Schlagwort-Archive: dankbar

Jahresrückblick 2017

Der 5. Jahresrückblick auf diesem Blog, an und für sich ein kleines oder eher großes Wunder. Wer hätte zu Beginn geglaubt, dass ich das mehr als ein paar Wochen am Stück hinbekomme. Ja, das muss auch mal festgehalten werden. Zum Glück liefern die Patenkinder und meine Mitmenschen immer wieder Themen, die festgehalten werden „müssen“.
Wie in den Vorjahren halte ich mich an ein paar Fragen als Gedankenstütze:

Was hat mich in diesem Jahr besonders berührt? Welches ungewöhnliche Kompliment habe ich erhalten
Als ich der besten Freundin von Nichte 2.0 berichtet habe und ihre Antwort war: „Wie schön, das bedeutet, dass der Blog weitergeht, du noch einen Grund mehr hast, zu schreiben.“ Das war ein wundervolles Kompliment, das ich mit offenem, übervollen Herzen angenommen habe.

Welchen Menschen habe ich kennengelernt, der mein Leben neu bereichert hat?
Das ist ohne Zweifel Nichte 2.0. wie froh ich bin, dass du gesund bist, oft fröhlich lachst, sooooooo neugierig, dein offener Blick, dein Interesse für deine Welt und die Umgebung machen unendlich Spaß und Freude. Und zum Glück ist das Fremdeln nur immer eine ganz kurze Phase, weil es zerreißt mir schon das Herz, wenn ich der Auslöser fürs erschreckte Weinen bin.

Was waren meine Themen 2017?
Familie und Freundschaft. Fotografie und „Fernweh“.

Was habe ich in diesem Jahr erreicht?
Auch wenn es beruflich kein leichtes Jahr war, die Arbeit war nicht Priorität. Nach dem großen Umbauprojekt habe ich gefühlt mehr Ich-Zeit gehabt. Das hat gut getan, wurde auch gebraucht. Anders als früher kann ich leichter nein sagen, auch zu mir selber.

Was waren meine Highlights?
Das werde ich hoffentlich Jahr für Jahr wiederholen: Immer wieder jeder einzelne Moment mit meinen liebsten Menschen. Meine Freundschaften und meine Familie lassen jeden Augenblick mit ihnen zu einem Highlight werden.

Wann habe ich mich so richtig lebendig gefühlt?
2017 war ein LaHo-Jahr, schon wenn ich in diesen Wochen auf Landshut zugefahren bin, hat mich die Begeisterung so was von lebendig werden lassen …

Tun mir die Menschen in meinem Leben gut?
… auch hier wiederhole ich mich: Die meisten, ja. Für diejenigen, die mir, zeitweise oder permanent nicht guttun, habe ich gut funktionierende Routinen entwickelt.

Wofür bin ich besonders dankbar?
Für die paar Menschen in meinem Leben, auf die ich mich verlassen kann, die mich nehmen, wie ich bin, helfen, wenn sie dürfen oder müssen, ohne Forderungen zu stellen. Die da sind, auch wenn sie nicht immer da sind.

Was kam im Jahr 2017 dazwischen?
Ein wirklich sehr unglücklicher Ausfall im Team: ein Kollege hat, nachdem ich ihn 6 Monate eingearbeitet habe, im September aufgegeben. Seine Beweggründe sind klar und nachvollziehbar, dennoch war es für mich sehr unerwartet – und mit viel Mehrarbeit verbunden.

Über was habe ich mich geärgert?
Über die andauernden Schmerzen in meinem Handgelenk seit meinem Sturz im Juni. Dummerweise nehme ich die wohl mit rüber ins neue Jahr …

Das Beste, was ich für jemand anders gemacht habe?
Mir Zeit genommen, um Menschen zu sehen, die mir am Herzen liegen.

Das Beste, was ich für mich selbst gemacht habe?
Nein gesagt und auch mal unangenehme Situationen aussitzen, statt direkt einzulenken.

Aus welchem Erlebnis des letzten Jahres kann ich am meisten lernen?
Ich habe meine Singblockade durchbrochen, das war sehr wichtig. Singen und Musik sind ein Teil von mir, das wusste ich, aber in den letzten Monaten habe ich es auch wieder gespürt.

Habe ich genug von dem gemacht, was mich wirklich glücklich macht?
Am meisten macht mich der Moment glücklich, das bewusste Sein – und ja, zu meinem großen Glück durfte ich das mehr als oft genug spüren.

Habe ich den Menschen, die mir wichtig sind, dies oft genug gezeigt?
Ich hoffe, das habe ich.

