vertraut bleiben. Es tut gut, sich das immer mal wieder bewusst zu machen. Vor allem, wenn mir „die“ Arbeit, wie diese Woche, alles durcheinanderwirbelt und ich deshalb einem lieben Freund ein fest geplantes Treffen absagen muss …