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Sonntagsfreude: Schneegestöber

Die erste Autofahrt durch dichtes Schneegestöber des Winters 2017/18 hab ich eben hinter mich gebracht – ich mag es, wenns richtig schneit. Am liebsten wäre ich stehengeblieben und hätte den Flocken beim Tanzen zugesehen. Dummerweise macht Autofahren bei Schneetreiben keinerlei Spaß, deshalb hab ich zugesehen, voranzukommen, langsam und kontrolliert eben. Und jetzt Aufwärmen am heimischen Kachelofen, tut nach dem heutigen zapfig-kalten Sonntag einfach nur gut.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (15)

Gestatten, ich bin’s der Verkehrsrowdy – ja, zu dem mutiere ich mittlerweile nämlich fast täglich. Warum genau ist sehr einfach erzählt: ich habe auf meinem Arbeitsweg auf knapp 20 Kilometern Baustellen und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Ob die immer und überall Sinn machen? Darüber mache ich mir längst keine Gedanken mehr. Wenn dann allerdings alle die linke Spur nutzen – und auch da deutlich langsamer fahren, als erlaubt ist, ist es dann wirklich so verwerflich, wenn ich die freie rechte Spur nutze, um im erlaubten Tempo zu fahren? Da wäre jetzt natürlich die Straßenverkehrsordnung – die aber genau auf diese Situation nicht wirklich eingeht (ist zwar kein Stau, aber es staut sich und es bleibt eine freie Spur und eine Geschwindigkeitsbeschränkung, die ich nicht überschreite …?).

In jedem Fall fahre ich seit Wochen nur kopfschüttelnd und laut meckernd, vor allem der Feierabendverkehr strengt an. Gestern hab ich mal mitgezählt (nicht dass mir langweilig wäre oder so), wie viele Autofahrer stur links bleiben. Und mich „Rowdy“ dann kopfschüttelnd und sogar mit Drohgebärden „verfolgen.

Am liebsten war mir der Harley-Fahrer: erst bei erlaubten 100 mit ca. 80 die linke Spur blockieren. Dann ohne Blinker erst mal ordentlich abbremsen, um ohne Blinker die Spur zu wechseln, das gleiche noch mal in der gleichen Reihenfolge für den Wechsel auf die Abbiegespur wiederholen, sobald die zweispurig ist selbstverständlich links bleiben, mehrmals abbremsen, um dann wieder aufzudrehen … Das ganze Spiel haben wir bis zum auf 60 beschränkten Tunnel gespielt, dort haben sich auf allen Spuren alle an die erlaubte Geschwindigkeit gehalten – bis auf einen. Der immer wieder fast stehenblieb, um dann ordentlich zu dröhnen – hach, aber ich bin der Rowdy.

Auf meinem Weg

… es ist Sommer. Die Sonne scheint von morgens bis abends über den üppigen Feldern, alles grünt, unterschiedliche Nuancen, von saftig bis trocken. Alles schimmert, weich, gelbe Sprenkel. Darüber der Himmel. Sommer, Gefühle, Durchatmen, Freiheit.

… vor dem buddhistischen Tempel an der großen Straße eine Begegnung, eine Prozession. Ganz vorne wandelt der Mönch, schillernd orange. Ihm folgen in weiß gekleidete Menschen. Einer nach dem anderen. Sie folgen seinem Weg, dem Friedensweg. Über ihnen schweben die landenden Flugzeuge, aus aller Welt.

… am Horizont zeichnen sich deutlich die Berge ab, die ganze nördliche Alpenkette strahlt in den Himmel hinein. Vorne die Kulisse der Weltstadt mit Herz, der Olympiaturm, die Frauenkirche, … Oder ein See. Oder eine Bilderbuchlandschaft. Ein schöner Ort. Eine schöne Stimmung.

Der Weg ist das Ziel. Es fühlt sich gut und richtig an, auf der Welt und achtsam zu sein, wertschätzend mit dem Leben umzugehen.

Quasi Kneippen

Nicht mein Tag heute, bin „malad“. Einfach nicht fit. Und entsprechend unzufrieden mit der Gesamtsituation … Da denk ich zurück an eine kleine Begebenheit vom Wochenende. Die bezaubernde Nichte will mit mir eigentlich durch den Rasensprenger laufen, damit ist aber ihre Frau Mama – um die Frostbeulenqualitäten ihres Töchterleins wissend – nicht einverstanden und schlägt uns statt dessen ein Kneipp-Bad im Seerosenteich vor. Schnell sind die Schuhe ausgezogen, während die Tante längst im kühlen Nass „abhängt“ ist es der kleinen Dame viel zu kalt … (Ja genau, Rasensprenger hätte trotzdem sein sollen, eh klar …). Aber: wir haben eine Wasserschnecke gefunden und beobachtet, das war ein großes Erlebnis!

Heute morgen hatte ich einen zweiten Kneippgang. Es hat so stark geregnet, dass das Wasser nicht mehr von der Straße ablaufen konnte. Beim Aussteigen stand ich mehr als knöcheltief im Nass. Nur geholfen hast nix, mein Kreislauf hat einen Streiktag eingelegt. Also gönn ich mir umständehalber einen sehr ruhigen Abend, in der Hoffnung, dass der Streik morgen beendet ist.