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Spruch zum Wochenende: Herbst

Bin heute morgen aus Gründen über Umwege in die Arbeit gefahren – und habe es so sehr genossen. Dieses Leuchten, die Sonnenstrahlen, die langsam wärmen, die Bäume zum Leuchten bringen. Auf Landstraßen hat man doch immer noch einen Ausblick mehr, als auf der Autobahn … Und da ich meine Kollegin mit im Auto hatte, durften wir uns zu zweit über einen Blick übers gesamte Alpenvorland in strahlenden Herbstfarben freuen. Dahinter majestätisch die Berge, die Spitzen schon stellenweise gezuckert … kein Wunder, dass für ein paar Minuten das Gespräch verstummte und wir andächtig den Anblick in uns aufgesogen haben. Schon sehr wahr: „Der Herbst ist des Jahres schönstes farbiges Lächeln.“ (Willy Meurer)

Und dann kommt eben eine Mail, ich hatte meiner Kundin geschrieben, dass ich heute ganz besonders gern bei ihr im Bayerischen Wald wär, so halt. Zurück kommt: „Komm, setz dich ins Auto – lass uns wandern gehen !!!!!!!!!!!!!!!!!!“ Ohne Fragezeichen, mit so vielen Ausrufungszeichen. Das ist eigentlich keine Bitte … soll ich? 😉

Sonntagsfreude: Ostern

Die Fastenzeit ist beendet – und damit auch mein Projekt „Digital Detox“. So richtig konsequent war ich nicht wirklich, auf Instagram beispielsweise sogar aktiver als sonst so … aber gut, isso. Und es war so oft der Wunsch in mir, „das“ aufzuschreiben, „das“ festzuhalten. 

Deshalb heute die kleine Geschichte vom doppelten Ostereierfärben 2017: der erste Versuch am Mittwoch hat wunderschöne Farben auf dummerweise wachsweichen Eiern (das mit dem Eier auf dem Holzofen kochen lassen wir dann also mal wieder …) gebracht.


Ergo mussten die möglichst schnell weg. Hat bei der bezaubernden Nichte sogar zu einem tränenreichen Anruf geführt.

Deshalb wurde gestern unter vollem Familieneinsatz nachgefärbt. Und wieder mit Blüten verziert.

Et voila, die gibt’s heute zum Osterbrunch.

Und der Osterhase ist schon seit gestern im Einsatz, der arme Kerl hat aber auch zu tun …

Euch allen ein frohes Osterfest mit einem braven Osterhasen 🐇🥚🐣🐥 und erholsame freie Tage 

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Weiß [*.txt]

Weiß ist eine edle Farbe, neben Reinheit symbolisiert sie Vollkommenheit. In allen Regionen der Welt kennt man den Kontrast schwarz-weiß. Sie ist die Farbe, die alle anderen Farben in sich birgt, da sie ohne das Lichte, Helle nicht wahrzunehmen wären … Strahlend, aufmunternd und friedlich, dabei auch sachlich und klar. Und vieles mehr wird weiß dargestellt, ob die Erfinder eines besonders elitären Dinners  – Dinner en blanc, White Dinner oder eben weiße Nacht genannt – das alles in Betracht zogen, als sie den Namen so gewählt haben? Die Idee eines überraschenden Picknicks, an besonderen Plätzen, mitten in den spannenden Metropolen unserer Welt. Aber auch viele kleine Städte haben das Modell adaptiert, bauen in sonst privaten Gärten oder Hinterhöfen für einen Abend lange Tafeln auf. Die Veranstalter bewerben den Abend weltweit als „magisches Picknick unzähliger Menschen mit Stil und Geschmack unter freiem Himmel an außergewöhnlichen Orten“. Alle kleiden sich in weiß und nehmen an weiß eingedeckten langen Tischen oder Tafeln Platz. An besonderen Plätzen, wie dem Münchner Marienplatz, vor dem Louvre in Paris, in der Hamburger Hafencity, im Berliner Lustgarten oder im Hudson River Park mit spektakulärem Blick auf die Skyline von New York – der Ort ist immer aufregend, top secret, wird erst sehr kurzfristig bekanntgegeben. Irgendwie weckt das eine besondere Begehrlichkeit, da möchte man dabeisein, dazugehören? Vor ein paar Jahren hab ich mich ergo auch ganz in weiß auf den Weg gemacht – vor Ort dann die Erkenntnis: Zu weiß. Für mich. Ich mag Farbe. Bunte Vielfalt. Weiß ist schön, aber pur auch etwas blass. Zum Glück kann jeder genau so feiern, wie er möchte – bei mir eben lieber kunterbunt, mit wunderbaren Menschen, fröhlich, lieber ausgelassen als zu stilvoll, ohne Anfang und Ende. Meine liebsten Feste leben  von gutem Essen, lachenden Menschen, guter Stimmung und vielen Farben, die sich vermischen und zum genussvollen Augenschmaus werden …

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Ein Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 6. Wort lautet weiß.

Sonntagsfreude: Ostereiersuche

 Ja, ich weiß, wir sind zu früh dran. Eigentlich nicht wirklich, denn die bezaubernde Nichte und ich haben heute nicht die diesjährigen Mitbringsel des fleißigen Osterhasen gesucht. Sondern uns vielmehr auf die etwas aussichtslose Mission gemacht, Umzugskisten voll Dekomaterial nach den unzähligen, wirklich tollen Schmuckeiern meiner Mutter, ihrer Oma, zu durchstöbern. Die diese an Zweigen Frühlings-österlich dekoriert haben will. Vergeblich. Da müssen wir leider noch mal ran. Denn: ich hab alles so gut verpackt, dass wir beim besten Willen nicht mal ansatzweise wissen, wo sie sein könnten … Nicht, dass es nicht noch eine Million Alternativen im Bestand gäbe. Aber es müssen natürlich genau die sein, die wir nicht finden! Aber dafür haben wir eine Menge Spaß gehabt, wir zwei. Und ein neues Geheimnis teilen wir jetzt auch: gut, dass es heute so böig war, da konnte man das Windspiel richtig gut hören 🙂

Und das Bild hat übrigens die Nichte gemacht, die meine Leidenschaft fürs Fotografieren teilt, auch wenn sie ein eigenes Wort dafür hat: kartografieren. Kann sie richtig gut, wie ich finde.

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Mehr Sonntagsfreuden sammelt Rita, schaut bei ihr vorbei.