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Auszug

Leider hat das Hasenleben zu dritt nicht funktioniert – die zwei Bestands-Bewohner haben den Neuen im wahrsten Sinn des Wortes hinausgebissen. Das ist nicht gerade nett und war in seinem Fall sogar gesundheitsgefährdend. Deshalb ist der Neue gestern ausgezogen – obwohl die Nichte erst protestiert hat. Dann hat doch die Tierliebe gesiegt. Schließlich will sie nicht, dass er von den beiden anderen „umgebracht“ wird. Jetzt haben die zwei wieder ihre Ruhe – und er hat seinen eigenen Hasenstall und Frieden.

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Das mit dem Nachmachen

Kinder imitieren gern, was sie sehen. Oder hören. Aktuell hat die bezaubernde Nichte eine Kindergartenfreundin, die lispelt. Nicht, weil sie das cool findet, sondern weil ihre Zunge beim s anschlägt. Die Nichte ist ganz gut mit Dialekten und Einfärbungen, sie hört ziemlich viel und findet schnell raus, wie sie das genauso hinbekommt. Deshalb lispelt sie hin und wieder ganz zauberhaft, wechselt aber ebenso schnell wieder zur normalen Aussprache.
Cool findet sie auch, dass Erwachsene beim Spazierengehen die Hand ausstrecken, um zum Beispiel durch hohes Gras zu streichen. Ganz sacht mit der Hand Natur spüren. Nicht so ganz bewusst war ihr beim letzten Spaziergang, was sie da, wie eine Große, gestreichelt hat: eine bitterbös brennende Brennessel. Die Tante war leider zu langsam, deshalb musste sie das leider „erspüren“. Hat sie aber tapfer ertragen – und nur in der nahegelegenen Kapelle ausprobiert, ob das Weihwasser aus dem Kessel eine lindernde Wirkung hat …

Hoffentlich nicht Nachmachen werden die Kinder im Kindergarten, dass ein kleiner Rabauke die Nichte kürzlich in die Nase gebissen hat. Ja, richtig gelesen – und auch ziemlich heftig. Die Nase war ein paar Tage geschwollen, links und rechts sieht man immer noch, dass seine Beisserchen ein ordentliches Aua hinterlassen haben. Warum, wieso, weshalb? Weiß niemand, war kein Erwachsener dabei – und die Kinder erzählen immer andere Variationen. Ist auch egal, das finde ich jetzt mal ein Beispiel, das keiner Imitation bedarf. Und Punkt.

Fußball und so

Gerade kommt man, selbst wenn man will, nicht an Fußball und am WM-Geschehen vorbei. Spätestens die Schlagzeilen informieren die Welt. Sogar eine Kollegin, die sich so gar nicht interessiert, weiß doch tatsächlich, worüber man diskutiert. „Die“ deutschen Fans seien weltweit total unbeliebt, der Kapitän der deutschen Mannschaft spiele ja wohl grottenschlecht, „das“ Spiel vorgestern sei durch einen Biss entschieden worden – und Italien sage aurevoir (äh ja, danke für den missglückten Einsatz von Fremdsprachen an Bushido.

Bildquelle: Pixabay
Bildquelle: Pixabay

Gut, ja, ich mach mir was aus Fußball, ärgere mich sogar manchmal über den Wankelmut von Fans weltweit, die nach einem Sieg als 12. Mann vom Platz gehen, aber ausgiebig über die schlechte Leistung „der Spieler“ diskutieren, wenn verloren wurde. Ich freue mich, wenn ich ein gutes Spiel auf dem Platz sehe – auch wenn dadurch eine Mannschaft ausscheidet, die ich persönlich sympathischer finde. Ich war schon oft für die falschen, dadurch geht die Welt nicht unter. Und ganz klar lässt es sich super kritisieren, wenn man selber frisch geduscht und ohne sich auszupowern ein Spiel verfolgt, statt  mittendrin zu sein und auch mal eine Chance zu vergeben, einen Patzer zu machen … Mit Floskeln bin ich lieber sparsam, aber mit denen hier soll man/frau bestens gerüstet sein …?

Also: heute abend drücke ich der super-sympathischen deutschen Mannschaft die Daumen. Und würde mich freuen, wenn ich sie auch die nächsten Wochen noch aktiv beobachten darf. Ich hoffe aber auch auf ein gutes und faires Spiel – und dass alle Nicht-Absprachen zu einem faden Unentschieden auch gefälligst eingehalten werden. Und jetzt hoffe ich, dass ich in die Runde der Fußball-Flüsterinnen eintauchen darf, wo frau sich auf die wirklich wichtigen Facts rund um die Spiele konzentrieren kann 🙂