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Das mit dem ersten Schritt

Wenn man selber keine Kinder hat, dann fehlt einem der Zauber der ersten Male? Pustekuchen, gestern durfte ich als Besucherin die ersten Schritte einer kleinen, sehr aktiven Erdenbürgerin miterleben. Erst mal ist sie in der Küche hinter Papas Rücken aufgestanden – und auf mich zugelaufen. Mit einem breiten Grinsen. Weil ich ja schon sehr überrascht davon war. Später im Wohnzimmer war das dann schon ganz normal, da durfte ihr Papa auch zuschauen. Und da Mama ja gestern Abend nicht dabei war ist sie heute einfach weitergelaufen. Für sie schon längst nichts besonderes mehr. Mich hat es für einen Moment ehrfürchtig und still gemacht. Und ich hab’s tief in mich aufgenommen, weil es wirklich ein zauberhafter Augenblick war: wie stolz und überrascht und ausbalanciert sie war. Und schon eine Minute später ist das normal. Kann ich, was kommt jetzt dran? 😉

Mit Kids im Flieger

Auf dem Heimflug von der besten Freundin war ich umgeben von alleinreisenden Mamas. Mit Kindern in ganz unterschiedlichen Baby-Altern. Einige hatten noch den großen Bruder oder die große Schwester dabei. Und viel Equipment, man muss ja wirklich auf jede mögliche Situation vorbereitet sein. So kam es auch, dass ich den zuckersüßen Niko auf dem Schoß hatte, sein großer Bruder Janik hat sich die Apfelschorle drübergekippt, statt sie zu trinken, da hat Frau dann allein keine Chance als ihr Baby einer Unbekannten anzuvertrauen. Die Fluggesellschaften unterstützen sehr, man kann mit dem Kinderwagen bis ans Flugzeug fahren. Dann kümmern sich die netten Steward(e)s(sen) mit ums Verstauen der vielen Taschen, dass die Babyschale auch richtig festgegurtet ist. Und helfen, wenn Kinder über den Mittelgang oder eine Reihe nach hinten gereicht werden. Bis auf ein nöliges Kleinkind haben die Babies den Flug alle gut gemeistert, bei dem kleinen Brüllhals lag es auch weniger an Problemen wegen dem Fliegen: ihr hat schlicht nicht gepasst, dass die große Schwester beim Papa sitzen durfte. Dann wurden sie getauscht, bei Mama und Oma wollte sie auch nicht … War also trotz der vielen kleinen Mitreisenden eine entspannte Flugzeit, für alle Mitreisenden und irgendwie auch für die Mamas.

Aprilwetterbeobachtungen im Mai

Gestern in einem Straßencafé irgendwo in München: eine kurze Pause zwischen Terminen, Blick auf den Himmel, kurzzeitig scheint die Sonne. Geht es sich aus? Schaffen wir einen Kaffee draußen, im Freien? Lasst uns optimistisch sein und bestellen. Der Kafee wird serviert, dazu eine Runde Decken. Was für ein netter, aufmerksamer Service. Nächster Blick zum Himmel: die schwarze Wolke schiebt sich unaufhaltsam näher. Neben uns setzt sich eine Mutter, sie hat eine Erstklässlerin und ein Baby. Für die Große gibts Eis, die Mama bestellt einen Kaffee – der Kleine wird gestillt. Familienidyll. Es folgt ein kurzer, aber heftiger Regenschauer, unser Sitzplatz im Freien ist gut abgeschirmt. Niemand wird nass. Perfekt. Es hört auf zu regnen. Plötzlich kreischt die Mutter neben uns entgeistert: ein gassigehender Hund hat in den Regenschutz des Kinderwagens gepinkelt – den sie neben den Kinderwagen auf den Boden „gelegt“ hat, aus ihrer Perspektive im Moment nebensächlich. Jetzt aber plötzlich … Findet sie gar nicht lustig. Die Hundebesitzerin auch nicht, sie entschuldigt sich, geht achselzuckend weiter. Denn woher sollte der arme Hund riechen, dass der Regenschutz nicht für ihn als trockene Kloschüssel dahin gelegt worden ist …?