Welches Ereignis hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben?
2017 sind zwei gleichaltrige Bloggerfreundinnen gestorben. Beide an Krebs. Ich bin leider etwas nachlässig mit den jährlichen Check-ups beim Arzt, habe aber für Ende 2017 alle Vorsorgeuntersuchungen erledigt. Und Punkt.

Wer oder was hat mich herzlich zum Lachen gebracht?
Ich darf zu meinem großen Glück oft und viel lachen, aber einen Abend im trauten Freundeskreis aus diesem Jahr in unserem kleinen kroatischen Italiener ohne Türschild werde ich schon allein deshalb nicht vergessen, weil keiner mehr weiß, warum wir sooo lachen mussten, trotzdem konnte keiner aufhören, es begann immer wieder von vorne, Bauchmuskelkater am nächsten Morgen inklusive …

Wann und wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?
Beim Kommentar meiner Mutter nach meinem Gesang bei der Hochzeit meines kleinen Bruders: „Beim ersten Stück hab ich befürchtet, du schaffst es nicht – aber beim zweiten hast du wunderbar gesungen …“

Was hat sich zum Positiven gewendet?
Kann nicht oft genug dankbar erwähnt werden: Trotz einer problematischen Schwangerschaft ist das jüngste Familienmitglied gesund und munter. Die große Schwester meiner Schwägerin hatte über Wochen ernsthafte gesundheitliche Probleme, zum Glück war sie kurz vor der Hochzeit wieder fit und wir alle haben ein sehr schönes Familienfest feiern können.

Was ist mir besonders wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?
Meine Wohnung in München war ein paar Jahre mehr oder weniger notwendiges Übel. Durch die Bauzeit war ich ausschließlich mit dem Elternhaus beschäftigt, bei mir herrschte oft Chaos, ich war aber viel zu müde. Oder hatte etwas Besseres vor, als aufzuräumen. 2017 genieße ich meine Wohnung wieder, es ist aufgeräumt, ich lade ein zu mir und fühle mich wieder bei mir daheim.

Wem ich schon lange Danke sagen wollte?
Auch im 5. Jahr möchte ich mich bei allen Mitlesern bedanken: den stillen ebenso wie den aktiven, den neuen wie den treuen, den virtuellen wie den bekannten. Ein herzliches Dankeschön aus ganzem Herzen fürs Mitlesen, für den Gedankenaustausch und für die vielen Impulse.

Euch allen wünsche ich einen friedvollen Abschluss fürs Jahr 2017 mit einer Silvesterfeier nach euren Wünschen, kommt gut und sicher in 2018 an 🍾🥂🎇🎆🌃🌌💫

Sonntagsfreude: Ein paar dankbare Gedanken

Heute war eine lange Nacht für meinen kleinen Bruder. Das wenige, was er auf dem elterlichen Bauernhof bewirtschaftet, bedeutet für ihn verdammt viel Arbeit. Neben der 40-Stundenwoche. Hilfe bekommt er, klar, aber wenn etwas reif ist muss auch alles passen. Vor allem muss der Mähdrescher kommen. Und das Wetter halten.

Und wie schon als Kind hab ich gestern wieder zweifelnd in den Himmel geschaut, während der Wind kam und sich die Wolken immer mehr zum drohenden Gewitter zusammengeschlossen haben. Und das mitten während des Dreschens. Landwirtschaft ist auch 2017 kein Zuckerschlecken, das Wetter kann in kurzer Zeit die Ernte einer ganzen Saison zunichte machen. Der arme Kerl hat bis 2 Uhr nachts geschuftet, alles scheint geklappt zu haben, eine Ladung nach der anderen hat die trockene Scheune erreicht. Nur sollte er dann heute mal ruhig machen, denn es wartet ja auch noch der normale Job mit seinen Herausforderungen unter der Woche … puh. Und dazu die Hochzeitsvorbereitungen, denn in 6 Wochen ist es soweit!

Auch ich stecke jetzt mit ein paar anderen „unter einer Decke“, soll besser heißen: dick drin. So ein paar kleine nette Überraschungen solls ja geben fürs Brautpaar? 

Daneben hab ich wieder ein paar „meiner“ Lieblingsbilder der Landshuter Hochzeit 2017 herausgesucht:


Die Landshuter Altstadt vom Rathaus aus, mittig der höchste Backsteinturm der Welt der Kirche St. Martin, rechts die Residenz.

Blick auf die Wimpel in der Landshuter Neustadt. Wie in vielen mittelalterlichen Städten bedeutet alt und neu keine eigentliche zeitliche Einteilung, die beiden Straßenzüge wurden in etwa 200 Jahren ab 1204 errichtet.

