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Leben, Lieben, Lachen

Ich erschrecke manchmal, wenn ich jemanden frage, wann er zum letzten Mal einen bewussten Moment erlebt/gelebt hat, wann er zuletzt geliebt oder gelacht hat. Und ich bekomme als Antwort ein „Warte mal, da muss ich kurz überlegen, also das war …“. Hui!

Dabei sind das 3 der Dinge, die ganz oben auf jeder To-Do-Liste stehen sollten? Fehlt übrigens auch fast immer auf den berühmten „Das muss ich alles noch erleben, bevor ich 20/30/40 werde / sterbe“ … Schade eigentlich. Das mache ich mir tagtäglich bewusst. Unser wertvollstes Gut ist jeder einzelne Tag des Lebens, keiner von uns kann Erfolg, Geld, Macht oder Ruhm mit ins Grab nehmen. Bewusst leben, Augenblicke erleben, statt sie vertreichen lassen, auch die weniger und nicht so guten. Das Gute gehört zum Leben wie weniger Gutes. Lieben und geliebt zu werden, es gibt kein schöneres Gefühl? Es macht uns rundum glücklich, verleiht dem Leben einen Zauber, gibt Kraft und viel Freude. Angeblich verleiht uns die Liebe auch mehr Gesundheit. Genauso wie es gut für die Gesundheit und ein langes Leben ist, viel und gern zu lachen.

Ich habe eine Freundin, die mittlerweile in Brasilien lebt, sie hat das ansteckendste Lachen der Welt. Fröhlich, laut, mitreißend. Immer, wenn ich wie eben dieses Lachen im Ohr habe, denke ich: lebe, liebe, lache! Und schon lächle ich, es macht mich glücklich!

„Live every moment, laugh every day, love beyond words.“ (J. Johnson)

Fernweh und Sehnsucht nach Zeit

Ich bin gerne zu Hause, lebe schließlich in Bayern, das so übel nicht ist – aber genauso gerne reise ich. Und gerade heute hat mich das Fernweh so was von gepackt – und das riesengroße, schon beinahe unendliche Verlangen nach Zeit. Viel Zeit. Eine Auszeit. Um ganz weit weg zu verreisen. Das muss nicht das Ende der Welt sein, im Gegenteil, ich fänds auch mal wunder-wunderschön, ein paar Monate über diesen Sommer Zeit zu haben und einfach ganz gemütlich durch Deutschland und die nachbarländer zu reisen. Also nicht nur so ein paar wichtige Punkte abklappern, sondern wirklich Zeit haben. Um kreuz und quer zu fahren. Vielleicht mit dem Auto oder noch besser mit einem Wohnmobil.

Was ich mir so vornehmen würde? Um ehrlich zu sein, gar nichts. Ich würde losfahren. Auf kleinen Straßen, da anhalten, wo es mir gefällt. Weiterfahren, wenn ich nichts finde, was mich anspricht. Auch mal rein in die Stadt, aber vor allem unterwegs sein. Das Land sehen. Die Augen offenhalten, die Gedanken frei machen und alles auf mich wirken lassen. Tage Tage sein lassen, nicht auf die Uhrzeit schauen. Was, schon wieder Sonntag? Schon wieder eine Woche um? Egal, ich hab noch den ganzen Sommer Zeit …

Wäre schon ein sehr tolles Gefühl? Und das könnte ich, um ehrlich zu sein, überall auf der Welt ausfüllen. Es gibt keinen Ort, den ich nicht mit eigenen Augen sehen möchte. Kein Land, das ich nicht besuchen würde. Keinen Kontinent, den ich ausschließe. Im Gegenteil, ich finde die Welt hat überall etwas ganz einzigartiges, schönes und ansprechendes zu bieten … manchmal bezaubernd, manchmal macht es einen sehr ehrfürchtig, vor dem eigenen Wohlstand, manches ist abstoßend, aber auch das erweitert den eigenen Horizont.

Auf meiner Wunschliste stehen für dieses Jahr Brasilien und New York – und natürlich würde ich gerne mal wieder meine Patenkinder in der Schweiz besuchen. So viele Ideen im Kopf, aber es hapert am Terminkalender. Fernweh, die Sehnsucht nach viel Zeit und der unsichere Blick auf den Kalender sind eine üble Kombi. Und dann erzählt eine Kollegin auch noch, dass sie ein Sabbatical macht, Ende des Monats nach Kanada geht. … Ich will auch – also was planen. Es mir ganz fest vornehmen. Und dann schon mal wegträumen. Gut, dass die Woche fast rum ist und ich 3 Tage Wochenende hab. Also richtig viel Zeit 🙂