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Seltene Begegnungen

Es gibt Menschen, die ich aufgrund der Entfernung unserer Wohnorte nur sehr selten sehe. Gestern habe ich nach langer Zeit meine langjährige Seelenfreundin getroffen, die in Südamerika lebt. Und bin wirklich erschrocken: sie dachte in den letzten Monaten, ich hätte uns aufgegeben … weil ich mich nicht mehr gemeldet habe.

Ja, hab ich nicht. Aber so viel an sie gedacht. Ich war im Prozess, mit mir selbst und meiner unmittelbaren Situation beschäftigt – habe funktioniert, um zu überleben. Und jetzt Entscheidungen getroffen, um wieder gut zu leben. Darüber bald mehr.

Zum Glück ist sie mir nicht böse, versteht, hat mich schon allein durch unser Zusammensein abgeholt. Statt durch die heimischen Wälder zu streifen war mein gestriger Sonntagsspaziergang ein Lauf durch die München umgebenden Wälder, auch Natur, aber bei weitem nicht so ruhig und menschenleer wie ich es sonst am liebsten habe.

Und genau da hatten wir ein Erlebnis: nur wenige Meter von uns entfernt war ein Wildschein am Wühlen, hat sich durch uns Menschen erst gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Erst als ich es fotografieren wollte ist es in die schützenden Büsche getürmt …

 

Spruch zum Wochenende: Momentaufnahme

Mitten im Messetrubel hatte ich gestern einen kurzen Moment des Erkennens: vieles ist wie immer, vieles kann sich gar nicht ändern – und doch ist alles immer wieder neu. Weil jedes Treffen, auch mit Menschen, die man lange kennt, im Augenblick stattfindet. Passend dazu mein Spruch zum Wochenende: „Jede Begegnung ist eine Erfahrung, und jedes Loslassen eine Erkenntnis.“ (Verfasser unbekannt)

Spruch zum Wochenende: Einmalig

Meine Raunächte sind dieses Jahr vollgepackt mit Träumen, die sehr real sind, von Menschen handeln, Lebenden wie Toten. Und einmal mehr wird mir bewusst, wie wertvoll jedes einzelne Lebewesen ist, dass jede Begegnung, unabhängig von ihrer Dauer, Spuren hinterlässt. Dazu passt dieses Zitat, das ich zum Spruch für dieses Wochenende mache: „Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig und jeder Aufmerksamkeit würdig.“ (Hermann Hesse)

Tante sein

Ein paar Gedanken oder Beobachtungen haben mich die letzten Wochen beschäftigt – lag einerseits daran, dass ich die bezaubernde Nichte so für meine Leidenschaft für die Laho begeistern konnte und so viel mit ihr unterwegs war. Lag andererseits daran, dass ich einmal mehr die beste Freundin mit ihren Neffen auf der Landshuter Hochzeit getroffen habe. Der Große und auch der Kleine haben sich Zeit für sie und für uns, Freunde und Familie, genommen.

Und da werden Erinnerungen wach: 2001 hat der große Neffe sein Debüt in der Kindergruppe gegeben. Und seine Tante so glücklich angestrahlt, als sie ihm applaudierte. 4 Jahre später und 2009 waren beide Jungs dabei – da hat das Tantenherz vor Freude doppelt geschlagen (und meins natürlich mit!). 2013 waren die zwei die beiden feschesten Standartenträger, an die ich mich jemals erinnern kann – 2017 war nur der Große dabei, der Herzensjunker … Und wer weiß, beim nächsten Mal als Tänzer oder gar Morisk? Ja, so ein bisserl träumen darf ich ja wohl 😉

Es ist so wunderbar, wie liebevoll die mittlerweile erwachsenen Jungs mit ihrer mittlerweile viel kleineren Tante umgehen. Sind tolle Jungs geworden, beide auf ihre ganz eigene spezielle Art. Da darf die Tante zu recht stolz sein, auch auf das innige Verhältnis, das sie zu beiden hat.

Und das inspiriert mich, lässt mich hoffen. Ich hab zwei wundervolle Nichten und zwei prächtige Patenkinder – manchmal haben wir engeren Kontakt, sehen uns viel. Dann wieder wenig. Und dennoch scheint es bislang, als ob es mit den 3 großen eine stabile Freundschaft ist. Für Nichte 2.0 setze ich das einfach mal als „so wird es auch bei uns laufen“ fest. Insofern hoffe ich sehr, dass auch mein Tantesein in den nächsten Jahrzehnten voll von Erinnerungen und Gegenwart ist. Und von zwei Seiten wertgeschätzt wird.