Wundervolle Musiker : Cantafollia.

Tanz der Edelfräulein 

Sehen und gesehen werden gabs schon im Mittelalter: Eine Augenweide sind die vielen Damen – die hier aber vor allem den jungen Knappen zusehen wollen, wie sie ihre Körper in der Fechtschule auf Burg Trausnitz üben.

Jede einzelne Rüstung ist besonders.

Unzählige Arbeitsschritte sind notwendig, um so ein Prachtstück zu bekommen.

Die Fechtschule auf der Burg war spektakulär, wie gut, dass die Förderer das Buch von Meister Paulus Kal gefunden haben.

Der junge Herr schaut noch zu, mal sehen, was er in 4 Jahren so anstellt?

Fachkundige Kommentare der Damenwelt – sehr beliebt bei den jungen Rittersleuten. 

Momentaufnahme aus dem Mittelalter.

Die Edelfräulein, erhitzt vom Tanzreigen, erholen sich im Schatten der Obstbäume hinter Burg Trausnitz – von der Schwedenwiese hat man übrigens einen tollen Blick auf Landshut.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Spruch zum Wochenende: Immer dann

IMG_2822„Immer dann, wenn die Liebe nicht ganz reicht, wünsche ich dir Großherzigkeit.
Immer dann, wenn du verständlicherweise auf Revanche sinnst, wünsche ich dir Mut zum Verzeihen. 
Immer dann, wenn sich bei dir das Misstrauen rührt, wünsche ich dir einen Vorschuss an Vertrauen. 
Immer dann, wenn du mehr haben willst, wünsche ich dir die Sorglosigkeit der Vögel des Himmels. 
Immer dann, wenn du dich über die Dummheit anderer ärgerst, wünsche ich dir ein herzhaftes Lachen. 
Immer dann, wenn dir der Kragen platzt, wünsche ich dir tiefes Durchatmen. 
Immer dann, wenn du gerade aufgeben willst, wünsche ich dir Kraft zum nächsten Schritt. 
Immer dann, wenn du dich von Gott und der Welt verlassen fühlst, wünsche ich dir eine unverhoffte Begegnung, ein Klingeln an der Haustür. 
Immer dann, wenn Gott für dich weit weg scheint, wünsche ich dir seine spürbare Nähe.“
(Verfasser unbekannt)

Immer dann, wenn ein Jahr endet, wünschen wir uns „ein gutes Neues“ – und blicken, hoffentlich mit warmherzigen, dankbaren Gedanken, auf das Alte zurück.

2016 ist ein Schaltjahr, wir werden morgen 366 Tage miteinander verbracht haben – das macht in Summe 8.784 Stunden, 527.040 Minuten und unfassbare 31.622.400 Sekunden … Wahrscheinlich waren das nicht ganz 31 Millionen Glücksmomente, aber da waren ganz bestimmt ganz viele? Und es waren auch die nicht so schönen, weniger guten Augenblicke dabei? Aber eben nicht nur …

Zum Jahresende sinniere ich über den Reichtum an Zeit, der uns geschenkt wird. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, mit unendlich vielen Sekunden, jede einzelne eröffnet uns die Gelegenheit, sie bewusst wahrzunehmen.

Das mit dem „dankbar sein“

Das mit dem dankbar sein ist nicht immer gleich. Es gibt Phasen im Leben, da erfüllt einen tiefe Dankbarkeit, fürs Leben, für die Tage, für die Gesundheit, für Glück, für kleine Augenblicke. In anderen Phasen ist es nicht so. Ob man dann weniger Grund hat, dankbar zu sein? Oder weniger aufmerksam ist? Wie auch immer, mich erfüllt seit Wochen tiefe Dankbarkeit. Für die Menschen, die mein Leben reich machen, die mir wunderbare Impluse schenken, mich an- und wahrnehmen, die gerne Zeit mit mir verbringen. Und offen sind, mit mir gemeinsam das kleine Glück im Augenblick zu genießen. Die sich dafür mit mir bedanken können … Ja, das erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Ich bin dankbar für diese Zeit, für dieses Leben, das ein sehr intensives Erleben ist. Für die Gefühle und Gedanken, für das bewusste Wahrnehmen. Für meine Fähigkeit, aufmerksam dafür zu sein. Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens – hoffentlich bleibt mir dieses Gedächtnis lang erhalten … Mehr Gedanken zum Thema Dankbarkeit habe ich hier gefunden. Oder ihr lest bei Mara Stix bzw. den anderen Beiträgen nach, s. unten.

————————-

Dieser Text ist ein Beitrag zur Blogparade #Dankbarkeit.