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Spruch zum Wochenende: Wanderwetter

Wandern ist kinderleicht - Bildquelle Pixabay
Wandern ist kinderleicht – Bildquelle Pixabay

Diese Wetterlage führt dazu, dass die Füße kaum stillstehen wollen. Mein Körper sagt: raus mit dir, Bewegen, Stunden durch die frische Luft laufen, Sonne auf der Haut, raschelndes Herbstlaub, auf eine Bank am Wegesrand setzen und den Wolken beim Vorbeitreiben zusehen. Es ist Wanderwetter. Dazu hab ich ein kleines Sprüchlein gefunden, mit dem ich den Schritt ins Wochenende mache:

„Wandern ist kinderleicht. Es ist allen zugänglich – jung, alt, arm, reich, männlich, weiblich. Einen persönlichen Stil bildet jeder Wanderer, jede Wanderin von selbst aus. Einfach losgehen. Entscheidend ist nicht das Logo an der Jacke. Offen sein, durchlässig werden für die Einflüsse von Natur und Landschaft und nicht zuletzt für die innere Stimme. Unterwegs die Pforten der Wahrnehmung möglichst weit öffnen. Für die Blickachsen, Duftfelder, Klangräume, in die man eintaucht. Unsere Sinne, die im urbanen Alltag verkümmern, wieder schärfen – darauf kommt es an. Strapazen und die Bereitschaft, manchmal bis an die eigenen Grenzen zu gehen, gehören durchaus dazu. Essenz des Wanderns ist das Erlebnis von Freiheit: Ich verfüge souverän über Raum und Zeit.” (Ulrich Grober)

Auszeitgeschenk

Wenn Zeit gerade knapp ist, soll man sich trotzdem ein paar Stunden für etwas zu nehmen, was einfach nur gut tut? Hab ich kürzlich gemacht und einen viel zu kurzen Tag im geliebten Zauberwald auf der Donaugartenschau (Landesgartenschau Deggendorf) ausklingen lassen. Ich hatte Glück, Wetter hat gepasst und man wandelt durch Spätsommer-Farbzauber. Laut Programm war ich zur Dahlienzeit da, am meisten gefreut hab ich mich aber über die späten Rosen, die ihren Duft verströmten. Besonders genossen habe ich den Lyrikbaum: Gedichte aus dem Lautsprecher, in der Hängematte schaukeln mit Blick auf die Fontäne im See. Am meisten Lächeln musste ich über ein Mutter-Tochter-Gespräch, die Frau Mama war sehr enttäuscht, weil die meisten Beete nicht ordentlich mit einer Blume bepflanzt waren, sondern ihrer Meinung nach alles einfach wild durcheinander wuchert. Die Tochter und ich haben uns kurz zugelächelt – wir fanden gerade das ganz besonders schön … Ganz schön groß ist das Angebot für kleine Besucher: Spielplätze, Bewegungs- und Geschicklichkeitsparcour, versteckte Geheimgänge, Piratenschiff im Sand und und und. Schön war sie, meine kleine Auszeit.

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Das kleine große Glück

Kürzlich hab ich mir Zeit genommen und eine Ausgabe der Emotion gelesen, da wurde folgender Gedanke aufgeworfen: „Frage dich, ob du glücklich bist“, schreibt der große Denker J.S. Mill, „und du hörst auf, es zu sein.“ Stimmt das? Kann man das Glück suchen? Oder kommt es von ganz alleine zu uns, wenn wir vollständig eins sind mit uns, gleich, ob gut oder schlecht?
Heute habe ich einen ganzen Tag im Dreck verbracht, auf dem Dachboden. Ausmisten, leerräumen, schleppen, kehren. Keine Zeit zum Nachdenken, einfach anpacken und tun. Und war glücklich, über die kleinen und großen Erfolge. Jetzt ist fast alles vorsortiert, muss noch einiges weggeworfen werden, aber das Chaos lichtet sich. Und das fühlt sich ganz schön gut an, dieses kleine große Glück.