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Sonntagsfreude: Begegnung

Manchmal gibt’s diese seltenen Momente, eine Begegnung, nach der ich feststellen darf, dass nicht nur in meiner Familie die Erinnerung an meine verstorbene Schwester weiterleben darf.

So war ich gestern Chauffeur meiner Mutter zum Pflanzenhändler des Vertrauens, um neue Salatpflanzen für die Gemüsezufuhr der Familie abzuholen. Dort trafen wir die Mutter der besten Freundin meiner Schwester. Und schon waren wir drei mitten im Austausch von Erinnerungen. An die zwei, die damals wie zwei Arschbacken zusammengehörten. So unterschiedlich, so viele gemeinsame Interessen.

Als meine Schwester im Herbst 1998 beschlossen hatte, als Au-pair nach England zu gehen, hatten sich die zwei etwas zerstritten. Durch einen regen Briefwechsel (ja, vor 20 Jahren waren es noch echte, handgeschriebene Briefe per Post, obwohl ich ihr kurz vor der Abreise ein Hotmail-Postfach eingerichtet hatte, aber nicht jeder Adressat hatte Mail …) waren sie aber schnell wieder auf altem Freundschaftsstatus.

Sicherlich hat damals allen geholfen, dass sie sich im März schon mal auf Zeit verabschiedet hatten. Die Distanz hat es etwas weniger greifbar gemacht … interessant, dass sie durch die Freundschaft über viele Jahre zum Familienleben der besten Freundin gehörte. Und auch in ihrer Familie gibt es immer wieder den Austausch über die alten Geschichten. Schön, das zu hören.

Auf das doppelte mütterliche Gejammer, dass die Jungen heute alle nicht heiraten und so, hätte ich allerdings zugegebenermaßen auch gut verzichten können 🤦🏻‍♀️

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Seltene Begegnungen

Es gibt Menschen, die ich aufgrund der Entfernung unserer Wohnorte nur sehr selten sehe. Gestern habe ich nach langer Zeit meine langjährige Seelenfreundin getroffen, die in Südamerika lebt. Und bin wirklich erschrocken: sie dachte in den letzten Monaten, ich hätte uns aufgegeben … weil ich mich nicht mehr gemeldet habe.

Ja, hab ich nicht. Aber so viel an sie gedacht. Ich war im Prozess, mit mir selbst und meiner unmittelbaren Situation beschäftigt – habe funktioniert, um zu überleben. Und jetzt Entscheidungen getroffen, um wieder gut zu leben. Darüber bald mehr.

Zum Glück ist sie mir nicht böse, versteht, hat mich schon allein durch unser Zusammensein abgeholt. Statt durch die heimischen Wälder zu streifen war mein gestriger Sonntagsspaziergang ein Lauf durch die München umgebenden Wälder, auch Natur, aber bei weitem nicht so ruhig und menschenleer wie ich es sonst am liebsten habe.

Und genau da hatten wir ein Erlebnis: nur wenige Meter von uns entfernt war ein Wildschein am Wühlen, hat sich durch uns Menschen erst gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Erst als ich es fotografieren wollte ist es in die schützenden Büsche getürmt …

 

Spruch zum Wochenende: Momentaufnahme

Mitten im Messetrubel hatte ich gestern einen kurzen Moment des Erkennens: vieles ist wie immer, vieles kann sich gar nicht ändern – und doch ist alles immer wieder neu. Weil jedes Treffen, auch mit Menschen, die man lange kennt, im Augenblick stattfindet. Passend dazu mein Spruch zum Wochenende: „Jede Begegnung ist eine Erfahrung, und jedes Loslassen eine Erkenntnis.“ (Verfasser unbekannt)

Spruch zum Wochenende: Einmalig

Meine Raunächte sind dieses Jahr vollgepackt mit Träumen, die sehr real sind, von Menschen handeln, Lebenden wie Toten. Und einmal mehr wird mir bewusst, wie wertvoll jedes einzelne Lebewesen ist, dass jede Begegnung, unabhängig von ihrer Dauer, Spuren hinterlässt. Dazu passt dieses Zitat, das ich zum Spruch für dieses Wochenende mache: „Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig und jeder Aufmerksamkeit würdig.“ (Hermann Hesse)