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[kinderkram] 10 – Laune

Gute wie schlechte Laune gehören zum Leben. Kein Tag ist gleich und unser Gemüt reagiert schon auf kleinste Einflüsse durch Stimmungsschwankungen. Das kann positiv wie negativ sein. 

Wer immer nur gute Laune hat ist vielleicht durch und durch positiv – oder ein Meister im Überspielen. Wer eher als Miesepeter bekannt ist hat vielleicht wirklich verlernt, die schönen Seiten des Lebens zu erkennen? Er sollte sich etwas suchen, das verlässlich hilft, seine Stimmung zu verbessern. Viele Menschen reagieren auf gutes oder schlechtes Wetter, Sonnenschein oder Regen. Ein Lächeln kann Wunder bewirken. Oder ein Spaziergang an der frischen Luft. 

Wichtig ist es, sich seiner Laune zu stellen, sich hineinzufühlen. Statt Gefühle zu verbergen darf die Umwelt den Gemütszustand durchaus mitbekommen, die gute ebenso wie die schlechte Laune. Und nahe Menschen sollten dann helfend eingreifen, wenn jemand bewegungslos in einem Tief  verharrt, statt sich wieder daraus zu lösen …

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Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um die Laune, gute wie schlechte. Trübselige, doofe, runterziehende ebenso wie himmelhochjauchzende, glückselige oder verliebte. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: seid ihr eher ausgeglichen oder launenhaft? Wie geht ihr mit euren eher üblen Launen um, akzeptiert ihr sie oder tut ihr aktiv etwas, um euch in bessere Stimmung zu versetzen? Genießt ihr gute Laune? Was beobachtet ihr im Umfeld? …

Im Einklang mit mir

Ja, wenn man dieses Video betrachtet, dann gehts den meisten von uns doch ziemlich gut? Aber in unserer schnelllebigen, auf Konsum ausgerichteten Welt ist das alles oft nichts. Wird gar nicht reflektiert. Wer hat, dem geht’s gut. Gar nicht so leicht, mit sich und seinem Leben zufrieden zu sein. Weil ein anderer könnte ja schöner, besser, erfolgreicher, leistungsfähiger, dünner, kreativer, reicher oder was auch immer sein – und damit automatisch mehr den eigenen Weg gefunden haben. Wir haben heute so viele Werte, um uns zu messen. Nicht leicht, mit sich  selbst im Einklang zu sein. Also mit mir insgesamt und dem, was ich tue, denke, fühle, entscheide …

Und einmal mehr sind meine Coaches die vielen Kinder meiner Umgebung: sie sind bei sich selbst, tun, was sie mögen, konzentrieren sich vor allem auf ihre Wünsche. Und sind mit sich und dem Leben in den Tag hinein vollkommen im Einklang. Oft ohne Rücksicht auf andere. Sozialverhalten muss gelernt werden, trotzdem sei daran erinnert, dass es häufig die vielleicht auch falschverstandene Rücksichtnahme auf Wünsche und Bedrürfnisse anderer ist, die uns an der Verwirklichung eigener Vorstellungen hindert? Und ganz gefährlich ist in dem Kontext übrigens annehmen, statt hinterfragen – aber das muss ich mal ein anderes Mal und ausführlicher mit mir „besprechen. Was mir immer hilft, meine Balance zu erhalten ist, dass ich tue, statt auf etwas zu warten. Dass ich mir zugestehe, statt zu lamentieren. Und auch der Faktor, dass ich mit mir allein sein kann, mich mit mir auseinandersetze, mich mit mir berate, meine Ängste ebenso zu Wort kommen lasse wie Unsicherheiten und Wissen. Ich kläre Themen, reflektiere, gehe Risiken ein, spiele auch mal. Und ich weiß, dass ich die Dinge, für die ich selbst die Verantwortung trage, beeinflussen kann. Suche keinen Schuldigen, sondern nehme Herausforderungen an, mache. Und manche Dinge nehme ich auch einfach nur hin, statt innerlich zu lamentieren. Eine Kollegin nennt diese Methode Aussitzen. Und die Kombination aus Tun, wenn ich tun kann, und Abwarten, wenn tun nichts hilft, hilft mir, mich innerlich zu balancieren.

Natürlich bekommt der Einklang hin und wieder Misstöne, denn keiner von uns kann nur immer bei sich sein. Mich unterstützt dann mein Element Erde: in unruhigen Zeiten brauche ich mehr als sonst das Gefühl, durch den Wald zu laufen und die tiefen Wurzeln der Bäume im Boden zu spüren. Im Anschluss setze ich mich an einen ruhigen Ort, spüre, was unter mir und um mich ist, höre aufmerksam auf alles, was sich bewegt oder zur Ruhe kommt. Dieses Mich-Erden kann ich wahrscheinlich überall? Aber am besten klappt es zu Hause, mit Heimatgefühl.

