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Wiesn 2016

Riesenrad
Riesenrad

Dieses Jahr war ich „nur“ ein Mal auf der Wiesn – hab gestern den Kehraus erlebt. Irgendwie hat in den letzten 17 Tagen nie ein Termin gepasst, erst war ich in Tirol, dann hatte ich so viel anderes zu tun, dann war ich müde – und und und. Gestern wollte ich aber doch nicht absagen, eine Freundin hat 2 Tische reserviert, um in ihren Geburtstag reinzufeiern. Der Abend hat sich gezogen, die Band war nix, ich hab den Absprung nicht geschafft … Und das Riesenrad war viel zu weit weg. Der Flammlachs und eigentlich alles, worauf ich mich den ganzen Abend kulinarisch gefreut hatte, aus. Dazu nüchterne Gespräche von Besuchern, dass das alles nicht die Stimmung von“früher“ sei. Dazu so viele torkelnde Betrunkene … War einfach nicht meine Wiesn 2016.

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Kettenkarussel

Dann steh ich mit meinem Uraltfreund, den ich seit einer Studienfahrt 1996 kenne, vor der Fischervroni. Wir teilen uns etwas, das zum Glück von vielen gemischten Saucen geschmacklich übertüncht und dadurch genießbar ist, und beobachten den bunten Maskenball um uns herum. Gegenüber sollte jetzt bitteschön mein geliebtes Kettenkarussel stehen, weil ich so gerne zuschaue, wie alle durch die Luft fliegen. Hmpf. Tuts aber nicht. Stattdessen steht da irgendein Fahrgeschäft mit langen Warteschlangen davor … grummel.

Wiesn Queen
Wiesn Queen

Irgendeiner hat anscheinend gespürt, dass ich nicht so richtig angekommen bin? Denn: aus den Lautsprechern ertönt „Weilsd a Herz hast, wia a Bergwerk“. Und das versöhnt mich. Zumindest ein bisserl. Nächstes Jahr gibts neue Voraussetzungen, da erleb ich hoffentlich wieder mehr als einen unvergesslichen Wiesnmoment 🙂 … die Blogparade „Euer schönster Wiesnmoment“ hätte ganz bestimmt einen positiveren Eintrag verdient (immerhin hab ich ein paar schöne alte Fotos gefunden) 🙂 Lest bitte die gesammelten Werke anderer Blogger mit ihren Blickwinkeln.

Musik am Mittwoch: Wiesn-Hit

Wie immer zur Wiesn-Zeit diskutiert „man“ über DEN Wiesn-Hit. Und wie jedes Jahr muss ich sagen: das ist doch gar nicht die eigentliche Frage. So viele Geschmäcker, so viele Besucher, so viele Bands. Am wichtigsten ist und bleibt, dass die Musiker es schaffen, für gute Stimmung zu sorgen! Und dazu brauchts nicht viel, wie man an aus Fußballstadien bekannten Fangesängen merkt: die sind einfach und eingängig, international – und lassen Zelte mit zehntausend Besuchern binnen Sekunden einstimmen …

Aber jeder hat so seine persönlichen kleinen Favoriten. Bei mir ist es ein Lied, das meist ganz am Schluss als Rausschmeißer gespielt wird, auch am letzten Wiesn-Abend, dann oft mit tausenden von Wunderkerzen und sehr emotionalen Mitsängern. Ein Liebeslied, eine Hymne, herrlich zum Schmachten: „Weils d a Herz hast wia a Bergwerk“. Gehört für mich zur Wiesn wie die Bavaria und das Riesenrad.