#Sonntagsschreck

Eigentlich sollte die Überschrift Sonntagsfreude lauten, denn heute war ein ganz toller Sonntag, fast perfekt:
Zum Auftakt ein Gefühl von Ausschlafen, dann ein Mädelsvormittag mit Eierkochen und Ostereier färben. Die bezaubernde Nichte hat zugeteilt: für die Mädels (Oma, Mama, Tante und Nichte) rote und lila farbene, Jungs und „alle anderen“ die Farben, die sie nicht so gerne mag. Danach bei schönstem Frühlingswetter eine Runde durch den Garten, zu den Kälbern auf der Weide, Schaukeln.
Nach dem Mittagessen hatten wir einen ganz besonderen Ausflug vor: wir sind zu einem neugeborenen Baby gefahren. Die kleine Cäcilia ist an meinem Geburtstag nachmittags zur Welt gekommen. Winzig, ganz brav, schläft viel, die kleine Widder-Dame. Besucht haben wir natürlich auch die glückliche Mama, die beiden Stolz-wie-Oskar großen Schwestern und den zufriedenen Papa seines mittlerweile 4-Mäderl-Hauses. Nach dem genauen Bestaunen des Babys wollten die Erwachsenen auf der Sonnenterrasse Kaffee trinken – die Kinder spielen, toben, tollen. Tante Coco als größte Kleine musste mit … Die erste Runde Trampolin mit Johanna und Luisa war der plötzlich ganz verschüchterten Nichte zu wild, später allein mit Luisa wars dann toll. Ich sag nur „Osterhase -Pfeffernase“, hüpfen, jubeln, singen, lachen. Was hatten wir 3 Spaß, der Osterhase hat nämlich 2 lange Ohren, einen Puschelschwanz, einen weißen Bauch – und 4 Eier. Wer es noch nicht gewusst hat. Und darüber kann man minutenlang kichern-kichern-kichern. Alles klar?
Die kleinen Damen wurden heute aber auch geärgert, eine hinterlistige Wespe hat sich unter Johannas T-Shirt verkrochen und sie böse gestochen. Das verdirbt dann sogar einer fast 6jährigen den eigentlich verdammt lustigen Nachmittag. Und Luisa hat eine verletzte Lippe. Die ständig wieder aufspringt. Zum großen Glück gibts Kühlpacks und Salbe…
Zurück bei Oma und Opa Erdbeerkuchen, eine Runde Schaukeln mit der Babyschaukel „bis in Himmel“, Kälbern „Pfiade“ sagen. Nichte fix und fertig nach Hause. Morgen kann sie im Kindergarten noch mal allen Berichten, was sie erlebt hat, danach sind Ferien.
Ich skype noch entspannt mit den Schweizer Patenkindern. Monsieur kuschelt sich an seine Mami, ich störe, sie sollte ihm gerade eine Geschichte vorlesen… Und der Grund seines Frusts eigentlich nur wegen einer typisch italienischen Handbewegung. Hm, aber gegen den eigenen Papa? Schwierig, dieses Bockkäferleben. Und leider, das dauert jetzt noch ein paar Jahre. Dafür war die kleine Mademoiselle glänzender Laune, lächelnd, mitteilsam, ausgeglichen – kein Wunder, sie macht Yoga. Auf Mamas grüner Matte. Und war beim Friseur. Sieht supersüß aus, etwas kürzer. Keine Rattenschwänzchen mehr. Eher ein Bob, unten eine kleine Innenwelle. Und nein, kein Justin Bieber-Look, den hat ihr großer Bruder jetzt, gefällt mir an ihm aber besser, als am Original. Wir könnten noch Stunden quatschen, Bilder und Gedanken austauschen. Aber es ist Sonntag Abend – und ich muss noch nach München.
Schnell alles ins Auto gepackt, bei fast Vollmond und sternenklarem Himmel los. Freu mich auf zu Hause. Dann der große Schreck, mir kommt auf der Landstraße ein Auto entgegen, der dahinter, sieht mich nicht? Oder denkt, er ist schneller? Oder…? Überholt, ich muss eine Vollbremsung hinlegen, stehe von etwa hundert auf 0. Atme erst mal. Tief ein und aus. Zittere, weil das sehr knapp war. Und ärgere mich seitdem über den Vollidioten. Zum Glück konnten ich bremsen. Aber was denkt der sich eigentlich? Dem war ich scheißegal. Und DAS fühlt sich gerade gar nicht gut an ….