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Daten, Daten, Daten

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Der Tag heute startet anders als geplant – die Sturmnacht hat mich viel Schlaf gekostet. Bevor ich müde in meinen dummerweise randvollen Tag gehe, wollte ich zumindest ein kurzes Update festhalten: tatsächlich und bedauerlicherweise konnte mein geliebter Vaio nicht gerettet werden. Sony bietet auf die mittlerweile eingestellten und nicht mehr neu produzierten Geräte keinerlei Support. Das war eine längere Reise und auch insgesamt sehr frustrierend – aber wenn ich ganz ehrlich bin: wusste ich damals ja schon beim Kauf. Und habe damals die Vernunft ausgeschaltet und mich für „Sony-Liebe“ entschieden. Jetzt hab ich den Salat …

Das Gute: meine Daten konnten zumindest in großen Teilen gerettet werden. Ich habe die Datensicherung zwischenzeitlich abgeholt und bin beschäftigt – schon krass, wie sehr ich in den letzten Jahren im Privaten nicht organisiert war? Da liegen viele Daten kreuz und quer, teilweise mehr als 3fach abgespeichert. Auffällig. Und einmal mehr ein Hinweis. Dass es richtig war, das Tempo zu drosseln und wieder auf ein normales Level zu kommen.

Ja, muss ich jetzt so sagen: ein Stück weit bietet diese geplante Auszeit die Möglichkeit, rückblickend erschreckende Dinge zu erkennen … und zu bereinigen. Meine externen Laufwerke werden gerade gründlich analysiert und ich hab schon nach dem ersten Tag wieder viel mehr freien Speicherplatz. Und das gilt ja sinnbildlich auch für mich selber, meine Kapazitäten erholen sich auch. Ich komme mir zumindest aufgeräumter vor, als noch vor ein paar Monaten. Gut so.

Was das alles mit dem Bild zu tun hat: mein Moment des Innehaltens von gestern. Auf der Heimfahrt hab ich in einem Feld seitlich der Autobahn mindestens 20 Reiher entdeckt. Ich bin abgefahren und habe versucht, genau da hin zu kommen. Was soll ich sagen: ich habs mit dem Auto nicht ganz geschafft, aber mich zumindest auf die Entfernung am Beobachten gefreut. Und mit dem Zoom zumindest ein Erinnerungsfoto hinbekommen 🙂

Sonntagsfreude: 2017 in Bildern

Draußen weht Wind, zwischen dem Sonnenschein jagt er nicht nur die Wolken am Himmel entlang, sondern auch das, was vom alten Jahr noch in der Luft hängt, festhängt, belastet, davon. Zum Jahresende heißt es wieder einmal Loslassen, das fällt nicht immer und nicht jedem leicht … denn „Loslassen hat viel mit Vertrauen zu tun. Dagegen hat zu starkes Festhalten viel mit Angst zu tun.“ (Autor unbekannt)

Ich bin eben in Bildern durch mein Jahr gegangen, wie viele schöne Momente ich als Erinnerung mitnehmen darf, wundervoll. Ein paar davon sind in dieser Collage zusammengepackt.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Sonntagsfreude: Ein paar dankbare Gedanken

Heute war eine lange Nacht für meinen kleinen Bruder. Das wenige, was er auf dem elterlichen Bauernhof bewirtschaftet, bedeutet für ihn verdammt viel Arbeit. Neben der 40-Stundenwoche. Hilfe bekommt er, klar, aber wenn etwas reif ist muss auch alles passen. Vor allem muss der Mähdrescher kommen. Und das Wetter halten.

Und wie schon als Kind hab ich gestern wieder zweifelnd in den Himmel geschaut, während der Wind kam und sich die Wolken immer mehr zum drohenden Gewitter zusammengeschlossen haben. Und das mitten während des Dreschens. Landwirtschaft ist auch 2017 kein Zuckerschlecken, das Wetter kann in kurzer Zeit die Ernte einer ganzen Saison zunichte machen. Der arme Kerl hat bis 2 Uhr nachts geschuftet, alles scheint geklappt zu haben, eine Ladung nach der anderen hat die trockene Scheune erreicht. Nur sollte er dann heute mal ruhig machen, denn es wartet ja auch noch der normale Job mit seinen Herausforderungen unter der Woche … puh. Und dazu die Hochzeitsvorbereitungen, denn in 6 Wochen ist es soweit!

Auch ich stecke jetzt mit ein paar anderen „unter einer Decke“, soll besser heißen: dick drin. So ein paar kleine nette Überraschungen solls ja geben fürs Brautpaar? 

Daneben hab ich wieder ein paar „meiner“ Lieblingsbilder der Landshuter Hochzeit 2017 herausgesucht:


Die Landshuter Altstadt vom Rathaus aus, mittig der höchste Backsteinturm der Welt der Kirche St. Martin, rechts die Residenz.

