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Spruch zum Wochenende: Dankbarkeit

Die größte Kraft des Lebens ist Dankbarkeit. (Herrmann Bezzel)

In dieser Woche bin ich mit meinen eigenen Erwartungen konfrontiert worden, mit dem Wunsch nach Anerkennung, nach Gleichberechtigung, nach Fairness. Mit meinem Anspruch, vor allem dem an mich selbst. Und ich bin enttäuscht worden, es gab keinen Dank, kein Wort der Anerkennung. Mein Spruch hätte auch lauten können, dass man dem das Umgesetzte nicht dankt, von dem man das Unmögliche gefordert hat… Aber da bin ich mal kompromisslos nicht bereit, meinen Anspruch aufgrund schlechter Erlebnisse zu ändern: ein Mensch muss in der Lage sein, zu reflektieren. Sich selbst, sich im Umfeld, seinen eigenen Einsatz, den der anderen, seinen Beitrag zum großen Ganzen. Es geht bei Dankbarkeit nicht um eine Situation, sondern um Wertschätzung, des ganzen Menschen, der gesamten Zeit. Und hin und wieder sollten Menschen über ihren eigenen Tellerrand blicken und andere Menschen sehen. Sich bei ihnen bedanken, dafür, was diese geleistet haben. Aber auch dafür, was diese Menschen freiwillig gegeben haben. Und sich selbst zurückgenommen. Ja, ich weiß, dass ich ein Danke verdient habe. Und dass andere das auch wissen. Aber ich bin trotzdem in der Lage, anderen, die das auch verdient haben, Danke zu sagen. Laut, vor anderen. Auch in einer Situation, die für alle gleichermaßen unangenehm ist. Ich kann diese Verantwortung übernehmen, scheue mich nicht, das Wort zu ergreifen, um einem anderen Menschen die Anerkennung zu geben, die er verdient.

Ist das wirklich zu viel verlangt? Von anderen Menschen? Und auch mal für mich? Bin immer noch überrascht, wie sehr es die anderen überrascht hat, dass ich „etwas“ erwartet habe? Vor allem diejenigen, die sich Führungskräfte nennen. Denen so wichtig ist, als gute Führungskraft gesehen und anerkannt zu werden…

Ich bin dankbar, dankbar, dass ich bin wie ich bin – ein ehemaliger Kollege hat mich mal einen Gutmenschen genannt. Diese Woche hab ich erlebt, wie es sich anfühlt, wenn keiner Danke sagen kann … Kein schönes Gefühl? Ich bleibe gerne Gutmensch, damit andere das nicht fühlen müssen, was ich gefühlt habe.