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Geburtstag im Familienkreis

„Heute ist mein 7. Geburtstag!“ Mit diesen Worten begrüßte uns Mademoiselle glückselig zum Geburtstags-Mittagessen im Familienkreis mit Paten. Und schön war’s, trotz Regen, im Restaurant im Münchner Osten. Alle Großeltern da, auch der kranke Opa, mit dem sie ja ihren Geburtstags-Tag teilt. Sie thronte zwischen den beiden Omas, bekam eine spezielle Speisekarte für kleine Geburtstags-Prinzessinnen, trug passenderweise Krone und ein Kleid mit einem riesengroßen Herzen … nur als die Hundedame kam, die am Vortag einen kleinen Unfall ausgelöst hatte und für eine ganze Reihe Pflaster und aufgeschürfte Stellen „verantwortlich“ war, da gab’s kurzzeitig eine bockige Phase.

Als dann aber zum Glück wunschgemäß Schnitzel und Pommes geliefert wurden war selbst das Malheur schnell wieder vergessen. Später gabs für den wirklich brav unter dem Tisch dösenden Gast auch liebevollste Streicheleinheiten. Die Geschenke sind „perfekt, alles, was ich mir gewünscht hab“. Und na ja, dass es regnet – ach egal, kann man zu Hause gleich alle neuen Spielsachen ausprobieren. Und sich mit dem neuen Maniküre-Set Farbe – natürlich pink und lila – auf die Nägel zaubern. Anders als die Patentante, die ja meist nicht sehr gepflegte Hände hat, sind die Patenmädels Trendsetterinnen …

Schön, wenn die ganze Familie zusammenkommt. Zusammenkommen kann. Es braucht ein kurzes Innehalten, um die Dankbarkeit zu empfinden, dafür, dass die alles dominierende Krankheit diesen Tag ermöglicht. Alle Großeltern dürfen die 7 Jahre mitfeiern, die dieser kleine wilde Schmetterling schon kunterbunt durch unser aller Leben flattert – und oft ordentlich wirbelt.

Unvergessen: wie du uns einmal mehr mit deinen Freestyle-Tanzkünsten überzeugst. Zu schade, dass du Ballet-Unterricht so zum K…. fandest/findest, es steckt so viel Talent in dir: Körperspannung, anmutige Bewegungen, sauber gestreckte Beine, edle Arm- udn Handbewegungen … und das ganze zu „Fields of Gold“. Passend, wo rundherum um deinen Geburtstag die goldenen Felder glänzen. Also eigentlich, wenn’s nicht gerade regnet …

Auf ein gutes neues Lebensjahr, für dich und den Opa. Dessen nächste Untersuchung am Dienstag ansteht. Die besten Wünsche begleiten ihn auf seinem Weg! Und Dankbarkeit, dass zumindest der gestrige Tag unter einem guten Stern stand – auch wenn wolkenbedingt weit und breit keine einzige Sternschnuppe auszumachen war …

Von Kindern lernen: Unbefangenheit

Sonntag war ich zum Ballet – bei Rekordhitze. Da waren Kinder von ganz klein bis groß. Und mir ist mal wieder aufgefallen, dass die Kleinen, also ich schätze mal so bis 7 oder 8 Jahre, so herrlich unbefangen sind. Die stellen sich einfach vor ein anderes Kind, um es anzuschauen, zu beobachten. Meistens, ohne zu reden. Ob das Kind eine andere Haut- oder Haarfarbe hat, größer oder kleiner ist, eine andere Sprache spricht, ob es eine auffällige Wunde oder ein Mal hat, ob es anders ist – alles, also einfach das ganze Kind, wird erst mal aus der Nähe angeschaut. Wo wir Erwachsenen manchmal nicht genau wissen, wie reagieren, tun Kinder einfach. So hat sich die bezaubernde Nichte einfach vor ein größeres Mädchen, das mit ihr in der gleichen Gruppe tanzt, gestellt und sie einfach nur angeschaut. Und die Große schaut einfach zurück. Erstkontakt ohne Reden quasi. Kein Interesse von der anderen Seite? Na und. Schau ich eben den Nächsten an. Später gab es ein Gruppenfoto nach dem Auftritt, die Fotografin sagt den Kindern, wie sie sich aufstellen sollen, die Große steht falsch, die Nichte erklärt es ihr, nimmt sie ganz unbefangen an der Hand.Sie lächeln sich an. Verabschieden sich mit „Tschüss, bis zum nächsten Mal.“

Kinder denken nicht so viel nach, sondern tun einfach. Sie nehmen ihr Gegenüber erst mal wahr, könnte ein potentieller Freund/Spielgefährte sein. Macht der das nicht mit ist das ok, ohne dass das Kind hinterfragt, warum das so ist. Durch diese Unbefangenheit steht man sich nicht so sehr selbst im Weg? Find ich jemand anderen. Unbefangenheit tut gut, mal raus aus den Denkmustern. Mehr erleben, was sich ergibt, statt theoretisch drüber nachzudenken, warum jemand so oder nicht oder was auch immer reagiert. Weniger Kopfkino, ich probiers gleich mal aus.

Sonntagsfreude: Ballet

Auch, wenn es bei 40 Grad im Schatten kein Spaß ist, in einer stickigen Turnhalle zu sitzen, auch wenn es die Nummer 20 und nicht wie gehofft eines der ersten Stücke im Ablauf war, auch wenn nicht alles, was da heute zu sehen war, Tanz zu nennen ist: ich war heute beim ersten Balletauftritt der bezaubernden Nichte dabei. Und es war supertoll. Egal, ob sie weiter tanzt oder nicht, sie hatte so eine Freude, ein glückseliges Lächeln. Und ist so wunderschön gesprungen. Jawoll, ich bin heute die stolzeste Tante weit und breit.

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