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Spruch zum Wochenende: Goldener Oktober

Wisst ihr, wann es vollkommen ok ist, im Oktober schon den ersten Lebkuchen zu kaufen? Wenn Nichte 2.0 und ich uns einen zum Vor-Frühstück teilen, während wir das Bauernhof-Buch studieren – und damit der Mama ein dringend notwendiges Zeitfenster zum in Ruhe Duschen verschaffen. Normalerweise muss das jüngste Familienmitglied nämlich mit ins Bad – und dann kommt man nicht wirklich zu dem, was man normalerweise in so einer Duschkabine tut …

Ach ja, wir haben tatsächlich auch geschafft, mit der Patschehand die noch jungfräulich weiße Wand zu streicheln, die KEINE Lebkuchen-Schoko-Reste hinterlassen hat – puh, noch mal Glück gehabt.

Und dann zelebriere ich an Tagen wie diesen staunend und dankbar meine Heimfahrt von den Nichten, was sind das für wunderbar goldene Oktobertage? Ich habe heute wieder eine Route durchs Altmühltal gewählt, da ist von gelb-gold-rot so ziemlich jede Farbnuance zu sehen – so ungefähr hatte ich mir damals den Indian Summer in Nordamerika vorgestellt. Manchmal muss man gar nicht mal weit verreisen …

Mein Spruch zum Wochenende:

Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum, und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur! Dies ist die Lese, die sie selber hält; denn heute löst sich von den Zweigen nur, was vor dem milden Strahl der Sonne fällt. (Friedrich Hebbel)

Sonntagsfreude: Herbst im Altmühltal


Für was heute keine Zeit war? Ich hatte zwar das Fotografenauge dabei, aber keine Minute Zeit, um sie vielen Bilder, statt nur im Herzen, auch aufs Bild zu bannen … deshalb zwei ältere Sinnbilder, zur Stimmungsverdeutlichung.
Die Geschichte dazu: ich hab heute sehr früh meine Eltern ins Auto gepackt und wir haben einen Ausflug gemacht. Erst zu den Nichten, erstmals vollkommen ohne Arbeitsaufträge, dafür ging’s erst in den Erntedankgottesdienst (die bezaubernde Nichte hat bewährt souverän eine Fürbitte vorgetragen, der Pfarrer ist nett – und ein weiterer Drittklässler hat sich eine Hostie abgeholt, die ihm von seiner Oma wieder „abgenommen“ wurde, man kann nicht von Langeweile sprechen!), anschließend waren wir samt den Urlaubsrückkehrern (kleiner Bruder und Schwägerin) zum Essen geladen. Nach etwas Nichten-Entertainment, 2.0 stibitzt die letzten Trauben, die „Große“ beschäftigt alle anderen mit sportlichen Wettbewerben, gabs sogar einen winzig kurzen MäAbend-Moment, zweisam zurückgezogen oben im MäZimmer …

Danach machten mir uns auf den Heimweg – auf Wunsch meines Papas sind wir durchs Altmühltal gefahren. Und das war wirklich Schwelgen in Kindheitserinnerungen: mit der Strecke zwischen Riedenburg und Kelheim verbinden wir Geschwister Falken auf der Rosenburg, Mittelalter-Impressionen auf Burg Prunn und Fahrten rund um den Donaudurchbruch … und das heute mit diesen satten Herbstfarben im strahlenden Sonnenschein. Hach.

Zum Anhalten haben Senioren aber keine Geduld, deshalb keine Bilder – hol ich nach, wenn’s passt. Und ich hatte mal wieder einige Schutzengel dabei: an einer vielbefahrenen Straße hielt der Fahrer vor mir, um links abzubiegen. Ich und der hinter mir hielten an, der Kleinbus dahinter hat’s nicht gebremst und fuhr auf den Hintermann auf … und ich bin mehr als dankbar und wirklich sehr entspannt unfallfrei bis nach Hause gekommen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“