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Ein Beitrag zu Bettinas Thema Leben im Einklang mit sich selbst: Die meisten Menschen sind sehr beeinflusst und geprägt von äußeren Dingen, haben sich abhängig gemacht und leben fremdbestimmt. Das führt oft zu einem Leben, das ihnen gar nicht zusagt und sie unglücklich macht.

Spruch zum Wochenende: Balance

Manchmal braucht es Einfachheit, nicht nur im Gedanken, sondern auch im Tun. Manchmal hilft alles Grübeln nichts, über was wäre wenn. Manchmal hilft nur, statt kompliziert einfach werden. Dinge so nehmen, wie sie sind. „Unsere Aufgabe sollte es sein, eine Balance, einen mittleren Weg zu finden. Wir müssen lernen, uns nicht mit unwesentlichen Aktivitäten und Beschäftigungen zu überfordern, sondern unser Leben mehr und mehr zu vereinfachen. Der Schlüssel zu einer glücklichen Ausgewogenheit im modernen Leben ist Einfachheit.“ (Sogyal Rinpoche)

Das mit den Werten

P1030548Wie ist das mit den eigenen Werten? Wann werden diese geprägt und vor allem: ändern sich Werte im Lauf des Lebens? Ein Thema, über das ich immer wieder sinniere. Vor allem weil ich hin und wieder den Eindruck gewinne, dass Werte gerne mit Zielen verwechselt werden? Nachlesen kann man als Definition vielerorts etwa „Werte sind ein System, das die eigene Identität mit prägt. Es sind Überzeugungen, die wir von unseren Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen übernehmen, sie beeinflussen Denken, Entscheidungen und Tun als oberste Orientierungsinstanz. Sie sind grundsätzlich stabil, aber nicht unveränderlich. Wer nach seinen Werten lebt, ist mit sich im Einklang.“

Meine wichtigste Überzeugung, und damit der für mich elementarste Wert, ist, dass ich sehr dankbar bin, dieses, mein Leben, leben zu dürfen. Ich wertschätze dieses Geschenk sehr, feiere die vielen kleinen kostbaren Momente, die dazu gehören, so gerne so sehr. Zum Beispiel erlebe ich die letzten Tage intensiv, der Frühling schenkt uns unendlich viele kleine Wunder. Ich darf sie wahrnehmen, sie entdecken, sie tief in mich aufnehmen und mich an ihrer Schönheit erfreuen.

Dankbarkeit und Liebe zum Leben, wenn ich versuchen müsste, zu kategorisieren, wären das wohl die Werte, die mich am meisten und schon immer leiten. Dazu ein bunter Mix, Herz und Kopf bestimmen mit, in etwa

  • Menschlichkeit, Feinfühligkeit & Freiheit
  • Liebe, Respekt & Vertrauen
  • Freundschaft & Gemeinschaft
  • Achtsamkeit, Aufmerksamkeit & Bewusstsein
  • Ausgeglichenheit, Zufriedenheit & Balance
  • Heimat & Harmonie
  • Anstand & Wohltätigkeit
  • Sensibilität, Stabilität & Stärke
  • Gelassenheit, Unkompliziertheit & Leichtigkeit
  • Aufrichtigkeit & Höflichkeit
  • Begeisterung, Lebendigkeit & Tatkraft
  • Selbstständigkeit, Gesundheit & Beweglichkeit
  • Großherzigkeit, Güte & Gerechtigkeit
  • Heiterkeit, Optimismus & Hoffnung
  • Selbstsicherheit, Klarheit & Konzentration
  • Wahrheit, Neugier & Entschlossenheit

Interessant, dass es für mich immer „Pakete“ sind, die eine Einheit bilden. Zum Beispiel ist es nicht Gesundheit allein, die mir wichtig ist, ich verstehe, dass zu meinem Wert ganz unabdingbar gehört, voll und ganz bewegungsfähig und selbstständig zu bleiben, also unabhängig von anderen zu sein …

Angeregt zu diesem Text hat mich Brigitte Windt, die aufgerufen hatte, 30 Tage lang die eigenen Werte in den Mittelpunkt zu stellen. Durch ihre Blogparade ist mir einmal mehr klargeworden, was ich wertschätze, an mir selbst, vor allem aber auch an anderen Menschen. Vielen Dank für die kleine Erinnerung!