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Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (13)

Liebe Verkehrspolizei,

ich würde mich gerne bei euch bewerben, als Unterstützung. Um Menschen, die auf der Autobahn im fließenden Verkehr auf der linken Spur (rechts war weit weit weit frei) in nicht geringem Tempo mit ihrem Mobiltelefon wichtige Nachrichten tippen müssen, zu verpetzen. An wen darf ich mich wenden?

Mit freundlichen Grüßen

meinesichtderwelt

(die angesichts von so viel Idiotie heute morgen zur Verkehrssünderin geworden ist und eine nette junge FFB-lerin rechts überholt hat (ich dachte noch, sie hat nur keinen Rückspiegel, aber nein, beim neben-ihr-herfahren wurde mir sehr deutlich, dass sie sich während der Fahrt austauschen musste. War wohl lebenswichtig, oder was würde sonst erklären, dass sie das während der Fahrt macht und damit sich selbst und andere gefährdet …?))

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (8)

Während die Medienwelt aktuell vor Sturmtiefs, Blitzeis, Schneechaos und sonstigen widrigen Straßenverhältnissen warnt bremst mich simple Technik aus. Seit Weihnachten stand ich schon Stunden. Im Stau. Jeweils vor einem Tunnel, nein, eigentlich vor zweien. Fahrtrichtung egal. Der Tunnel? Gesperrt. Rotes Ampellicht. Aber nicht wegen eines Unfalls. Oder Schnee. Oder Eis. Oder echten Gefahren, die ein Durchfahren verhindern …

Die beiden Tunnel auf der A96 zwischen München und Landsberg haben eine „super“ Höhenmessung bekommen. Wenn ein LKW zu hoch ist. Aber auch, wenn an einem LKW eine Plane weht, vielleicht reicht auch Spritzwasser? Löst der Höhenmesser aus. Und sperrt den Tunnel. Meist ist der Verursacher längst auf und davon, aber die Verkehrsteilnehmer dahinter, die stehen. Kann auch mal länger dauern … aber dafür installieren sie ja ganz bestimmt auch eine technische Lösung. Also eine, die mir meine sinnlos stehende Zeit „vertreibt“, oder?

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (5)

Ich habe einen Mitfahrer. Seit kurzem, ich vermute, seit letzter Woche. Da ist er – oder vielleicht auch sie – mir zum ersten Mal aufgefallen. Noch als Teil der Gruppe, die Mittwoch oder  Donnerstagabend die offene Autotür als Einladung missverstanden hatte. Ich konnte schnell eine Taktik mit geöffneten Fenstern entwickeln, die geholfen hat, alle ungebetenen Gäste wieder loszuwerden. Bis auf den einen. Der gestern, vollkommen unerwartet, einen Angriff auf mich gestartet hat. Natürlich während der Fahrt. Und immer wieder aus dem Hinterhalt zugestochen hat, überall. Wenn ich ihn entdeckt habe, hab ich natürlich zugeschlagen, wollte ihn schließlich nicht weiter an mich rankommen lassen. Was für ein doofer Mitfahrer. Fast wäre er schuld gewesen, dass ich mitten auf der Autobahn an einer Fahrbahnverengung einen sehr gewagten Schlenker gemacht habe … Bislang hätte ich ja gelacht, wenn ich irgendwo gelesen hätte: Unfallursache Mücke. Nach gestern abend habe ich meine Meinung geändert: mein Mitfahrer ist mehr als hartnäckig und ausdauernd. Ich habe dutzende juckende Stellen davongetragen – und als ich angehalten habe, um mich zur Wehr zu setzen hat er sich feige versteckt. Da half dann nur, die letzten Kilometer mit weit geöffneten Fenstern zu fahren, das hält ihn in Schach …

Das mit der Mitte

Die Mitte ist ein Ort zum Wohlfühlen. So interpretiere ich zumindest, dass gefühlt jeder zweite Autofahrer gerne, oder nennen wir es mal besser „chronisch“ auf der mittleren Spur fährt. Auf dreispurigen Autobahnen, auf zweispurigen Strecken und sogar, wenn es nur eine Fahrbahn pro Richtung gibt. Es scheint, jeder fühlt sich in der goldenen Mitte gut. Was viele vergessen, nicht wissen oder einfach ignorieren: hierzulande gilt ein klares Rechtsfahrgebot. Ein Verstoß wird mit einem Punkt und Bußgeld belegt. Und leider ist bei uns nicht erlaubt, was in anderen Ländern gang und gäbe ist: die Mittelspurwohlfühlfahrer links ODER auch rechts zu überholen, wenn man schneller dran ist. Das nur zur Info für die vielen „Erzieher im Straßenverkehr“, die dann gerne wildhupend oder sogar mit deutlichen Gesten rechts vorbeiziehen.
Und noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: gut, ich gehöre zu den unmöglichen Autofahrern, die in einer Stau-Kolonnen-Fahrsituation auch mal auf der rechten Spur bleiben und an den Links-Fahrern vorbeifahren. Langsam, aber ich bleibe nicht stehen, um zu warten, dass die auch vorwärts kommen. Bis ich dann rechtzeitig vor dem LKW, der sonst in kilometerweiter Entfernung eine Fahrspur vollkommen für sich allein hätte, auf die linke Spur fahre. Ja. Das berechtigt den Fahrer oder die Fahrerin hinter mir , vor dem ich mit Sicherheitsabstand eingeschert bin, NICHT, mir beim Wechseln auf die linke Spur dann aufzufahren, mich zu bedrängen und sogar aus äußerst knapper Entfernung Aufnahmen mit dem Smartphone zu machen, die er/sie dann, ja was genau eigentlich? Gegen mich verwenden will? Andere vor mir warnen? Oder doch eher auf das eigene Fahrverhalten hinweisen? Ich weiß es nicht …