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Spruch zum Wochenende: Goldener Oktober

Wisst ihr, wann es vollkommen ok ist, im Oktober schon den ersten Lebkuchen zu kaufen? Wenn Nichte 2.0 und ich uns einen zum Vor-Frühstück teilen, während wir das Bauernhof-Buch studieren – und damit der Mama ein dringend notwendiges Zeitfenster zum in Ruhe Duschen verschaffen. Normalerweise muss das jüngste Familienmitglied nämlich mit ins Bad – und dann kommt man nicht wirklich zu dem, was man normalerweise in so einer Duschkabine tut …

Ach ja, wir haben tatsächlich auch geschafft, mit der Patschehand die noch jungfräulich weiße Wand zu streicheln, die KEINE Lebkuchen-Schoko-Reste hinterlassen hat – puh, noch mal Glück gehabt.

Und dann zelebriere ich an Tagen wie diesen staunend und dankbar meine Heimfahrt von den Nichten, was sind das für wunderbar goldene Oktobertage? Ich habe heute wieder eine Route durchs Altmühltal gewählt, da ist von gelb-gold-rot so ziemlich jede Farbnuance zu sehen – so ungefähr hatte ich mir damals den Indian Summer in Nordamerika vorgestellt. Manchmal muss man gar nicht mal weit verreisen …

Mein Spruch zum Wochenende:

Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum, und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur! Dies ist die Lese, die sie selber hält; denn heute löst sich von den Zweigen nur, was vor dem milden Strahl der Sonne fällt. (Friedrich Hebbel)

Musikalisch unterwegs mit Matuschke

Im schönen Bayernland gibt es einige Radiosender, die man hören kann. Und wenige Moderatoren, die mehr als hörenswert sind. Nicht nur wegen der Sprüche, sondern auch wegen der Musikauswahl. Der Neuempfehlungen. Der wirklichen Überraschungen. Kürzlich wars mal eine etwas spätere Heimfahrt, kurz nach 20 Uhr lädt Matthias Matuschik zum etwas anderen Abend und Mithören auf Bayern 3 ein.

Song 1 – lässt mich fröhlich mittrommeln, wirbeln, den Kopf wippen (nennt man auch Headbangen, aber nicht in meinem Fall…), macht gute Laune, Bloodhound Gang.

Song 2 – ja, ist sehr ruhig. Episch. Also nach dem Energiepusch fast wirklich zu ruhig. Schon auch schön, aber eben total anders. Kannte ich aber noch nicht – und würde mir total gut gefallen, wenn vorher eben kein Gute-Laune-Laut-Hören-und-danach-die-Welt-erobern-bzw-durch-die-Nacht-tanzen drangewesen wäre. Nichts für ungut, Ed Sheeran.

So was schafft dann auch nur der Matuschke? Ach ja, zu Hause angekommen gabs noch was ganz Besonderes fürs Ohr: Wind, der das winterlich trockene Laub an den Bäumen zum Klingen gebracht hat. Dafür konnte wiederum der Matuschke dann nichts, aber ich fands irgendwie den krönenden Abschluss. Quasi ein leiser Nachhall und Schlussakkord. Oder so. Dann schau ich mal, was ich heute zu hören bekomme 🙂