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Sonntagsfreude: Ausprobieren

Ich hab ja schon mal erwähnt, dass ich gerne Altes bewahre, wenn es erhaltenswert ist? So habe ich durchgesetzt, dass der schöne alte Holzofen in der elterlichen Küche bleibt, obwohl er laut meiner Mutter nicht mehr zum Kochen taugt. Als sich die beste Freundin nebst Mann als Besuch angekündigt haben, hab ich heute die Chance genutzt, mal selber zu testen. 

Also wurde der Ofen heute Vormittag nicht nur für seine schöne Wärme angeheizt, sondern ich hab meine Minestrone geköchelt. Und was soll ich sagen: hat wunderbar geklappt. Die Hitze auf der Platte hat sowohl zum Anrösten des Gemüses wie zum Garkochen vollkommen ausgereicht. Jetzt muss mein Vater bei nächster Gelegenheit noch mal eine Lösung für das kleine Löchlein im Backrohr finden, dann probier ich das auch aus. Und hab mir für den Winter vorgenommen, an den Wochenenden öfter mal wie früher zu kochen. 

Minestrone gibt’s bei mir übrigens ganzjährig, immer mit möglichst vielen jahreszeitlichen Zutaten, wenn’s geht aus der Region. Immer anders, schmeckt auch immer anders, ganz nach Stimmung, aber immer lecker 😋 

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita. 

Sonntagsfreude: Leben

Faszinierend, wie geballt das Leben ist. Wie nah Freude und Leid zusammenkommen. Wie Traurigkeit da ist und dennoch Raum für andere Themen ist, für Liebe, für Weiterentwicklung, für Gegenwart und Zukunft. 

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist der Papa der besten Freundin für immer eingeschlafen. Ich hoffe, ruhig und friedlich. Ich hatte ihm gestern Vormittag noch einen „Schnaps“ aus der Heimat besorgt, vor ein paar Tagen hatte er seinen Kindern beim Besuch auf ihre Frage nach einem besonderen Wunsch mit seiner unvergleichlich sonoren Stimme „an Schnaps und a Zigarette“ geantwortet. Da ich weiß, wie er sich am Experimentieren gefreut hätte, wollt ich ihm noch eine letzte Entdeckung vorbeibringen. Die Erfinder aus meiner Nachbarschaft werben selbstbewusst: selbst Jesus würde Heiland trinken Wenn einer  rausfindet, ob das stimmen könnte, dann er – sicher hat er sich längst ein neues gemütliches Platzerl mit bestem Blick ausgewählt. Und wir trinken den als kleine Erinnerung und prosten ihm zu …

Gegenprogramm: Heute ist in meinem Elternhaus ein besonderer Tag, die zukünftigen Schwiegereltern treffen sich im fast fertig renovierten Haus zum Mittagessen, um die Verlobung ihrer Kinder zu feiern. Denn mein kleiner Bruder hat seine langjährige Freundin gefragt, ob sie nicht nur weiter sein Leben teilen will, sondern das auch „ganz“ hochoffiziell unterschreiben. Sie hat ja gesagt, was heute im kleinen Rahmen gefeiert wird. Die Eltern wuseln wie immer, wenn Besuch kommt, aufgeregt durchs Haus. Gestern war die bezaubernde Nicht da, die sich in Gedanken bereits mit dem passenden Outfit für den Job als Blumenmädchen beschäftigt. Und da in ihrem Fall gleich beide jüngsten Onkel irgendwann mit einem Hochzeitstermin anstehen könnten (auch der Bruder meines Schwagers ist seit 2015 verlobt und schmiedet diverse Pläne) sind das wahrhaft Probleme für eine 5jährige, sie kann schließlich nicht zwei mal dasselbeanziehen …

Auf das Leben, auf diejenigen, die das ihre intensiv gelebt haben und es hinter sich lassen . Und auf diejenigen, die jetzt schon mehr als 10 Jahre als Paar durchs Leben gehen. Und ihre Zukunft planen.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Sonntagsfreude: Besuch

