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Zur Sicherheit

Freitag Abend haben wir einen Anruf bekommen, der Papa und die beiden großen Nichten hatten eben die kleine Schwester samt Mama im Krankenhaus abgeladen. Das jüngste Familienmitglied hatte nämlich beim Abendessen plötzlich aus dem Mund geblutet. So genau war nichts zu sehen, was ursächlich hätte sein können. Geweint hat sie auch erst, als alle hektisch in ihren Mund schauen wollten. Da aber immer mehr Blut kam …

Und da war die Aufregung ganz schön groß. Etwas später dann aber vor allem die Erleichterung, denn im Krankenhaus haben sie die kleine Patientin zum Glück nur angeschaut und konnten Entwarnung geben. Sie hat sich mit den ja noch recht neuen Zähnen richtig doll gebissen. Erklärt hat uns das Nichte 2.0, unterstützt von 1.0. Und dann hättet ihr mal das Aufatmen durchs Telefon hören sollen. So richtig tief aus dem Herzen kam das …
So ist das nämlich bei Geschwistern, die gehen einem mächtig auf den Keks. Aber wehe, da wär was, nein, das geht gar gar gar nicht ❤️

Die bezaubernde Nichte hatte übrigens vorgeschlagen, diese Episode als Paula-Geschichte zu verpacken. Aber das ging jetzt bei mir nicht, wir können Paula ja nicht immer alle Sorgen und Nöte lösen lassen.

Frühstarterin

Ich bin nicht sicher, wann die beiden großen Nichten begonnen haben, mit mir zu telefonieren? Auf alle Fälle möchte ich hier festhalten, dass ich die Tage zum ersten Mal mit Nichte 3.0 (knapp 9 Monate) telefoniert habe. Indem sie mit lautem „Knurren“ und „Murren“ erst das Gespräch mit meiner Schwester, ihrer Frau Mama, unterbrochen hat. Dann beherzt zugegriffen und mit dem Telefon davon gerobbt ist. Ich bilde mir auch ein, dass sie auf meine Fragen mit Gurgeln und Murmeln geantwortet hat …

Eine echte Frühstarterin, wie ich finde? 😉

Nachwuchs

Als meine Schwester schwanger war und ihr Bauch angefangen hat, zu wachsen, hatte Nichte 2.0 eines Tages auch ein Baby im Bauch. In der Zwischenzeit haben wir öfter mal beobachtet, dass sie auch sonst ganz das nachgemacht hat, was ihre Mama mit Nichte 3.0 gemacht hat, also stillen, wickeln und all so was. Aber immer, wenn wir nachgefragt haben, war ihr Baby leider noch nicht da.


Und wisst ihr was? Eben hab ich endlich die Nachricht bekommen: Heute Nacht war es so weit. Das Nichten-Baby kam per Kaiserschnitt, ist 4 Kilo schwer und 56 cm groß. Und heißt – pragmatisch – wie die kleine Schwester, ist einfacher.

Die kleine Mama hatte ihr (Puppen-)Baby auf dem Beweisfoto voll Stolz auf dem Arm … Herzlichen Glückwunsch!

„Fließend“ Homeoffice

Während Nichte 3.0 geboren wurde war ich da, damit 1.0 und 2.0 „normalen“ Alltag hatten. Aktuell bedeutet das, dass 2.0 nicht in die Kita oder zum Spielplatz darf, die große Schwester darf nicht in die Schule oder sich mit Freunden treffen. Beiden fehlt das, so richtig. Die jüngere macht das Beste draus, spielt im Sekundentakt was anderes und braucht immer das, was gerade verräumt ist. Oder sie geht schaukeln, schaukeln geht immer und stundenlang – aber das klappt dummerweise noch nicht allein. Da brauchts eine Anschubserin. Jetzt.

Die Große hat eine tolle Lehrerin, die für die Viertklässler ein Wochenprogramm erstellt hat, das sie „selbstorganisiert, bearbeiten können. Sie soll schließlich, auch wenn grad keine Normalität herrscht, zumindest ein paar Stunden für die Schule lernen.

Fragt man die jetzt ja mittlere nach hören großen Schwester, dann erklärt sie fließend, dass „Noni“ (ja, auch die Namen ändern sich) im Homeoffice ist. Ob die im Büro im obersten Stockwerk wirklich nur schulisches tut? Hm. Tja. Ich würde mal diplomatisch sagen: auch. Wobei jede Ablenkung hochwillkommnen ist. Und am Allerliebsten nehmen beide großen Schwestern grad „ihr“ Baby in den Arm. So geht Geschwisterstolz.

… Auch wenn der Lagerkoller immer nur ein paar Zentimeter entfernt scheint, im Großen und Ganzen wissen die zwei ihr Zuhause schon sehr zu schätzen. Immerhin hat die bezaubernde Nichte ohne jeglichen erwachsenen Impuls festgestellt, wie gut es ist, Haus und Garten zu haben. „Coco, stell dir mal vor, wir hätten nur eine winzig kleine Wohnung, ohne Balkon …“. Ja, das wäre in der Tat was ganz anderes. Und schon erkennt eine 9jährige, dass Dankbarkeit, für das was ist, angebracht ist, statt sich nach etwas zu sehnen, was man nicht braucht.