Blick auf die Wimpel in der Landshuter Neustadt. Wie in vielen mittelalterlichen Städten bedeutet alt und neu keine eigentliche zeitliche Einteilung, die beiden Straßenzüge wurden in etwa 200 Jahren ab 1204 errichtet.

Wundervolle Musiker : Cantafollia.

Tanz der Edelfräulein 

Sehen und gesehen werden gabs schon im Mittelalter: Eine Augenweide sind die vielen Damen – die hier aber vor allem den jungen Knappen zusehen wollen, wie sie ihre Körper in der Fechtschule auf Burg Trausnitz üben.

Jede einzelne Rüstung ist besonders.

Unzählige Arbeitsschritte sind notwendig, um so ein Prachtstück zu bekommen.

Die Fechtschule auf der Burg war spektakulär, wie gut, dass die Förderer das Buch von Meister Paulus Kal gefunden haben.

Der junge Herr schaut noch zu, mal sehen, was er in 4 Jahren so anstellt?

Fachkundige Kommentare der Damenwelt – sehr beliebt bei den jungen Rittersleuten. 

Momentaufnahme aus dem Mittelalter.

Die Edelfräulein, erhitzt vom Tanzreigen, erholen sich im Schatten der Obstbäume hinter Burg Trausnitz – von der Schwedenwiese hat man übrigens einen tollen Blick auf Landshut.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Probenzeit

Noch ein Woche warten? Nicht für mich. Heute Abend geht’s ins Mittelalter. Ich bin dabei, bei der Generalprobe für die Landshuter Hochzeit 2017. In diesem Jahr fiebere ich gefühlt etwas mehr hin, liegt wohl daran, dass es gefühlt vor 4 Jahren etwas zu kurz gekommen ist? Egal, in jedem Fall möchte ich heute gerne ein paar Worte verlieren über „das mit den Kostümen“. Ich lese nämlich immer mal wieder bitterböse Kommentare von Liebhabern des Mittelalters, wie enttäuscht sie sind, weil ihnen der Zutritt in Kostümen nicht gestattet wird. Ein Wort dazu:

Der Verein „Die Förderer“ hat das Fest als Tradition wiederbelebt. Mit teilweise sehr restriktiven Auflagen. Aber auch mit viel Liebe und fast schon akribischen Details achten die Mitwirkenden darauf, dass alles authentisch ist. Die Kostüme werden den Überlieferungen, Bildern usw. angepasst. Stoffe und Materialien entsprechen dem Gebrauch der Zeit. Ohne moderne Interpretation. Auch die Farben und Formen, Hüte, Hauben, Gürtel, Schmuck. Nichts wird dem Zufall überlassen, jede Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Auflagen. Ebenso die Gruppen, wer neu mitmachen darf, was es alles an möglichen Rollen gibt … über die Landshuter Hochzeit 1475 wurde Buch geführt, mit Gästeliste, wo wer untergebracht war, was an Lebensmitteln gekauft wurde und so viel mehr.

Ich kann verstehen, dass Fans des Mittelalters in dieses Event, das alle 4 Jahre ganz Landshut verzaubert, eintauchen wollen. Für mich ist es gefühlt so authentisch, dass ich es hier spüren kann. Und das gerade, weil die 2.400 Mitwirkenden in ihren Kostümen so wunderbar lebendig sind, anders gehen, schreiten, in ihren Rollen aufgehen. Das kann man sehr genießen, ohne sich selber zu verkleiden.

Wem das keinen Spaß macht, wer selbst in eine Verkleidung schlüpfen, wer nicht beobachten, sondern mitmachen will? Der ist anderswo sicher besser aufgehoben. Kaum jemand wird mit seinem selbtgewählten Mittelalteroutfit schaffen, einem Originalkostüm, das von einem seit vielen Jahren bestehenden Team von spezialisierten Kostümbildnerinnen angefertigt wird, zu gleichen? Ich nehme mal das gern gewählte Bild vom Versuch eines nicht-Tracht-affinen Kostüms als Oktoberfestverkleidung, in dem jemand neben einer echten Tracht gerne auch mal ausgelacht wird und übertrage es. Vielleicht wird dann klar, worum es den Förderern geht?

Ich freu mich sehr, gleich die Kostüme 2017 bestaunen zu dürfen, noch viel mehr freu ich mich auf die Menschen, die es schaffen, ihrer Rolle Leben einzuhauchen. Die mich mit ins Mittelaler nehmen und mit allen Gästen und Besuchern vom 30. Juni bis 23. Juli ein fröhliches Fest feiern werden. Bekannte und noch unbekannte Gesichter

Himmel Landshut, tausend Landshut. Landshut Halllooooo.