Es heißt so schön: Freunde sind Familie, die man sich selbst auswählt. Die bezaubernde Nichte hat ja eine beste Freundin, mit der sie durch dick und dünn geht. Und die sie gestern zu einem Besuch auf der Baustelle mitgebracht hat. Da standen sie dann plötzlich vor mir, laut kichernd. Und wurden schnell einmal durchs Haus geführt, die Klos „markiert“, ehe es in Gummistiefeln und Matschhose zu zweit allein und unbeaufsichtigt nach draußen zu den Tieren ging. Himmlisch, so ein Dorf- und Bauernhof-Kinderleben. Das Highlight vor dem Mittagessen: Dutzende Schnecken in einer großen roten Wanne sammeln. Das war ein echtes Fest. Nach Spätzle mit Soß gab es Eis. Leider hat die Mietzekatze nicht mitgespielt und es sich auf den beiden bedeckten kleinen Damen zum Mittagsschlaf bequem gemacht … Die kam dafür später immer mal wieder dazu, wurde ausgiebigst gestreichelt und geherzt. Nach der kurzen Pause rein in die Gummistiefel und ab zu den Hirschen. Weil wir den Chefhirsch nicht gefunden haben, wurden die Besitzerjungs bei ihren Wasserspielen gestört, und schon trabten 5 Kids zwischen 3 und 9 einträchtig und teilweise in Socken rund um die Weide, auf der Suche nach dem Faultier, das sich in den Schatten im Unterstand verzogen hat. Und zurück, denn die Jungs zeigten den Mädels ein paar ihrer Highlights rund um den Hof, schließlich sind alle auf den dafür besten Baum gekraxelt und spielten Affe, Faultier, Eichhörnchen und und und. Übrigens hat die Hirschherde das Treiben aufmerksam von der anderen Seite beobachtet. Die haben sich bestimmt wie im Zoo gefühlt? Danach ging’s noch zu den Pferden, vorbei am Garten einer Freundin, die uns für den anschließenden Ausflug ins kleine Moor den Suchauftrag nach dem vor 30 Jahren steckengebliebenen gelben Gummistiefel ihres Bruders mit auf den Weg gegeben hat – den wir leider nicht gefunden haben. In der Kapelle gabs keine Streichhölzer zum Erinnerungslicht anzünden, dafür haben wir ein paar wilde Vergissmeinnicht und Kornblumen auf den Sockel der Marienfigur gestreut. Und beim Kreuz unterhalb des Kirchleins von einem Frosch beobachtet frisches Quellwasser getrunken, das soll sogar vor Krankheiten schützen und die Sehkraft stärken.

Auf dem Heimweg haben wir die Schritte von der Dorfkirche bis zu unserem Hof „gemessen“ – und final wurden die zwei dann vom Opa stilecht auf dem Traktor noch eine Runde mitgenommen, die 3 haben „angeblich“ sogar ein Rehkitz im Feld entdeckt. Danach hat meine Schwester zwei glückliche Mädels eingepackt – die abends bestimmt eine Unmenge von Bildern im Kopf verarbeiten mussten? Ich hab trotzdem einiges auf der Baustelle geschafft, wir waren zwischendurch mit Restmüll auf dem Bauhof. Eine staubige Ecke ist entstaubt und Bruder und Vater haben den notwendigen Schlitz für ein Kabel in die Wand gefräst. Und heute werd ich mich etwas von dem Freundinnen-Besuch erholen 😉

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Mehr Sonntagsfreude lest ihr bei Rita, bei der sich heute alles um Spargel dreht, lecker!

Sonntagsfreude: 1000 gute Gründe

Heute ist einer dieser Tage, an denen man morgens aufsteht und schon ist dieses besondere Gefühl da: ein Freutag. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, alles fühlt sich nach Sommer an. Dazu ist es grün und bunt, wohin das Auge blickt, hach, wer heute keinen Grund zur Freude findet, der tut sich schwer im Leben …

Dazu ist der Geburtstags-Erdbeer-Schmandkuchen für meine Frau Mutter zwar von der Konsistenz ganz anders, als er sollte. Aber lecker! Und obwohl ihre beste Freundin sich gestern nicht gemeldet hat, hat sie sich heute früh umso mehr über das ausgiebige Telefonat gefreut. Und feiert heute ganz entspannt.

Die beste Freundin der Nichte durfte gestern nach urlaubsbedingter Abstinenz endlich wieder zum Spielen kommen, hach, und den neuen Schulranzen begutachten. Und ein ganz kleines bisschen neidisch sein …

Meine beste Freundin hat das irre Arbeitspensum der letzten Monate mit einem kleinen Rückwärtsgang in den vergangenen Wochen „geschafft“. Jetzt geht es in den Urlaub, der Dank langsamem Auto und aufmerksamen Mann hoffentlich genau die Erholung bringen wird, die sie so notwendig braucht. Zum Glück kann man manchmal einen Gang zurückschalten, sich auf sich selbst besinnen, die Ansprüche aus dem Umfeld ausblenden. Damit es nicht zu viel wird. Damit man vom zu viel nicht krank wird …

Ich hab heute aber noch einen Grund zum Freuen: Gestern oder Freitag hab ich meinen 1000. BlogEintrag hier veröffentlicht. Wahnsinn. Das hätte keiner, vor allem ich (nach vielen Jahren unerfolgreichen Tagebuchführens, vielen weiteren abgebrochenen Schreibprojekten …), für möglich gehalten. Ein großes und vor allem sehr herzliches Dankeschön, allen, die mich durch ihr Mitlesen und Kommentieren „am Laufen halten“. Und meinen Patenkindern, Familie, Freunden und allen anderen, die mein Leben um die Geschichten bereichern, die ich hier festhalten darf. ❤️

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.