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Spruch zum Wochenende: Auf ein Neues

„Hoffen heißt, die Möglichkeit des Guten zu erwarten. Die Möglichkeit des Guten ist das Ewige.“ (Sören Kierkegard)

Und weil das so ist, glaube ich daran, dass morgen früh Mitarbeiter des Bauunternehmens erscheinen, die zumindest den Estrich im Heizungsraum gießen. Damit wäre schon mal ein kleiner Schritt geschafft? Und weil wir alle fleissig anpacken werden schaffen wir vielleicht noch etwas mehr?

Weil wenn dann Estrich drin ist müssen wir irgendwie schaffen, den nächsten unvorhergesehenen Punkt irgendwie hinzubekommen: das Bauunternehmen hat uns mitgeteilt, dass sie nicht verputzen werden. Trotz Angebot. Isso. Und Punkt. Großartig, so mitten in der Hochsaison? Da haben alle anderen, die das machen könnten, nur auf uns gewartet. Aber ich hab mir fest vorgenommen, das Gute zu erwarten. Einer wird kommen, der das für uns machen will. Und falls nicht werden wir ganz sicher auch eine Lösung finden.

Baustellengeschichten: Das große Warten

Wir warten – und alle Handwerker bis auf den einen mit – seit 2 Wochen auf Beton. Also eigentlich seit 4-6 Wochen, aber dazwischen gabs immer irgendwas, was noch gemacht werden musste, bevor der Beton kommen konnte. Seit 2 Wochen waren aber alle Böden fertig vorbereitet, Abwasserrohre gelegt. Und der Termin gesetzt: am 23. betonieren wir. Vor exakt 2 Wochen wurde noch mal alles vermessen, bestätigt, dass die notwendigen Tiefen ausgehoben wurden, an die Wände Skizzen und Maße und jede Menge Orientierungspunkte aufgezeichnet. Das wirkte alles sehr gut vorbereitet? Ich bin nicht von Haus aus misstrauisch, aber mein Arbeitsweg wird aktuell genutzt, um Updates zu bekommen und mich mit den Handwerkern auszutauschen. Also hab ich heute morgen noch mal nachgefragt. „Nnnnnnnnnnnnnnnjjjjaaaa, wir versuchen, es diese Woche noch reinzubekommen …“. Wie bitte? Was? Warum? Wäääähhhhh?

Ja, war klar, dass es irgendwann hakt, stockt, dass so ein Bau „mal“ nicht so rund läuft. Aber muss das bitteschön ausgerechnet der Beton sein? Ohne den wirklich nichts weitergeht? Ich übe mich in Geduld – nur glaube ich nicht daran, dass ich irgendwann mal verstehen werde, warum ausgerechnet so ein elementares Ding mit so geringem Stundenaufwand sich jetzt so verzögern muss. Und Punkt.

Familiengeschichten: Baustelle

Ein Morgen unter der Woche, meine Eltern sind bereits wach, liegen plaudernd im Bett und warten auf den Wecker, um halb 8 kommen Handwerker. Es klingelt an der Tür, der Papa ist empört, wer bitteschön klingelt so früh? Es sind die Handwerker, 10 nach halb 8 – hm, schuld ist der, der vergessen hat, den Wecker zu stellen? Weit gefehlt: schuld ist meine Mutter, weil die jetzt immer mit Rolladen schlafen will. „Da soll ein Mensch wissen, wie spät es ist …“

Obwohl er wunderschön ist, wir müssen den Dachboden rausreißen. Die Bretter sind alt, faulen durch, … Auch wenn mein Herz geblutet hat, der obere Teil des Fellbodens muss raus. 3 Geschwister arbeiten, 1 sagt, dass jetzt keiner mehr auf eine Reihe Bretter darf. 10 Minuten später bin ich mittendrin im Sperrgebiet, breche fast durch. Entschuldigung, was muss ich mir noch alles merken? Bin schließlich ganz die Tochter meines Herrn Papa. Pffffh. Einen Tag später bricht mein Bruder – zwar an anderer Stelle – aber wirklich durch die Decke. Zum Glück stand drunter ein Schrank, auf dem und auf seinem Hintern ist er mitsamt der Latten „sicher“ gelandet. Glück gehabt, ziemlich viel sogar. Und ja, wir lachen immer noch.

Meine Mama hatte ihre Freundinnen zum Geburtstagnachfeiern in die Übergangswohnung eingeladen. Natürlich wollte die neugierige Truppe die Baustelle besichtigen, wo aber gerade einer am arbeiten war. Und für die Unterbrechung null Verständnis hatte – vor allem, weil er erst ein paar Minuten vorher wieder angefangen hat zu arbeiten. Davor war ihm eine Dichtung am Schlagbohrer gebrochen, er in Verzug, die Laune … Viel lustiger wäre natürlich gewesen, wenn das passiert wäre, als die Damen kamen? Sicher ein Bild für die Götter, wie sie dem wild züngelnden Schlauch aufgescheucht entflohen wären? Schade eigentlich … (Und ja, ich bin auch für absolutes Baustellenverbot für alle, die da nichts zu suchen haben! Wenn alles fertig ist gibts genug zu sehen. Und Punkt.)

Sonntagsfreude: Lichtblick

 Mein Wochenende war arbeitsreich – und leider: zwischendurch kam etwas der Frust durch. Für manche Aufgaben fehlt es mir, egal ob an Kraft oder am richtigen Dreh. Jetzt ist Feierabend – und wenigstens eins ist sicher: die Decke im Flur wird uns kaum Probleme bereiten. Die kommt uns wortwörtlich entgegen. Schon jetzt ein Lichtblick 😉

Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.